Neuer Wirbel um Binance: Der weltgrößten Krypto-Börse wird Insider-Trading vorgeworfen

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US-Behörden ermitteln offenbar erneut gegen die weltgrößte Kryptobörse Binance. Es geht um möglichen Insiderhandel und Marktmanipulation. Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen nach monatelangen Querelen mit Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt neu auf. Der erste Schritt soll die Einrichtung eines Firmenhauptquartiers sein.

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Wo sitzt Binance?

Einem „Bloomberg“-Bericht zufolge wird untersucht, ob Binance oder seine Mitarbeiter Kunden übervorteilt haben. Anonymen Hinweisgebern zufolge hätten Ermittler der „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) in den letzten Wochen Kontakt zu potenziellen Zeugen aufgenommen.

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Parallel dazu möchte die nach Volumen größte Kryptobörse der Welt einen offiziellen Hauptsitz einrichten, um regulatorischen Bedenken zu begegnen. Denn: Auch abgesehen von den jüngsten Vorwürfen befindet sich der Exchange bereits seit Monaten im Fokus weltweiter Regulierungsbehörden. Unter anderem soll die Börse angeblich Dienstleistungen ohne Lizenz angeboten haben (wir berichteten). Binance.com operiert als globales Unternehmen, ist angeblich auf den Seychellen registriert und auf den Cayman-Inseln eingetragen.

Um zukunftssicher aufgestellt zu sein, möchte das Unternehmen nach eigener Aussage nun umfassend mit den Behörden zusammenarbeiten und „proaktiv“ tätig werden. Dazu zählt nun offenbar auch ein ordentlicher Firmensitz. Binance-Gründer und -CEO Changpeng Zhao hatte zuvor zwar jahrelang die Wichtigkeit von Dezentralisierung betont und erklärt, Binance habe und benötige kein Hauptquartier. Im Interview mit der South China Morning Post schlägt der bekannte Krypto-Unternehmer nun aber ganz andere Töne an:

„Vor vier Jahren wollten wir uns die Dezentralisierung zu eigen machen, aber wir betreiben eine zentralisierte Börse. Wir brauchen eine Veränderung, wir müssen uns verbessern. Diese Änderungen nehmen wir vor, um es den Regulierungsbehörden zu erleichtern, mit uns zusammenzuarbeiten.“

„Wir brauchen eine zentralisierte Einheit“

Man habe erkannt, dass eine zentrale Einheit nötig ist, um gut mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten. Man brauche klare Aufzeichnungen über die Eigentumsverhältnisse, die Transparenz und die Risikokontrolle der Beteiligten, so CZ. Als größter Akteur in der Branche müsse sich Binance zudem auf den Wandel vorbereiten. Entsprechend nehme man nun die angekündigten Änderungen vor.

Das bedeutet, so CZ:

„Wir brauchen eine zentralisierte Einheit mit klaren Cap-Tabellen, klaren Investoren, einem ordentlichen Vorstand, einer ordentlichen Governance, sehr transparenten KYC-, AML- (Anti-Geldwäsche-) und Risikokontrollen.“

Berichten zufolge plant der US-Arm von Binance zudem einen Börsengang innerhalb der nächsten drei Jahre. Gut möglich, dass das Unternehmen seine Haltung zum Thema Firmenquartier auch deshalb ändert.

Binance trotz Regulierungs-Ärger weiter auf Platz 1

Interessanterweise konnten selbst die zahlreichen Warnungen der Regulierungsbehörden Binance nicht vom Thron stoßen: Der Exchange befindet sich nach wie vor in puncto Trading-Volumen auf Platz 1. Daten von Nomics.com zufolge hat die Börse innerhalb der letzten 24 Stunden ein Volumen in Höhe von mehr als 58 Milliarden abgewickelt. Ob Binance auch künftig derart erfolgreich bleiben kann, bleibt abzuwarten.

Auch mittelfristig sind bei der Börse gravierende Änderungen geplant. Beispielsweise hat CEO Changpeng Zhao, bislang mehr oder weniger das Aushängeschild des Unternehmens, bereits seinen Rücktritt angekündigt. Das Unternehmen soll in nächster Zeit zu einem vollständig regulierten Finanzinstitut werden, offenbar läuft auch bereits die Suche nach einem neuen CEO, der Erfahrung im Bereich Regulierung vorweisen kann. Zhao wolle zwar weiterhin Chef bleiben. Aber nur so lange, bis sich jemand findet, „der einen besseren Job machen kann“, erklärt der Krypto-Milliardär.

Der Kurs des Binance-Tokens BNB hat auf die Nachrichten mit einem leichten Verlust reagiert. Quelle: Coinmarketcap.com

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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