Raffinierter Bitcoin-Betrug veröffentlicht sensible Daten von 250.000 Menschen

Cybersicherheitsfirma Group-IB hat einen Betrug erkannt, der persönliche Daten mit gefälschten Zeugenaussagen von Prominenten kombiniert, um potenzielle Opfer anzulocken.

Die Ermittler haben einen weit verbreiteten Bitcoin-Betrug aufgedeckt, bei dem persönliche Informationen dazu benutzt werden, Investoren um ihre Kryptowährungen zu betrügen. Der mutmaßliche Betrug nutzt gefälschte Promi-Befürwortungen, um auf Investment-Websites zu werben.

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Durch den Betrug wurden persönliche Daten von fast 250.000 Menschen aufgedeckt

Ein ausgeklügelter Bitcoin-Betrug, der persönliche Informationen nutzt, um Personen ins Visier zu nehmen, hat Berichten zufolge Daten von fast 250.000 Menschen auf der ganzen Welt veröffentlicht.

Eine von der globalen Cybersicherheitsfirma Group-IB durchgeführte Untersuchung ergab, dass die überwiegende Mehrheit der Opfer aus Großbritannien stammt – über 147.000 Fälle stammen von dort. An zweiter Stelle steht Australien mit über 82.000 Menschen.

Wie der Bitcoin-Betrug funktioniert

Der Betrug lockt die Opfer mit einer Textnachricht, in der ihnen die Chance versprochen wird, durch ein von Prominenten finanziertes Investitionsprogramm ein Vermögen zu machen. In die Nachricht eingebettet ist eine URL mit dem Namen oder der Telefonnummer des Opfers. Berichten zufolge leitet die URL zu einer Website um, die sich als lokale Nachrichtenagentur ausgibt – die unterscheidet sich je nach Region des Opfers. Einheitlich war jedoch die Verwendung von gefälschten „Prominenten“-Interviews, mit denen unterschiedliche Krypto-„Investment“-Plattformen angepriesen wurden.

Klickt man auf einen Link innerhalb des gefälschten Artikels, wird man zu verschiedenen Bereichen weitergeleitet, darunter „Crypto Cash“, „Bitcoin Rejoin“, „Bitcoin Supreme“ und „Banking on Blockchain“. Nach der Weiterleitung kommt das Opfer zu einem Registrierungsformular, in dem seine Daten vorausgefüllt sind.

In der letzten Phase des vermuteten Betrugs werden die Benutzer gebeten, „ihr Konto zu aktivieren“, wofür sie etwa 0,03 Bitcoin ($276) zahlen müssen.

Bezüglich der Art und Weise, wie die Drahtzieher an die persönlichen Daten gelangt sind, so berichten Forscher, dass sie entweder auf betrügerische Weise erworben oder im Dark Web gekauft wurden.

Die Cybersicherheitsfirma hat inzwischen die zuständigen Behörden informiert.

Ein Klassiker im neuen Gewand

Leider handelt es sich hierbei nicht um ein besonders neues Phänomen. Im Kryptoraum wimmelt es von Betrügereien, die mit Promis locken – Bill Gates ist nur einer davon. Diese spezielle Abzocke unterscheidet sich in ihrer Raffinesse, indem sie einen „komplexen dreistufigen Betrug“ benutzt, um potenzielle Opfer anzulocken.

Im vergangenen Jahr warnte die britische Finanzaufsicht vor diesen Betrügereien und stellte fest, dass die Opfer um 34 Millionen Dollar betrogen wurden. Die aktuelle Warnung deutet jedoch darauf hin, dass die Betrüger ihre Anstrengungen verstärken, um die Opfer von ihren Bitcoins zu „befreien“.

Textnachweis: Decrypt, Will Heasman

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