Kryptowährung ist ein Experiment, das immer noch scheitern kann

Kryptowährung ist ein Experiment, das scheitern könnte
Die Krypto-Technologie könnte für eine ähnlich große Revolution wie das Internet sorgen. Dennoch ist diese ein Experiment, welches scheitern könnte.

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Xapo CEO Wences Casares beschrieb Kryptowährungen in einem kürzlichen Interview mit Bloomberg als „intellektuelles Experiment“, welches „noch scheitern könnte“. Obwohl es scheitern könnte, geht er davon aus, dass Kryptowährungen auf lange Sicht Erfolg haben werden.

Experiment erfordert Aufmerksamkeit

Casares, der Unternehmer aus Argentinien, der aufgrund der Unterstützung von Bitcoin im Silicon Valley als „Patient 0“ bekannt ist, kann sich beide Möglichkeiten vorstellen: Entweder es klappt, oder eben nicht. Allerdings findet das Experiment in diesem Moment statt, so Casares. Es lohnt sich, dem intellektuellen Experiment etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

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Als Befürworter von Bitcoin und Kryptowährungen ist es verständlich, dass er denkt, dass das Experiment erfolgreich sein wird. Jedoch ist er sich seiner Rolle bewusst und meint, dass es unverantwortlich ist, die Möglichkeit des Scheiterns zu ignorieren. Die Technologie ist revolutionär und robust, aber Menschen haben sie entwickelt und Menschen machen Fehler. Vielleicht wird in Zukunft eine Schwachstelle gefunden, die man zehn Jahre lang nicht finden konnte.

Das Internet im Jahr 1992

Casares verglich den aktuellen Stand der Blockchain mit dem Internet im Jahre 1992. Damals musste man nur wissen, dass es ein neues Protokoll gibt, das Informationen von überall nach überall, in Echtzeit und kostenlos übertragen kann. Das Protokoll hatte das Potential, Informationen für immer zu verändern. Er meinte, dass es rüpelhaft gewesen wäre, wenn man sich darüber beschwert hätte, dass noch kein Film über das Internet gedreht wurde.

Er erkennt einige Parallelen zwischen dem Internet und Bitcoin und der Blockchain. Die Krypto-Technologie bringt Neuerungen mit sich, die vorher in der Art nicht möglich waren. Krypto-Technologie ist ein System, das souverän und autonom ist, es ist ein System, das nur seine eigenen Regeln befolgt. Und bei Bitcoin z.B. gibt es nur 21 Millionen Stück, Kryptowährungen können begrenzt sein.

Weitere 20 Jahre für das Experiment?

„Sieben, vielleicht zehn oder zwanzig Jahre“ benötigt das Krypto-Experiment, um Erfolge vorweisen zu können, so Casares. In Bitcoin sieht er für die Zukunft eine Art weltweiten digitalen Gold-Standard und es könnte sein, dass Preise irgendwann in Bits (Teile von Bitcoin) umgerechnet werden – jedoch nicht als Währung, sondern eher als eine Einheit wie Länge und Breite. Er denkt nämlich nicht, dass Bitcoin (Fiat-) Währungen ersetzen wird, dieses Szenario ergibt für ihn keinen Sinn. Allerdings denkt er, dass Bitcoin Geld so verändern kann, wie das Internet Informationen verändert hat.

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Bildnachweis: Foto von Louis Reed von Unsplash, CC0. Textquelle: bitcoinist.

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