Litecoin-Wallets werden von großflächigen Dusting Attacken getroffen – was passiert?

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Berichten zufolge sind Litecoin-Wallets von einer neuen Art von Cyberangriff betroffen, der als „Dusting“ bezeichnet wird. Das hat die LTC-Märkte zwar nicht beeinflusst, Krypto-Trader und -Halter sollten aber davon wissen. Die Binance Academy gab hierzu nun eine Erklärung ab.

Litecoin wird gedustet?

In den letzten Stunden häuften sich auf Krypto-Twitter Berichte über einen neuen Cyber-Angriff auf Litecoin-Nutzer. Binance Academy twitterte eine Warnung, die zu einer detaillierten Erklärung führte.

Vor etwa 5 Stunden gab es einen großen Staubangriff auf @Litecoin-Nutzer.

Kurz gesagt: Von einer Dusting-Attacke spricht man, wenn Betrüger versuchen, die Privatsphäre einer Kryptowährung, in diesem Fall Litecoin, zu brechen, indem sie winzige Mengen davon an private Wallets schicken. Die Angreifer versuchen dann, die Transaktionsaktivitäten dieser Wallets zu verfolgen, um die Identität der Person zu ermitteln, denen sie gehören.

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Der Begriff „Dusting“ bezieht sich auf die winzigen Fraktionen von Krypto-Coins, welche die meisten Benutzer ohnehin ignorieren. Ein paar hundert Satoshis können als „Dust“ (also Staub) bezeichnet werden, da die Summe so klein ist, dass die meisten Menschen sie nicht einmal bemerken würden. „Dust“ ist auch bei Krypto-Börsen weit verbreitet, da die Überreste von Transaktionen in Wallets verbleiben und nicht mehr verwendet oder übertragen werden können.

In den Fällen von BTC und LTC ist Dust definiert als jede Transaktionsausgabe, die niedriger ist als die Gebühren für diese Transaktion. Eine Dust-Grenze kann dann nach der Größe der Ein- und Ausgänge berechnet werden, für Bitcoin meist einige hundert Satoshis. Transaktionen, die kleiner oder gleich der Dust-Grenze sind, werden abgelehnt, indem Nodes als Spam validiert werden.

Indem sie ein wenig Dust auf mehrere Krypto-Wallets schicken, können Betrüger die Transaktionen überwachen, um mögliche Verbindungen zwischen ihnen aufzudecken. Das ultimative Ziel ist es, die Unternehmen oder Eigentümer dieser Wallets zu identifizieren und weitere Betrugsfälle wie Phishing-Angriffe durchzuführen.

Bitcoin war normalerweise das Ziel der Wahl, aber heute scheinen Litecoin-Anwender belagert zu werden. Einige Wallet-Anbieter bieten Sicherheitsvorkehrungen wie z.B. „Nicht ausgeben“-Optionen für winzige Teile von Krypto-Coins. Wenn der Dust nicht bewegt wird, wird der Angriff vereitelt.

LTC-Märkte unbeweglich

LTC-Preise und -Märkte sind von dieser Art von Angriff nicht betroffen. Es zielt in keiner Weise auf das Netzwerk ab und ist weitgehend auf Social Engineering angewiesen, um erfolgreich zu sein.

Textnachweis: bitcoinist

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