Ethereum verliert scharenweise User – Binance-Smart-Chain die bessere Alternative?

Es ist mal wieder soweit: Ethereum sieht neue Höchststände – und die Gasgebühren explodieren. Das treibt zahlreiche User zu konkurrierenden Chains wie der Binance-Smart-Chain. Verlagert sich DeFi von Ethereum zu BSC?

Zwar ist der gesamte DeFi-Bereich seit letztem Sommer regelrecht explodiert. Allerdings trifft das gleiche auf auf die Gebühren zu: 24,06 Dollar kostet eine durchschnittliche Transaktion auf Ethereum aktuell laut Blockchair.com.

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Brechen die Gebühren ETH das Genick?

Der Zustand hält bereits seit Wochen an, das gesamte ETH-Ökosystem leidet darunter. Gaming, NFT, DeFi – die Gebühren übersteigen häufig die eigentliche Höhe der Transaktion, was dem Netzwerk einen schweren Schlag versetzt.

Immer mehr User suchen deshalb nach Alternativen und wandern ab, etwa zur Binance Smart Chain. Changpeng Zhao, CEO der Krypto-Börse Binance, kommentiert auf Twitter bullish den Erfolg seiner Binance-Chain. Die hat in puncto tägliche Transaktionen nämlich gerade zum ersten Mal Ethereum übertroffen:

Inwiefern sich das dezentrale Finanzwesen (DeFi) nun tendenziell weg von Ethereum und hin zu anderen Chains bewegt, bleibt abzuwarten. Große Teile der Krypto-Community beklagen die hohen Kosten jedoch und sehen sie als Bedrohung für Ethereum.

DeFi könnte die Finanz-Industrie umkrempeln: neuer Bericht

Unabhängig davon bescheinigt ein neuer Bericht einer US-Regionalbank dem DeFi-Bereich enormes Potenzial. Demnach könnte DeFi sogar einen „Paradigmenwechsel in der Finanzindustrie“ auslösen.

Hintergrund: Mit „DeFi“ sind hauptsächlich Finanzdienstleistungen gemeint, die automatisiert zwischen Privatleuten vorgenommen werden – ohne z.B. eine Bank als Mittelsmann. Kreditaufnahme und -vergabe ist beispielsweise ein großes Feld.

Nun hat die St. Louis Federal Reserve, eine der 12 Regionalbanken des US-Zentralbankensystems, das Potenzial dieser dezentralen Finanzwirtschaft analysiert.

Professor Fabian Schär von der Universität Basel, spezialisiert auf Distributed-Ledger-Technologien und Fintech, schreibt darin: DeFi ist zwar noch eine, die Branche wachse aber schnell:

„Das spektakuläre Wachstum dieser Vermögenswerte zusammen mit einigen wirklich innovativen Protokollen deutet darauf hin, dass DeFi in einem viel breiteren Kontext relevant werden könnte und hat das Interesse von politischen Entscheidungsträgern, Forschern und Finanzinstituten geweckt.“

Schär hält es für möglich, dass DeFi im Laufe seiner Entwicklung die Finanzindustrie verändern kann:

„DeFi könnte zu einem Paradigmenwechsel in der Finanzindustrie führen und potenziell zu einer robusteren, offeneren und transparenteren Finanzinfrastruktur beitragen.“

Ob es Ethereum bis dahin vielleicht auch gelingt, die ausufernden Gebühren in den Griff zu kriegen? Du kannst dir die gesamte DeFi-Analyse hier anschauen.

Zuletzt aktualisiert am 11. Februar 2021

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