Litecoin-User auf Binance wurden Opfer einer Dusting Attacke – so kannst du dich davor schützen

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Litecoin-Nutzer auf Binance fielen Anfang dieser Woche einer groß angelegten Dusting-Attacke zum Opfer. Obwohl entsprechende Angriffe nicht annähernd so gefährlich sind wie Phishing, hilft es zu wissen, wie man sich und seine Krypto-Assets vor Dusting-Attacken schützen kann.

Börsen melden immer mehr Dusting-Attacken

Bösartige Angriffe waren der Kryptoindustrie noch nie fremd. Hacks, Diebstähle, Phishing, Kryptojacking, Ransomware, etc. – all das sind Arten von bösartigen Angriffen, an die sich die meisten Krypto-Anwender vermutlich bereits gewöhnt haben. Je reifer die Branche wird, desto fortschrittlicher werden allerdings auch die Betrügereien.

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Etwa Dusting-Attacken. Diese Art von Angriff ist relativ neu. Sie zielt darauf ab, die Privatsphäre von Krypto-Usern zu deanonymisieren. Der Binance Academy zufolge senden Angreifer hierbei winzige Mengen eines Tokens („Dust“) an Dutzende oder sogar Hunderte Benutzer. Die Beträge sind in der Regel so gering, dass normale User sie normalerweise gar nicht bemerken.

Betrüger „dusten“ also eine große Anzahl von Krypto-Adressen. Diese werden dann später analysiert, um festzustellen, welche zum gleichen Wallet gehören. Das ultimative Ziel dieser Analyse ist es, die gedusteten Adressen mit ihren Besitzern zu verknüpfen und diese Informationen dann dafür zu verwenden, sie zu erpressen.

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Während sich Dusting-Attacken ursprünglich nur auf Bitcoin-Adressen konzentriert haben, sind auf Binance nun auch Litecoin-User Opfer dieser Art von Angriffen geworden.

So schützt du dich vor Dusting-Attacken

Die Angreifer, die eine große Anzahl von Krypto-Adressen „dusten“, hoffen, dass die Kleinstmengen – meist nicht mehr als ein paar Satoshis oder 0,00000000001 BTC – mit einer nicht verbrauchten Transaktionsausgabe vermischt werden. In diesem Fall kann der Dust als Input für eine neue Transaktion verwendet werden, die verfolgt werden kann.

Wenngleich man Dusting-Attacken nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, so sind sie dennoch keine allzu große Bedrohung. Bewegt ein Benutzer die geschickte Menge an Dust nicht, ist der gesamte Angriff wirkungslos. Dennoch sollten User, die ihre Gelder in hot storage aufbewahren, Maßnahmen zum Schutz ergreifen. Denn: Der relativ harmlose Angriff könnte unbemerkt möglicherweise viel Schaden anrichten.

Ilir Gashi, Community-Manager der Litecoin Foundation, schlägt vor, für jeden Trade auf der Blockchain unterschiedliche Adressen zu verwenden. Dies werde die Blockchain-Überwachung verwirren und die Verfolgung der Transaktionen „sehr schwierig“ machen.

Darüber hinaus können Benutzer auch andere Techniken zur Verbesserung der Privatsphäre anwenden. In einem Medium-Post schlug Gashi Methoden wie das Mixen von Coins, die Verwendung von Tor oder jedem anderen VPN vor, um IP-Adressen umzuleiten und sogar die Wiederverwendung von Adressen zu vermeiden.

Für Litecoin-User empfiehlt er die Verwendung von Apps wie dem Lightning Network oder CoinJoin auf der Litecoin-Blockchain. Diese würden einen besseren Datenschutz bieten als Transaktionen, die ausschließlich on-chain erfolgen.

Grundsätzlich gilt: Alle Coins, die in hot storage aufbewahrt werden, sind vom Dusting bedroht. Nur User, die ihr Geld in Offline-Wallets aufbewahren, sind davor sicher. Benutzer, die glauben, dass sie gedustet wurden, können alle Coins der betroffenen Adresse mit einem Dienst wie Ellipal oder Changelly in eine andere Kryptowährung konvertieren.

Textnachweis: cryptoslate

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Ich beschäftige mich seit einigen Jahren täglich mit dem Thema Kryptowährungen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, die komplexe Materie einfach darzustellen.