Die CME Group führt im Jahr 2020 Bitcoin-Optionskontrakte ein

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Die „Chicago Mercantile Exchange Group“, kurz CME Group, gab bekannt, dass sie Anfang nächsten Jahres zur Ergänzung ihrer Bitcoin-Futures Bitcoin-Optionskontrakte einführen wird.

Bitcoin-Trading-Instrumente von CME

Die Bitcoin-Futures-Kontrakte der CME-Gruppe waren ein Erfolg. Derzeit liegen sie im Durchschnitt bei 7.237 Kontrakten pro Tag, was einem Anstieg von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dies ist ein klares Zeichen für das wachsende Bitcoin-Interesse institutioneller Investoren, das der CME an einem Tag einen Rekord von 33.677 Kontrakten mit einem Wert von über 1,3 Milliarden Dollar ermöglicht hat.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und des signifikanten Wachstums, das die CME im letzten Jahr bei ihren Bitcoin-Futures-Kontrakten verzeichnete, entschied sich das Unternehmen nun für einen Schritt nach vorne und stellt seinen Kunden ein neues Finanzinstrument zur Verfügung.

Hierzu Tim McCourt, Leiter des Bereichs Aktienindex und alternative Anlageprodukte bei der CME Group Global:

„Wir glauben, dass die Einführung von Optionen unseren Kunden zusätzliche Flexibilität bieten wird, um ihr Bitcoin-Preisrisiko zu traden und abzusichern. Diese neuen Produkte sollen Institutionen und professionellen Tradern helfen, Bitcoin-Exposure am Spotmarkt zu verwalten und Bitcoin-Futures-Positionen in einem regulierten Börsenumfeld abzusichern.“

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Die CME Group scheint sich verpflichtet zu haben, ihren Kunden weiterhin kryptobezogene Trading-Produkte anzubieten. Mit den neuen Bitcoin-Optionskontrakten, die im ersten Quartal 2020 eingeführt werden, erhalten Kunden von CME ein zusätzliches Instrument zum präzisen Absichern und Traden.

Derivate für institutionelle Investoren

Im Dezember 2017 waren sowohl die CME Group als auch der Chicago Board Options Exchange (CBOE) die ersten großen Marktplätze, auf denen Bitcoin-Futures-Kontrakte für institutionelle Investoren angeboten wurden. Damals betrachtete man den Schritt als Katalysator, der Bitcoin in die Mainstream-Finanzwelt bringen wird. Nach dem Krypto-Bärenmarkt von 2018 hat der CBOE jedoch im März 2019 seine Bitcoin-Future-Kontrakte eingestellt. Damit wurde CME die Kontrolle über den BTC-Derivatemarkt überlassen – und man plant, weiter in diese Derivate zu expandieren.

„Die CME Group ist ein neutraler Marktplatz. Unsere Aufgabe ist es, den Marktteilnehmern von Bitcoin zu helfen, ihr Risiko zu managen – unabhängig davon, ob der zugrunde liegende Preis steigt oder fällt“, so Tim McCourt.

Jetzt, zum ersten Mal seit mehr als sechs Monaten, sieht sich die CME womöglich erstmals mit ernsthaftem Wettbewerb konfrontiert. Am 23. September wird Bakkt seine lang erwarteten Bitcoin-Futures-Kontrakte einführen. Im Gegensatz zu CMEs werden Bitcoin-Futures von Bakkt bei Vertragsablauf mit echtem Bitcoin abgerechnet. Dies könnte es Bakkt ermöglichen, einen erheblichen Teil des Bitcoin-Trading-Volumens zu erwirtschaften und gleichzeitig die Preisfindung bei BTC weiter zu unterstützen.

Einige der bekanntesten Analysten in der Kryptobranche, darunter etwa Josh Olszewicz, argumentieren, dass die Bitcoin-Futures-Settlements von CME einen großen Einfluss auf die Bitcoin-Marktbewertung haben. Olszewicz geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt: Die Verfallsdaten der CME-Futures könnten den Bärenmarkt 2018 ausgelöst haben.

Es ist noch ungewiss, wie groß die Auswirkungen der Bakkt-Futures und CME-Optionen-Derivate auf die BTC-Märkte sein werden.

Textnachweis: cryptoslate

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