Hacker fordern $15.000 in Bitcoin | Australien

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Cyber-Attacken sind in der heutigen Zeit ein großes Problem. Meist sollen sensible Informationen von Unternehmen und Dienstleistern gestohlen werden. Australiens „Family Planning NSW“ wurde kürzlich Opfer eines solchen Angriffs. Fast wurden sensible Daten von Tausenden Patienten preisgegeben. Die Kriminellen forderten $15.000 (AUD) in Bitcoin.

„Family Planning NSW“ hat Tausende Kunden im ganzen Land und verwaltet sensible Informationen. Für Hacker und Kriminelle ist das ein attraktives Ziel. Der kürzlich erfolgte Cyber-Angriff offenbarte einige Schwachstellen der Webseite der Organisation. Die Datenbanken waren verwundbar.

Bis heute ist jedoch unklar, ob tatsächlich Daten preisgegeben wurden. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass es nie um Datendiebstahl ging, sondern nur um das Lösegeld in Bitcoin, das sie forderten, nachdem sie die Webseite gehackt hatten. Die Botschaft der Hacker enthielt die Drohung, die NSW-Webseite komplett lahmzulegen.

Zudem lief ein Timer auf der Webseite, der die verbleibende Zeit für die Zahlung anzeigte. Ob Family Planning NSW dieser Aufforderung nachkam, ist noch nicht geklärt. Die Webseite wurde erst einmal vom Netz genommen und derzeit wird ein Sicherheitsupgrade durchgeführt. Auch die Sicherheitslücke wurde geschlossen.

Immer mehr Lösegeldforderungen in Bitcoin

In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Bitcoin-Lösegeldforderungen bei kriminellen Aktivitäten. Dieser Trend hat sich vor allem in der Malware-Branche durchgesetzt. Verschiedene Arten von Ransomware sperren Benutzer aus ihren Computern und stellen den Zugriff (eventuell) erst dann wieder her, wenn eine Bitcoin-Zahlung erfolgt ist. Eine Zahlung des Betrages ist aber keine Garantie für eine Wiederherstellung der Daten.

Obwohl Bitcoin eher pseudonym statt anonym ist, reicht das aus, um den Strafverfolgungsbehörden zu entgehen – bis heute zumindest. In Zukunft wird es einige Tools geben, die bei der Aufklärung von Straftaten helfen werden. Eigentlich ist Monero die bessere Kryptowährung für solche Dinge, dennoch greifen die Hacker immer wieder auf Bitcoin zurück.

Die australische Bundespolizei ermittelt in der Sache „Family Planning NSW“. Bisher wurden keine medizinischen Aufzeichnungen der Patienten veröffentlicht. Die Datenbanken wurden jedoch kompromittiert.

Quelle: newsbtc, Photo by Ilya Pavlov on Unsplash, CC0

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