„Stoppt Facebooks Libra!“ – US-Verbraucherschutz warnt Regulierungsbehörden

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Eine lange Liste von US-Verbrauchervertretern hat die amerikanischen Regulierungsbehörden aufgefordert, Facebooks Vorstoß in den Krypto-Asset-Bereich zu bremsen. Eine breite Koalition betroffener Parteien hat heute Morgen ein Schreiben an verschiedene Behörden veröffentlicht.

Die Gruppen behaupten, Libra zu nutzen berge zu hohe Risiken. Facebooks Aktivitäten diesbezüglich sollen daher zunächst eingestellt werden, bis das Unternehmen eine lange Liste von Fragen beantwortet.

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Immer mehr Unternehmen verlangen Antworten bezüglich Facebooks „Krypto“-Versuch

Am 18. Juni hat der Social-Media-Riese seine vieldiskutierte digitale Währung „Libra“ vorgestellt. Seitdem äußern immer mehr Regierungsbehörden Bedenken bezüglich des Projekts, das 2020 veröffentlicht werden soll.

Die jüngste Gruppe, die sich gegen das Krypto-Asset-Projekt ausspricht, ist eine Ad-hoc-Koalition von 33 Verbraucherschutzgruppen. Unter ihnen: Public Citizen, das Economic Policy Institute und das Center for Digital Democracy.

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Die Gruppe hat heute Morgen einen Beschwerdebrief an die US-Regulierung geschickt. Zu den Empfängern der Beschwerde gehören die US Securities Exchange Commission, die US Federal Trade Commission, das Office of the United States Trade Representative und die U.S. Commodity Futures Trading Commission. Die Liste der Bedenken wurde auch an Calibra geschickt, die kürzlich gegründete Tochtergesellschaft des Social-Media-Unternehmens.

In der Beschwerde wird behauptet, dass die Regulierungsbehörden angesichts des Mangels an Informationen unmöglich wissen können, wie sich Libra auf die globalen Finanzen und infolge auf den Verbraucherschutz auswirken wird:

Das US-Regulierungssystem ist nicht bereit, diese Fragen zu beantworten. Auch die Regulierungssysteme anderer Nationen oder internationaler Institutionen sind es nicht… Wir alle glauben, dass die Risiken, die Facebooks Vorschlag mit sich bringt, zu groß sind, um es zu ermöglichen, mit so vielen unbeantworteten Fragen fortzufahren.

Die im Schreiben gestellten Fragen betreffen Sicherheitsaspekte, Verbraucherschutz, Geldwäschebekämpfung, ob sie durch Absprachen zwischen den Mitgliedern manipuliert werden könnte und ob sie sich auf die nationale Souveränität der Entwicklungsländer auswirken würde.

Der Brief schließt mit einer Aussage:

Der Facebook-Vorschlag muss auf Eis gelegt werden, bis diese zahlreichen und grundlegenden Fragen geklärt sind.

Mit seinem angekündigten Ausflug in den Krypto-Asset-Bereich hat Facebook die Aufmerksamkeit von Gesetzgebern der ganzen Welt auf sich gezogen.

Regulierungsbehörden in den USA, Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern haben alle ihre Besorgnis über die Ambitionen des in San Francisco ansässigen Unternehmens zum Ausdruck gebracht.

In Europa wurde eine G7-Task Force zusammengestellt, die den Regulierungsbehörden helfen soll, den Umfang des Projekts und seine voraussichtlichen Auswirkungen auf die globale Finanzwirtschaft besser zu verstehen.

Allerdings scheint nicht jede Regierungsbehörde auf der ganzen Welt über Facebooks Libra gleich besorgt zu sein. Vor kurzem berichtete eine inländische Nachrichtenpublikation über den russischen Finanzminister und erklärte, dass es für Libra keine Sonderregelungen geben werde. Sie würden vielmehr einfach in den Anwendungsbereich der allgemeinen Krypto-Assetregelungen fallen, die der Gesetzgeber des Landes derzeit festlegt.

Textnachweis: newsbtc

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