Kryptowährungen könnten Wegbereiter für die neue Finanzordnung sein

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Kryptos könnten Wegbereiter für die neue Finanzordnung sein - COincierge
Kryptowährungen als Wegbereiter zu einer neuen Finanzwelt.

Trotz der anhaltenden Baisse und der niedrigen Marktstimmung sind die potenziellen Auswirkungen der Krypto- und Blockchain-Technologie nach wie vor erstaunlich. Ein Brancheninsider teilt diese Einschätzung und erklärt in einem kürzlich mit dem Express geführten Interview, dass die Kryptowährungen das derzeitige Wirtschaftssystem wahrscheinlich zum Besseren verändern werden.

CEO von Krypto-Börse Luno im Gespräch

Marcus Swanepoel, der CEO der Kryptowährungsbörse, Luno, äußerte großes Vertrauen in die zukünftigen Auswirkungen von Bitcoin und Kryptowährungen, stellte aber auch fest, dass er sich nicht sicher ist, wann die digitale Währung die physische Fiat-Währung ersetzen wird.

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Geld wird nicht für immer und ewig dasselbe sein. Ich glaube, wir sitzen zufällig mitten in einer dieser Veränderungen. Ich weiß nicht, ob es Bitcoin oder Ethereum sein wird – oder ob es in hundert Jahren oder in einem Jahr passieren wird. Aber die Zukunft des Geldes wird eine Art globale Währung beinhalten, die vollständig interoperabel ist

Doch es hagelt auch Kritik, darunter der berüchtigte Ökonom Nouriel Roubini, der die Krypto-Industrie sowie führende Persönlichkeiten wie Vitalik Buterin und Co. beleidigt. Im folgenden Tweet publizierte er:

Diese kryptischen Wahnsinnigen wissen nichts über Geld, Bankfinanzierung und Geldpolitik. Sie haben keine finanzielle Kompetenz. Und sie tun so, als würden sie Geld neu erfinden. Eine Lösung für ein Problem, das es nicht gibt. Und eine Lösung, die die Rückkehr zur Steinzeit des Tauschhandels bedeutet.

Trotz Roubinis Negativität erklärte Swanepoel, dass die Einführung von Kryptowährungen nicht mit irgendeiner Art von Anti-Regierun- oder Anti-Bank-Bewegung verbunden ist, sondern einfach den technologischen Fortschritt des Bankensektors zeigt:

Ich bin nicht gegen die Bank oder die Regierung. Aber wenn man darüber nachdenkt, wie das Bankensystem aufgebaut wurde, wurde es für ein nicht-digitales Zeitalter gebaut. Das bestehende Finanzsystem ist in Ordnung – es ist wahrscheinlich nur ziemlich ineffizient für die Welt, in der wir heute leben.

Die Kurse haben zu viel Einfluss auf die Akzeptanz

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Bitcoin und andere digitale Währungen werden meist, vor allem in Industrie-Nationen, als Spekulations-Objekt genutzt. Der Bitcoin Kurs scheint maßgeblicher für den Erfolg, als die technologischen Errungenschaften.

Aber die Realität ist, dass viele Leute es im Moment benutzen, um zu spekulieren und zu investieren, und das bedeutet, dass der Bitcoin-Preis einen ziemlich großen Einfluss auf die Akzeptanz hat.

Die Märkte beeinflussen nicht nur die Wahrnehmung der Kryptowährung in der Öffentlichkeit, sondern helfen auch bei der aktiven Beteiligung in der Branche. Nach dem Bullen-Run im Jahr 2017 wuchsen die Märkte, da eine Vielzahl neuer Investoren von der Branche und ihrem Potenzial fasziniert wurden. Außerdem hat seither die Aktivität der Entwickler rapide zugenommen.

Da immer mehr Investoren in den Markt eintreten und sich globale Regelungen abzeichnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die breite Akzeptanz schnell entfalten und den Markt auf neue Höchststände bringen wird.

Coincierge
Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: Newsbtc

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Ich beschäftige mich seit einigen Jahren täglich mit dem Thema Kryptowährungen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, die komplexe Materie einfach darzustellen.