Base-Token könnte Coinbase Milliarden einbringen

Potenzieller Coinbase Base Coin

Ein neuer Bericht der US-Großbank JPMorgan stellt Coinbase ein enormes Wachstumspotenzial in Aussicht, ausgelöst durch einen möglichen nativen Token für das firmeneigene Layer-2-Netzwerk Base.

Die Analysten prognostizieren eine langfristige Marktkapitalisierung des Base-Tokens zwischen 12 und 34 Milliarden US-Dollar. Sollte Coinbase rund 40 Prozent der Token halten, würde dies einem zusätzlichen Eigenkapitalwert von vier bis zwölf Milliarden US-Dollar entsprechen.

Die Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Base-Netzwerk zunehmend an Bedeutung gewinnt. Seit dem Start im August 2023 hat sich der auf Ethereum basierende Layer-2-Blockchain-Arm von Coinbase laut DefiLlama zu einer der führenden Lösungen entwickelt. Mit über fünf Milliarden US-Dollar Total Value Locked (TVL) und mehr als neun Millionen täglichen Transaktionen rangiert Base auf Platz sechs aller Blockchain-Netzwerke und sogar auf Platz eins unter den Ethereum-basierten Layer-2s.

Neue Monetarisierungspfade für Coinbase

Laut JPMorgan steht Coinbase mit Base am Beginn einer neuen Phase der Monetarisierung. Neben dem Onchain-Trading und den Erträgen aus dem Stablecoin USDC könnten durch die Einführung des Tokens neue Einnahmequellen erschlossen werden. Im Fokus steht dabei die tiefere Integration dezentraler Finanzstrukturen, etwa durch die Einbindung eines DEX-Aggregators in die Base-App. Diese Erweiterung soll es Nutzern ermöglichen, nahezu alle verfügbaren Krypto-Assets direkt über die App zu handeln.

Gleichzeitig prüft Coinbase Änderungen an seinem USDC-Ertragsmodell. Derzeit gibt das Unternehmen rund 400 Millionen US-Dollar an Zinseinnahmen jährlich an seine Kunden weiter. Künftig könnten diese Auszahlungen auf zahlende Kunden des Premium-Dienstes „Coinbase One“ beschränkt werden. Diese Maßnahme würde das Ergebnis um bis zu 374 Millionen US-Dollar jährlich verbessern. Robinhood hat dies mit seinem Gold-Programm bereits ähnlich umgesetzt.

Aktienkursziel angehoben, Token in Planung

Im Zuge dieser Entwicklungen hat JPMorgan das Kursziel für die Coinbase-Aktie auf 404 US-Dollar bis Dezember 2026 erhöht. Angesichts eines aktuellen Kursniveaus von rund 355 US-Dollar wäre dies ein Plus von etwa 14 Prozent. Die Aktie hat im Juli mit 430 US-Dollar ihr Allzeithoch erreicht, nachdem der US-Kongress das GENIUS-Stablecoin-Gesetz verabschiedet hatte.

Auch Coinbase selbst befeuert die Spekulationen um einen nativen Base-Token. Auf der BaseCamp-Konferenz im September bestätigte Projektleiter Jesse Pollak, dass ein solches Token „die Dezentralisierung beschleunigen und Entwicklern neue Möglichkeiten eröffnen“ könne. CEO Brian Armstrong erklärte auf X, man prüfe das Vorhaben, habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Kleine Token mit großem Potenzial

Während Schwergewichte wie Coinbase und JPMorgan um Milliardenbewertungen ringen, ziehen auch kleinere Projekte die Aufmerksamkeit findiger Anleger auf sich. Ein Beispiel ist Snorter, ein Token, der auf botgestützte Automatisierung und kreative Community-Mechaniken setzt.

Trotz begrenzter Marktkapitalisierung bietet das Projekt aufgrund seines frühen Entwicklungsstadiums und seiner technischen Ausrichtung ein interessantes Chancen-Risiko-Profil. Wer früh einsteigt und die Marktdynamik versteht, könnte überproportional profitieren.

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