Kryptowährungen finanzieren das nordkoreanische Waffenprogramm, sagt das US-Finanzministerium

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Das US-Finanzministerium hat gerade neue Sanktionen gegen kriminelle Online-Gruppen mit Sitz in Nordkorea angekündigt. Die Gruppen haben Berichten zufolge Kryptowährungs-Ransomware-Angriffe und andere Cyber-Verbrechen durchgeführt, die darauf abzielen, internationale Sanktionen gegen den Staat zu untergraben.

Nach Ansicht des US-Finanzministeriums finanzieren diese Angriffe direkt das nordkoreanische Raketenprogramm. Dies stellt die von Ransomware betroffenen Unternehmen vor eine schwierige Entscheidung: Verlieren sie den Zugang zu wichtigen Daten für immer – oder finanzieren sie die militärischen Vorbereitungen einer potenziell gefährlichen Nation?

Nordkoreanische Hacker verwenden Kryptowährung zur Finanzierung des staatlichen Raketenprogramms

Laut einer Pressemitteilung, die heute vom US-Finanzministerium veröffentlicht wurde, sollen neue Sanktionen gegen nordkoreanische Hackergruppen verhängt werden, von denen angenommen wird, dass sie das Raketenprogramm des Landes mit verschiedenen kriminellen Mitteln finanzieren. Dazu gehört auch das Hacken von Kryptowährungsbörsen und das schlagen von Profit aus Ransomware-Angriffen.

Das Release benennt drei solcher Gruppen explizit: „Lazarusgruppe“, „Bluenoroff“ und „Andariel“. Weiter heißt es, dass die Agentur glaubt, dass diese Gruppen direkt mit der nordkoreanischen Regierung verbunden sind.

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Seit heute hat das „US Department of the Treasury’s Office of Foreign Assets Control“ (OFAC) US-Bürgern oder Finanzinstituten den Handel mit den genannten Gruppen offiziell verboten. Sigal Mandelker, Staatssekretär für Terrorismus und Finanznachrichten, erklärte die Sanktionen:

„Das Finanzministerium ergreift Maßnahmen gegen nordkoreanische Hackergruppen, die Cyberangriffe zur Unterstützung illegaler Waffen- und Raketenprogramme verüben… Wir werden weiterhin bestehende Sanktionen der USA und der Vereinten Nationen gegen Nordkorea durchsetzen und mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um die Cybersicherheit von Finanznetzwerken zu verbessern.”

Von den genannten Gruppen ist die Lazarus-Gruppe vielleicht am bekanntesten. Es wird angenommen, dass Lazarus sich an hochkarätige institutionelle Ziele hält. Dazu gehören Regierungs-, Militär- und Finanzinstitute sowie andere große Unternehmen, die sich mit der Schifffahrt, kritischen Infrastrukturen und der Veröffentlichung befassen.

Es wird angenommen, dass Lazarus von der nordkoreanischen Regierung im Jahr 2007 geschaffen wurde. Es war an dem massiven Ransomware-Angriff unter dem Namen WannaCry 2.0 beteiligt. Der enorm zerstörerische Angriff führte dazu, dass Hunderttausende von Computersystemen im Austausch gegen Kryptowährungs-Ransom-Zahlungen eingefroren wurden.

Die anderen beiden Gruppen gelten als Ableger der Lazarus-Gruppe. In der Pressemitteilung heißt es, dass Bluenoroff sich auf Hintertür-Einbrüche und Phishing-Angriffe spezialisiert hat. Sie wurde erstmals 2014 festgestellt. Seitdem hat sie versucht, mehr als 1,1 Milliarden Dollar von verschiedenen Finanzinstituten zu stehlen – einschließlich Kryptowährungsbörsen.

Laut der Pressemitteilung konzentriert sich die zweite Splittergruppe, Andariel, mehr auf bösartige Cyberaktivitäten gegen andere Unternehmen und Regierungsbehörden. Die Gruppe wurde mit Hacking-Poker- und Glücksspiel-Websites sowie Geldautomaten in Verbindung gebracht. Es ist auch bekannt, dass sie südkoreanische Regierungs- und Militärangehörige auswählt, um Informationen zu sammeln.

Textnachweis: newsbtc

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