ETF kaufen: So investieren Sie richtig

Exchange Traded Funds (ETFs) erfreuen sich bei Anlegern immer größerer Beliebtheit. Auch Kleinanleger können mit börsegehandelten Fonds mit geringem Risiko in Aktien investieren und höhere Renditen als bei Tages- oder Festgeld erzielen..

ETFs gibt es in vielen Formen, am bekanntesten ist der börsengehandelte Indexfonds. Doch wie ist ein Indexfonds aufgebaut? Wo kann man ETFs günstig kaufen? Welche Gebühren sind beim ETF kaufen zu beachten?

In diesem Beitrag erfahren Leser alles, was man über ein Investment in ETFs wissen muss. Dabei geben wir Tipps zum Kauf und gehen auf häufig gestellte Fragen und Risiken von ETFs ein.

Coincierge Icon 23Direkt in ETFs investieren

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ETF günstig kaufen – Die besten ETF Anbieter im Vergleich

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Was sind ETFs?

Bitcoin & Co Wann kommen endlich Krypto ETFsBei einem ETF handelt es sich um einen Nachbau eines Börsenindex. Im wohl denkbar einfachsten Fall würde die Fondsgesellschaft das Geld des Anlegers nehmen und in all jene Wertpapiere stecken, die sich im Index befinden –  vorwiegend handelt es sich hier um Anleihen oder Aktien. 

Wird als nachfolgendes Beispiel der DAX, der deutsche Aktienindex, herangezogen, so finden sich die 30 größten deutschen Unternehmen in dem gewählten Index. Entscheidet man sich nun für einen ETF, der in weiterer Folge den DAX abbildet, so würde man immer die 30 Aktien, die sich im DAX befinden, nachkaufen. Das heißt, der Wert des ETF entwickelt sich genauso wie der DAX, da dieselben Aktien gewählt wurden. Es kommt also zu einer Abbildung des Marktes.

Ein Aktienindex fasst in der Regel jene Unternehmen zusammen, die den meisten Wert haben – das heißt, der Börsenkurs wird mit der Aktienanzahl multipliziert. Das Ergebnis ergibt sodann den Börsenwert. Dabei handelt es sich auch fast immer um die beliebtesten Unternehmen für Investoren, da man hier durchaus weiß, in stabile Gesellschaften investiert zu haben.

Das Ziel eines börsengehandelten Indexfonds

Man will genau jene Rendite, die auch der Index erzielt. Mit einem ETF will man nicht den Markt schlagen, sondern einfach wie auch günstig am Geschehen teilnehmen und der Mehrheit folgen. Geht es darum, besser als der Markt zu sein, so muss man sich für aktiv gemanagte Fonds entscheiden. Mit einem börsengehandelten Indexfonds ist es unmöglich.

Welche Aktien am Ende im Index zu finden sind, kann sich zudem immer wieder ändern, weil die Zusammenstellung mehrmals pro Jahr überprüft wird. Hier reagiert auch der börsengehandelte Indexfonds – ändert sich nämlich die Index-Zusammensetzung, so kommt es auch gleich zu einer Anpassung, sodass man in keine „falschen“ Gesellschaften investiert.

Ein großer Vorteil beim ETF Investieren ist, dass  die Gebühren sind ausgesprochen gering.  Die ETF-Strategie kostet nämlich wesentlich weniger als ein klassischer Fonds, bei der die Aktien einzeln vom Fondsmanager ausgesucht werden müssen. Entscheidet man sich für einen börsengehandelten Indexfonds, so wird man nur eine geringe Provision für den Kauf (die Vermittlung) des ETF bezahlen müssen.

Positiv: Selbst die laufenden Kosten sind ausgesprochen niedrig – in der Regel machen die Kosten gerade einmal ein Siebtel jener Kosten aus, die ein aktiver Fonds verursacht. Stellt man den passiven Indexfonds dem aktiven Indexfonds gegenüber, so gibt es gravierende Unterschiede, die man im Vorfeld unbedingt berücksichtigen sollte:

 Passive IndexfondsAktive Indexfonds  
Das Anlageziel:Nachbildung des ReferenzindexDen Referenzindex schlagen
Die laufenden Kosten: 0,2 Prozent bis 0,5 Prozent/JahrRund 1,5 Prozent/Jahr
Einmalige Anschaffungskosten: Maximal 0,25 ProzentMaximal 5 Prozent
Gewinnbeteiligung:EntfälltMaximal 20 Prozent der Jahresrendite

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Das Wichtigste in Kürze – ETFs

Coincierge Icon 21 reverse

  • ETFs sind eine einfach Möglichkeit in eine große Auswahl an Aktien zu investieren, ohne alle in Form von Einzelaktien beitzen zu müssen
  • Durch ihre Größe und Diversifikation bieten ETFs geringe Kosten, hohe Sicheheit und eine Rendite, die nicht von der Kompetenz des jeweiligen Fondsmanagers abhängig ist.
  • Nahezu alle bekannten ETFs sind Index-ETFs. Das bedeutet ihre Wertentwicklung orientiert sich and er eines bekannten Aktienindex, wie dem S&P 500 oder dem MSCI World.
  • ETFs eignen sich auch besodners gut für langfristig orientierte Anlager, die per Sparplan regelmäßig(z.B. monatlich) investieren wollen. Viele Banken und Broker bieten einige ETF Sparläne sogar völlig kostenlos an, wodurch man hier die Ordergebühren einsparen kann.

Bauarten von ETFs

Soll ein bestimmter Aktienindex nachempfunden werden, so kann der Indexfonds hier diverse Wege gehen, um die Aufgabe zu erfüllen. In der Regel wird zwischen zwei Bauarten unterschieden, wobei sich hier auch die Art, wie der Anleger am Ende an den Unternehmensgewinnen beteiligt wird, unterscheiden kann.

Physischer ETFSynthetischer ETFAusschüttender ETFThesaurierender ETF

Physischer ETF

Werden einfach die im Index vorhandenen Wertpapiere (Aktien) nachgekauft, so spricht der Experte vom physisch replizierenden ETF. In ETF investieren mit dieser Variante ist besonders beliebt, weil physische ETFs verständlich und zudem auch ausgesprochen transparent sind. Der Anleger weiß, in welches Wertpapier sein Geld fließt.

Mitunter kann es aber auch sein, dass nicht alle im Index vorhandenen Aktien gekauft werden – wird nur eine optimierte Auswahl erworben, so handelt es sich um optimized sampling.

Synthetischer ETF

Der ETF-Anbieter kann sich, anstelle die Aktien ständig nachkaufen zu müssen, auch die Wertentwicklung von der Bank zusichern lassen. Die Bank bekommt im Gegenzug einen vom ETF-Anbieter übermittelten Korb, in dem sich bekannte Aktien befinden.

Dabei handelt es sich um einen Tausch, der für beide Seiten am Ende besonders günstig ausfallen kann.

Ausschüttender ETF

Wird vom Unternehmen ein Gewinn erwirtschaftet, so wird dieser in regelmäßigen Abständen an die Anleger ausgeschüttet – dabei handelt es sich um die sogenannte Dividende. Befinden sich im Fonds Aktien, so fließen die Dividenden zuerst an den Fonds. Jedoch kann die Ausschüttung dann an die Anleger weitergegeben werden.

Zu beachten ist jedoch, dass das natürlich den Wert des Fonds verringert. Von Vorteil ist hier jedoch  der Umstand, dass der Anleger sodann mit den Dividenden etwa die anfallenden Steuern bezahlen kann.

Thesaurierender ETF

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass die Dividenden auch dem Fondsvermögen gutgeschrieben werden. Hier handelt es sich sodann um einen thesaurierenden – also wiederanlegenden – ETF.

Derartige ETFs kann man jenen Anleger empfehlen, die langfristig ein Vermögen aufbauen möchten. Denn natürlich profitieren auch die wiederveranlagten Dividenden von der positiven Wertentwicklung – mitunter kann das Szenario auch mit dem sogenannten Zinseszinseffekt verglichen werden.

Wie kann ich einen ETF kaufen?

Einen ETF kaufen heißt konkret, in einen ETF investieren. Hierfür muss zunächst ein ETF Depot bei einem Online-Broker oder einer Direktbank eingerichtet werden. Nach Verifikation kann aus den verfügbaren ETFs gewählt werden und ein Investment erfolgen.

Die gekauften Fondsanteile werden im ETF Depot verwahrt. Jederzeit können  weitere Anteile gekauft oder bei Bedarf veräußert  werden. In welchen ETF investieren? Die Antwort darauf sollte sich nach den Anlagezielen und -präferenzen des Investors richten.

Wo kann ich ETFs kaufen?

ETFs kaufen kannst du über eine Online-Direktbank oder einen Online-Broker, bei dem du ein kostenloses ETF Depot einrichten kannst. Die klassische Filialbank kommt hingegen nicht infrage – hier will man dir nicht nur lieber einen teuren, aktiv gemanagten Fonds verkaufen; für ein Wertpapierdepot fallen hier kostspielige Depotgebühren an. Sofern du deine Anlagestrategie automatisieren möchtest, empfehlen wir dir einen Blick auf unseren ETF Sparplan Vergleich.

Der nachfolgende Depotvergleich listet empfehlenswerte Online Broker für den Kauf von ETFs:

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ETFs
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Anleihen
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  • Zahlreiche Auszahlungen
  • Seit über 20 Jahren tätig
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ETFs
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72,2% bis 80,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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  • Keine Gebühren für Ein- und Auszahlungen
  • Support über 20 Lokale Nummern
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Wie finde ich einen passenend ETF?

Wichtig bei der Auswahl des richtigen ETFs sind das Fondsvolumen, der abgebildete Index, die Kosten und die Art der Ertragsverwendung:

Fondsvolumen

Coincierge-Icon-26Das Fondsvolumen ist relevant, da kleine Fonds Gefahr laufen vom Emittenten eingestellt zu werden und sich damit möglicherweise weniger gut für langfristige Anlagen eignen. Dazu kommt, dass die Liquidität bei größeren Fonds im Normalfall deutlich besser ist, wodurch diese zu einem optimalen Kurs ge- und verkauft werden können.

Abgebildete Index

Coincierge Icon 20Der abgebildete Index ist von zentraler Bedeutung, da die Kursentwicklung des ETF von der Entwicklung des Indexwertes direkt abhängt. Zusätzlich kann man über den Index die grundsätzliche Ausrichtung und die Region, in der investiert wird, bestimmen. Für europäische Aktien sind der Euro Stoxx 50 und der noch breitere Europe Stoxx 600 beliebt.

Amerikanische Aktien bekommt man über den S&P 500 und Titel aus Industrieländern der ganzen Welt sind im MSCI World leicht zu finden. Den Schwellenländern kommt im MSCI World Emerging Markets besondere Bedeutung zu.

ETF Kosten

Coincierge Icon 9Die ETF Kosten kann man am besten anhand der Kennzahl mit dem Namen Total Expense Ratio (TER) ablesen. Bei großen und guten ETFs liegt dieser Wert normalerweise unter 0,5 % und häufig sogar weit darunter. Im Vergleich zu Aktienfonds mit meist mehr als 1,5 % TER sind das unschlagbar niedrige Kosten.

Ein weiterer wichtiger Kostenpunkt sind mögliche Gebühren beim eigenen Broker oder der eigenen Depotbank. Häufig besteht die Möglichkeit bei bestimmten ETFs die Vorteile eines kostenlosen Sparplans in Anspruch zu nehmen. Ob die beim gewünschten ETF möglich ist, sollte man vorher genau prüfen.

Art der Ertragsverwendung

IconZu guter Letzt haben wir noch die Art der Ertragsverwendung. Hier ist die Frage, ob man die Dividenden der Firmen im ETF gerne ausgeschüttet bekommen möchte, oder ob man eine automatische Reinvestition der Gewinne mit einem sogenannten thesaurierenden ETF wünscht.

Ausschüttende Fonds haben dabei den Vorteil von regelmäßigen Zahlungen. Die andere Variante hat den Vorteil, dass das ganze Geld im Fonds bleibt, was den Verwaltungsaufwand reduziert und die Fondsrendite einfacher ersichtlich macht.

Empfehlenswerte Aktienindizes

Ratsam ist, wenn in einen ETF investiert wird, der den globalen Aktienmarkt abdeckt und zudem auch thesaurierend ist, also die Dividenden in das Fondsvermögen fließen lässt. Aus diesem Grund können jene ETFs, die nachfolgende Aktienindizes nachbilden, durchaus empfohlen werden:

  1. MSCI World: Hier werden um die 1.600 Aktien aus der industrialisierten Welt abgedeckt.
  2. MSCI All Countries World: Hier werden über 2.500 Aktien aus der industrialisierten Welt und auch aus diversen Schwellenländern – dazu gehören etwa China, Brasilien und Indien – gebündelt. Eine breitere Streuung ist fast nicht möglich.
  3. MSCI Socially Responsible Index: Hier sind Aktien von rund 400 Unternehmen enthalten, die besondere Sorgfalt auf soziale Standards, Management sowie die Umwelt legen – es handelt sich somit um nachhaltig wirtschaftende Aktiengesellschaften.

ETFs vs. Fonds – Was bringt mehr Rendite?

Der Streit ob passive ETFs oder aktiv gemanagte Fonds besser wären exisitert schon sehr lange und kann nicht ganz eindeutig beantwortet werden. Wissenschaftliche Studien und Analysen  ergeben eine Art Gleichstand

  • Bei einer fast ausschließlich positiven Marktentwicklung sind die passiven ETFs durch ihre günstige Gebührenstruktur und mitnahme aller signifikanten Anstiegsmomente klar im Vorteil. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben einige aktiv verwaltete Fonds dagegen sogar einen negative Redite erwirtschaftet, da sie durch Gebühren und Verpassen wichtiger Momente stark benachteiligt wurden.
  • In einem Markt der sich eher seitwärts bewegt udn weniger stark von einem konstanten Wachstum geprägt ist, haben gemanagte Fonds eine deutlich bessere Chance gegen die ETFs zu bestehen. Ein guter Fondmanager kann hier sehr gut zum Schutz des Kapitals beitragen und mit den richtigen Entscheidungen im richtigen Moment ist eine ordentliche Überrendite gegenüber passiven Fonds möglich.

Zusammenfassend lässt sich urteilen, dass fast alle verwalteten Fonds zwar versuchen den Markt zu schlagen und damit besser abzuschneiden, als einfache passive ETFs, aber das meist geringere Fondsvolumen, die deutlich höheren Gebühren und die Natur des Fonds als “aktiver” Händler gegenüber des passiven ETFs die Bedingungen für gemanagte Fonds deutlich verschlechtert.

In Marktphasen ohne konstantes Wachstum können Fonds allerdings eine lohnende Alternative sein, da die Manager die Möglichkeit haben aktiv auf die Krise zu reagieren. Ob und wie gut das klappt, hängt von den Fähigkeiten des Fondsmanagers und ein Stück weit auch vom Zufall ab.

Ihr Kapital ist im Risiko.

Gründe für den Kauf von ETFs

IconETFs haben umfassende Vorteile, wenn man Sie mit Einzelaktien oder sogar verwalteten Aktiv-Fonds vergleicht. Die wichtigsten Vorteile sind folgende:

  • Breite Streuung & hohe Sicherheit: ETFs investieren in hunderte oder tausende Aktien und sind so sehr breit am Markt beteiligt. Probleme bei einigen wenigen Werten können der Portfolio-Performance so nur wenig anhaben und man profitiert von der stabilen Wertentwicklung
  • Geringe Kosten & hohe Transparenz: ETFs “kopieren” einen Aktienindex, wodurch sich der Verwaltungsaufwand und damit auch die Kosten sehr stark in Grenzen halten. Ihre Zusammensetzung aus Einzelwerten kann man sehr leicht über den jeweiligen Index nachvollziehen.
  • Keine Outperformance & keine Underperformance: Mit einem ETF wird man zwar in den meisten Fällen den Markt nicht schlagen, aber das ist auch nicht das Ziel. Durch die geringen Kosten und die Übernahme der Index-Aktien profitiert man mit einem ETF von der Entwicklung des Gesamtmarktes und riskiert so nicht, auf die falschen Unternehmen gesetzt zu haben.

ETF Gebühren im Überblick

Wer ETFs kaufen und in weiterer Folge sicher verwahren möchte, der muss nicht unbedingt eine Filialbank aufsuchen. Zu beachten ist, dass die Gebühren, die Banken für ein Wertpapierdepot verlangen, natürlich am Gewinn nagen – sehr wohl kann man auch die Gebühren sparen, sofern man sich für ein  kostenloses Online-Depot  entscheidet. Derartige Angebote werden in der Regel von Direktbanken oder auch von im Internet agierenden Wertpapierhändlern, den sogenannten Online-Brokern, zur Verfügung gestellt.

Wurde das Depot eröffnet und auch schon die Frage beantwortet, in welchen Index investiert werden soll, so hat es der Anleger beinahe schon geschafft. Nun braucht man nur noch die sogenannte Kennnummer (kurz: WKN) oder Wertpapier-Identifikationsnummer (kurz: ISIN) – einfach die Nummer in das dafür vorgegebene Suchfeld tippen und sodann den Anweisungen folgen, die auf dem Bildschirm erscheinen.

MSCI WorldMSCI All Countries WorldMSCI Socially Responsible Index
iShares ISIN: IE00B4L5Y983iShares ISIN: IE00B6R52259iShares ISIN: IE00B57X3V84
Source ISIN: IE00B60SX394SPDR ISIN: IE00B44Z5B48UBS ISIN: LU0629459743
Xtrackers ISIN: LU0274208692

In der Regel werden ETFs von speziellen Fondsgesellschaften wie auch Banken aufgelegt:

  • In Europa ist die größte wie auch bekannteste ETF-Marke iShares, die zu dem Vermögensverwalter Blackrock gehört.
  • Xtrackers gehört zu der DWS Fondsgesellschaft – diese gehört mehrheitlich zur Deutschen Bank.
  • Lyxor gehören zu der französischen Société Générale.
  • Comstage gehört zu der im deutschsprachigen Raum wohl bekanntesten ETF-Marke, die zu Beginn noch zu der Commerzbank gehörte und jetzt Teil der Société Générale ist.
  • Zu den britischen Anbietern gehören Source und SPDR.

Ihr Kapital ist im Risiko.

Tipps von Coincierge zum ETF Kaufen

Tipp 1: Mehrere ETFs können sinnvoll sein.

Coincierge Icon 19Anleger, die einen ETF kaufen möchten, haben meist einen ganz konkreten ETF im Kopf. Je nach eigener Anlagestrategie und -präferenz kann ein Investment in mehrere ETF sinnvoll sein, um im Portfolio eine bessere Risikostreuung zu erzielen.

Ein gängiges Beispiel ist etwa ein Investment in einen S&P500-ETF, um am US-amerikanischen Markt zu partizipieren, während mit einem Stoxx 50-ETF eine breit gestreute Investition am europäischen Markt erreicht werden kann. Möchte man verstärkt in Deutschland investieren, eignet sich ein DAX ETF im Portfolio.

Tipp 2: Beachten des Zusammenhangs von Liquidität und Gebühren.

Coincierge Icon 9ETF mit ihren geringen Gebühren helfen, eine höhere Rendite als bei teuren aktiv gemanagten Fonds zu erreichen. Die Höhe der ETF Gebühren richtet sich dabei vor allem nach der Beliebtheit und Liquidität des börsengehandelten Indexfonds.

Umso intensiver ein ETF gehandelt wird, desto höher die Liquidität und folglich desto geringer die Gebühren. Dabei gilt wiederum: umso größer der Börsenindex, desto mehr wird er gehandelt. Ein DAX ETF ist daher günstiger als etwa ein ETF auf den österreichischen ATX Index.

Tipp 3: ETFs kaufen erst nach Lesen des ETF Factsheet.

Coincierge Icon 20Was der Prospekt für eine Aktie oder einen Fonds, das ist das Factsheet für den ETF. Gemäß Vorgaben durch die European Securities and Markets Authority (ESMA) müssen Fondsgesellschaften für jeden aufgelegten ETF einen ausführlichen Factsheet publizieren.

Darin werden unter anderem die Risikostufe des Investments, die Namen der zuständigen Verwalter, der Bezugsindex, die vergangene Kursperformance, alle enthaltenen Titel und die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) angegeben. ETF kaufen sollte man erst nach sorgfältiger Lektüre des ETF Factsheet.

Tipp 4: Regelmäßig investieren in kleineren Beträgen, etwa mit ETF-Sparplan.

Coincierge Icon 16Den optimalen Zeitpunkt für ein Investment in die Aktienmärkte erkennt man leider erst immer im Nachhinein. Das berüchtigte „Timen“ des Marktes ist leider nicht möglich. Genau darum hat sich die Cost Averaging-Strategie bewährt: regelmäßig kleinere Beträge investieren.

So kauft man zu höheren und niedrigeren Kursen, vermeidet bei überhöhten Preisen zu viel zu investieren. Das ETF kaufen kann mit einem ETF Sparplan, wie er von vielen Direktbanken angeboten wird, automatisiert werden. Per Dauerauftrag wird regelmäßig der gleiche Betrag investiert, die eigene Disziplin geschont und die Anlagestrategie konsequent verfolgt. Selbst mit kleinen Beträgen kann man so Vermögen aufbauen.

Tipp 5: Wähle den richtigen Ausstiegszeitpunkt.

Coincierge Icon 21 reverseJeder Anleger hat die Wahl, entweder monatlich, viertel- oder halbjährlich zu investieren, also immer wieder kleinere Beträge zu bezahlen, oder auch eine größere Summe zu veranlagen. Der Zeitpunkt, wann mit dem Fondssparplan begonnen wird, spielt keine wesentliche Rolle –  viel wichtiger ist der sogenannte Ausstiegszeitpunkt. 

Wer weiß, dass er in den nächsten fünf Jahren das Ersparte benötigt, der sollte nicht damit spekulieren, dass sich die Börsenkurse zu dieser Zeit derart entwickelt haben, dass ein Ausstieg empfohlen werden könnte.

Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn das ETF-Vermögen immer nur Schritt für Schritt reduziert wird. Das bedeutet, man verkauft immer wieder ETF-Anteile und parkt das sodann freigewordene Geld auf einem Tagesgeldkonto.

Handelt es sich um ein renditeorientiertes Portfolio, so ist es ratsam, wenn der Anleger um die 20 Prozent des Vermögens auf einem Tagesgeldkonto hat, damit er jederzeit einen Zugriff auf einen Teil seines Geldes hat. So kommt er also auch nicht in eine Notlage, wenn nicht vorhersehbare Anschaffungen getätigt werden müssen. Die restlichen 80 Prozent können problemlos in ETFs investiert werden.

Was passiert, wenn Insolvenz angemeldet wird?

Für jeden Fonds wie auch für ETFs gilt: Geld, das man in Fondsanteile gesteckt hat, ist ein Sondervermögen und somit geschützt. Das heißt, man muss keine Angst haben, sofern man erfährt, dass der ETF-Anbieter Insolvenz anmelden musste – die Fondsanteile gehören immer dem Anleger.

Das Gesetz schreibt hier im Detail vor, dass eine Fondsgesellschaft das Geld der Kunden und die Fondsanteile immer getrennt vom eigenen Unternehmensvermögen aufbewahren muss. Das Geld wird in der Regel bei den unabhängigen Depotbanken verwahrt. Die ETF-Anbieter iShares wie Xtrackers nutzen hier das Angebot der in Luxemburg wie Irland sitzenden State Street Bank. Comstage nutzt hingegen die Dienste der BNP Paribas.

So wird nämlich verhindert, dass das Vermögen der Anleger, sofern es tatsächlich zu einer Pleite der Fondsgesellschaft kommt, direkt in die Konkursmasse fällt, mit der sodann die Ansprüche der Gläubiger bedient werden sollen. Ist die Fondsgesellschaft finanziell am Ende, so wird  die Verwaltung des ETF von der Depotbank  übernommen. Das kann entweder dauerhaft sein oder mitunter so lange, bis die Fondsanteile von einem anderen ETF-Anbieter gekauft wurden.

Ist hingegen die Depotbank insolvent, so müssen die Fondsanteile in weiterer Folge an einen anderen Treuhänder übergeben werden – ein Vorgang, der auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Der neue Treuhänder übernimmt sodann die Rolle als Verwahrstelle. Ein derartiger Vorfall bringt ebenfalls keine Nachteile mit sich.

Fällt der Broker oder auch die Online-Bank, bei dem das persönliche Depot geführt wird, aus, so muss man sich also keine Sorgen machen – es findet sich mit Sicherheit ein Treuhänder, der sodann das Depot übernimmt und zugleich auch zum neuen Ansprechpartner wird.

Ihr Kapital ist im Risiko.

Welche Methode ist ungefährlicher?

Die Mehrheit der Anleger ist der Meinung, dass es durchaus sicherer ist, wenn der ETF-Anbieter die Indexaktien nachkauft – also physisch repliziert. Wohl auch deshalb, weil man sich dieses Vorgehen auch wesentlich einfacher vorstellen kann.

Anders hingegen, wenn man sich mit den Tauschgeschäften bei den synthetischen Fonds beschäftigt. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Prozess nur schwer nachvollzogen werden kann, glaubt man zudem auch, dass es sich hier um eine riskante Variante handelt. Zudem fürchtet man auch, dass man nicht den gesamten Indexwert zurückbekommt, nachdem der ETF-Anbieter Insolvenz angemeldet hat.

Realität: Das Risiko ist am Ende, sofern der Beteiligte – also die Bank als Tauschpartner oder auch der ETF-Anbieter – Insolvenz anmelden muss,  bei beiden ETF-Arten ausgesprochen gering Somit liegt in diesem Fall eigentlich nur die theoretische Wahrscheinlichkeit vor, dass man durch die Pleite eines Beteiligten sodann auch wirklich Geld verliert.

Physischer ETF

Hier kauft der ETF-Anbieter nicht alle Aktien, die sich im Index befinden. Handelt es sich um einen breit gestreuten Index, so etwa um den MSCI World, so besitzt der ETF-Anbieter nur eine optimierte Auswahl, die am Ende ausreicht, damit die Wertentwicklung problemlos abgebildet werden kann.

Jedoch verleiht der Anbieter zeitgleich auch Teile des Aktienbestands an andere Marktteilnehmer, die kurzfristig Aktien benötigen – das können etwa Investmentbanken oder auch Wertpapierhändler sein. Somit kann der ETF Geld hinzuverdienen und sodann auch eine höhere Rendite für die Anleger rausholen.

Die Wertpapierleihe ist natürlich streng reguliert und zudem auch besichert. Das heißt, der Händler, der sich von dem ETF-Anbieter sodann Aktien leiht, muss eine Sicherheit zur Verfügung stellen – so etwa Staatsanleihen hinterlegen. Am Ende jeden Handelstages kommt es sodann zur Überprüfung, ob die Staatsanleihen, die hinterlegt wurden, auch noch den Wert der geliehenen Aktien entsprechen. Ist das nicht der Fall, so muss der Wertpapierhändler weitere Sicherheiten nachschießen.

Mit diesem Vorgehen soll gewährleistet werden, dass sich der Wert des ETFs, obwohl Wertpapiere verliehen wurden, in der Nähe des Indexwerts befindet.

Synthetischer ETF

In diesem Fall lässt sich der ETF-Anbieter A von seinem Tauschpartner Bank B zusichern, dass dieselbe Wertentwicklung wie des Weltaktienindex MSCI erzielt wird. Im Gegenzug baut A das Trägerportfolio mit bekannten wie auch häufig gehandelten Aktien auf – die Wertentwicklung wird wiederum Bank B zugesichert. Die Partner gleichen zudem dann die unterschiedlichen Wertentwicklungen aus. Problematisch könnte es nur dann werden, wenn B Insolvenz anmeldet und die Wertentwicklung – wie vereinbart – nicht mehr liefern könnte.

Würde dieser Fall eintreten, so müsste der ETF-Anbieter A in weiterer Folge auf das eigene Portfolio zurückgreifen und dieses zu Geld machen. Hat der Aktienkorb einen geringeren Wert als der Weltaktienindex MSCI, so müsste der ETF-Anbieter A die Sicherheiten, die von der Bank B hinterlegt wurden, anzapfen und in weiterer Folge verkaufen. Als Sicherheiten sind womöglich Bargeldbestände oder auch Staatsanleihen hinterlegt worden.

Der Anleger muss sich hier in der Regel keine Sorgen machen: In Europa herrscht eine derart strenge Regulierung, sodass Differenzen im Wert, also der Tauschwert, immer besichert werden müssen – seit Anfang 2017 sogar mit 100 Prozent.

Zu beachten ist auch, dass der Tauschwert täglich bestimmt wird – das bedeutet, dass mitunter auch Sicherheiten nachgeschossen werden müssen.

Wie sicher sind ETFs?

Da ETFs in nahezu allen Fällen einen breiten Aktienindex abbilden, glänzen Sie mit einer breiten Streuung des Kapitals und besitzen damit eine optimale Diversifikation. Dies bedeutet für den Anleger, dass, auch wenn eine oder mehrere Firmen komplett pleitegehen würden der Kurs des ETF nur geringfügig beeinflusst werden dürfte. Damit handelt es sich bei breit gestreuten ETFs grundsätzlich um eine  sehr sichere Anlageform Es gibt allerdings Unterschiede in der genauen Ausprägung von Diversifikation und Sicherheit:

  • Zum einen gibt es ETFs, die nur geringe Teile von Indizes abbilden. Zum Beispiel legt der SPDR S&P® U.S. Energy Select Sector ETF einen Fokus auf den Energiesektor und investiert so ausschließlich in Öl- und Gaskonzerne und sonstige Unternehmen aus der Energiewirtschaft. In Form einer Sektorwette kann das von Vorteil und gewollt sein, besonders wenn die Energiebranche im Aufschwung ist. Genauso hat man hier aber durch den Fokus auf diesen Sektor ein großes Risiko, wenn beispielsweise der Ölpreis fällt.

Ein ähnliches Phänomen sehen wir bei dem sehr beliebten MSCI World ETF: Dieser hat zwar den Anspruch die ganze Aktienwelt abzubilden, dennoch liegen hier über 65% des eingesetzten Kapitals in US-Firmen, obwohl die USA nur rund 15% der Weltwirtschaftsleitung ausmachen. Solche Dinge gilt es zu beachten.

  • Wenn man mit optimaler Sicherheit in ETFs investieren möchte, muss man darauf achten, breit angelegte Index-ETFs zu kaufen. Beispielweise bietet sich hier ein MSCI World ACWI ETF an, welcher den Schwellenländern eine stärkere Gewichtung zugesteht. Zusätzlich sollte man keine sehr großen Summen auf einmal in ETFs stecken, sondern per Sparplan über die Zeit, mehrere Käufe durchführen (z.B. monatlich). So erhält man einen Durchschnittspreis des Index und läuft nicht Gefahr, alles Geld zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt zu investieren.

Insgesamt hat eine ETF-Anlagestrategie dennoch enorme Vorteile gegenüber dem Investment in wenige Einzelaktien. Über einen ETF hat man die Möglichkeit durch Besparen von nur einem oder wenigen ETF-Titeln, in tausende wichtige Weltfirmen zu investieren und hat dadurch ein sicheres Portfolio, dass auch Wirtschaftskrisen ohne größere Probleme überstehen sollte.

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Total Expense Ratio – die wohl wichtigste Kennzahl

Ein Anleger, der herausfinden will, welche Kosten entstehen, wenn man in einen börsengehandelten Indexfonds investiert, sollte sich zuerst mit dem Wertpapierprospekt befassen oder sich die auf den Übersichtsseiten zu findende Total Expense Ratio (kurz: TER) näher ansehen.

Die TER drückt aus, wie stark die Rendite – pro Jahr – gemindert wird. Aus diesem Grund bezeichnet man die Total Expense Ratio auch als Effektivkostenquote oder Gesamtkostenquote.

Zu beachten ist, dass die TER die pauschalen Gebühren umfasst, die bei einem börsengehandelten Indexfonds für folgende Leistungen anfallen:

  • Verwaltung,
  • Erstellen der Anlegerinformationen,
  • Depotbank.

Zudem kommen noch die Mehrwertsteuer wie kleinere Gebühren hinzu. Die ETF-Anbieter schätzen die TER, die monatlich oder auch vierteljährlich vom Fondsvermögen abgezogen wird. In der Regel liegt die TER bei ETFs  zwischen 0,1 Prozent und 0,5 Prozent – und das pro Jahr. 

Transaktionskosten, die dann bezahlt werden, wenn Wertpapiere gekauft oder verkauft werden, sind aber nicht in der TER enthalten. Das heißt, die tatsächlichen Kosten sind immer eine Spur über der TER.

Das Risiko von ETFs

Immer wieder stellt sich nämlich auch die Frage, ob es nicht riskant ist, in ETFs anstelle in klassische Aktienfonds zu investieren. Vorweg: Wer sich für einen ETF entscheidet, der keinen Nischenmarkt nachbildet, sondern einen großen Aktienindex spiegelt, so ist das Risiko ausgesprochen gering.

Risikoklassen bei ETFs und Investmentfonds

Zur besseren Einschätzung von Risiko und Volatilität werden ETFs und auch aktiv gemanagete Investmentfonds in sogenannte Risikoklassen eingeteilt. Die aktuellste Klassifikation folg der EU Verordnung MiFID II von 2018 und teilt die Anlagegüter in 7 Klassen ein. Die Abstufungen unterschieden sich vor allem Hinsichtlich der Volatilität und dem Verlustrisiko.

Risikoklasse Typischer Maximalverlust Investmentgüter
1 ca. 0,1% Sparbrief, Tagesgeld
2 ca. 5% Rentenfonds, Kapitallebensversicherung
3 ca. 10% Mischfonds, Festzinspapiere, Euro-Anleihen
4 ca. 25% Aktien, ETFs mit soliden EU/US Standartwerten
5 ca. 50% OTC Aktien, Aktien und ETFs aus Drittländern
6 stark erhöht Optionen, Junk-Anleihen
7 maximal hoch Hedgefonds, gehebelte Anleihen/Aktien

ETFs werden je nach Qualität meist in die Kategorie 4 oder 5 eingeordnet. Eine noch genauere Risikobewertung findet man meist bei den Brokern selbst und das Verlustrisiko kann man gut durch einen Blick auf des vergangenen Kurs und das Fondsdatenblatt bestimmen.

Bekannte Kritik am Konzept der ETFs

1. Mit der immer größer werdenden Marktmacht verstärken ETFs den Abschwung.

Es ist richtig, dass ETFs Aktien verkaufen müssen, sofern im Zuge des Abschwungs Geld von den Anlegern abgezogen wird. Jedoch sollte man nicht glauben, dass das nur bei börsengehandelten Indexfonds der Fall ist – dasselbe gilt auch für die aktiv gemanagten Fonds. Am Ende sind nämlich nicht die Fonds für einen stärkeren Abschwung verantwortlich, sondern das sogenannte „prozyklische Verhalten“ der Anleger.

Man sollte also keine Panikverkäufe tätigen, sondern immer die Ruhe bewahren und sich immer wieder bewusst werden, dass man einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt.

2. ETFs halten eindeutig zu wenige Barreserven.

Ein häufiger Kretikpunkt ist, dass man in der Abwärtsphase seine Anteile nicht loswerden kann. In der Regel werden von ETFs weniger Barreserven als bei aktiv gemanagten Fonds gehalten. Die speziellen ETF-Händler, also Market Maker, die im Auftrag der diversen ETF-Fondsgesellschaften eingesetzt sind, werden jedoch wohl die ETF-Anteile abnehmen – die Behauptung, man könne die Anteile der Anleger nicht abnehmen, ist also unrichtig.

Dieses Szenario könnte erst möglich werden, wenn in liquide Nischenmärkte investiert wird, in denen sich kaum Anleger finden. In diesem Fall würde die ETF-Gesellschaft dann die Aktien, die hinterlegt sind, am Markt zu sehr schlechten Preisen oder – im schlimmsten Fall – gar nicht loswerden. Setzt man hingegen auf einen großen Aktienindex, so braucht man jedoch keine Angst vor einem derartigen Szenario zu haben.

3. ETFs sind besonders riskant, wenn sie auf US Dollar lauten.

Es gibt ein paar ETFs auf den MSCI World, die – wie der Index selbst – auf US Dollar lauten. Natürlich besteht hier gegenüber dem Euro ein Währungsrisiko – und zwar dahingehend, dass der Anleger nicht vollständig von der positiven Entwicklung des US Dollar-ETF profitieren kann. Der Anleger muss also etwaige „Abschläge“ hinnehmen, sofern parallel zu der positiven Entwicklung des Index der Euro aufgewertet hat.

An dieser Stelle muss jedoch erwähnt werden, dass Wechselkursänderungen, vor allem bei einem langen Anlagehorizont, kaum eine nennenswerte Rolle spielen. Wichtig ist, dass der Anleger auf eine breite Streuung achtet – und die wird dann erreicht, wenn in den MSCI World investiert wird, in dem sich 1.600 Titel befinden. Hier investiert man schlussendlich auch in 23 Länder.

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Alternativen zum Kauf von ETFs

Alternativen zu einer Investition über ETFs gibt es am Markt jede Menge. Bekannte Möglichkeiten sind z.B. das selbst zusammengestellte Portfolio aus Einzelwerten, Direktinvestments in Rohstoffe und auch neuere Gebiete wie Kryptowährungen und P2P-Kredite:

  • Die klassische Alternative zum Investment in ETFs ist natürlich das Investment in einzelne Unternehmensanteile also Einzelaktien. Dabei liegt es an den eigenen Entscheidungen, eine gute Auswahl an Einzelaktien von starken Unternehmen zu kaufen, um sich ein breites Portfolio zusammenzustellen. Man hat aber auch die Freiheit, ganz genau über jede Einzelaktie zu entscheiden. Hier sind sogar häufig Sparpläne zu günstigen oder kostenlosen Konditionen möglich, ähnlich wie bei den beliebten ETF-Sparplänen.
  • Rohstoffe, seien es Metalle, seltenen Erden oder sogar Agrarrohstoffe wie Kaffee und Zucker sind besonders wichtig für die Weltwirtschaft. Ohne diese Stoffe würde fast alles zum Stillstand kommen. So ist es ganz natürlich, dass sich Investments in Rohstoffe wie Silber, Rohöl oder Palladium lohnen können. Gold ist hier der klassische Vertreter und schon sehr lange ein äußerst beliebter Rohstoff für Geldanlage und Handel, aber auch Metalle wie Kupfer erfreuen sich einer immer größeren Nachfrage und liefern bei steigenden Preisen gute Renditen für die Anleger.
  • Eine weitere immer beliebte Alternative sind Angebote der neuen Finanzwirtschaft: Das schließt Kryptowährungen mit ein. Aber es geht hier auch um ganz traditionelle Dinge, wie Immobilieninvestments oder Kreditvergabe.  Über Online-Portale kann man per Crowdfunding zusammen in Immobilien oder Kredite investieren, welche dann normalerweise zu einer festen Verzinsung angeboten werden. Diese Investmentalternative ist auch unter dem Namen Peer-to-peer bzw. P2P Kredite bekannt.

Fazit zur ETF Investment Analyse

ETF kaufen kann  für Einsteiger und erfahrene Anleger ein sinnvolles Investment  sein. Das Investment in börsengehandelte Indexfonds bietet Vorteile wie geringe Gebühren, Risikostreuung gegenüber Investment in Einzelaktien sowie die Möglichkeit mit Sparplan automatisiert Vermögen aufbauen zu können.

Als passives Investment kann man bequem und kostengünstig investieren mit der Gewissheit, mehr Rendite als der Großteil von aktiv gemanagten Fonds zu erzielen. Ein ETF Depot bei einem erstklassigen ETF-Broker oder einer Direktbank ist die Voraussetzung.

Ein Investment in ETFs ist dennoch mit gewissen Risiken verbunden, derer man sich als Anleger bewusst sein sollte. Die Gelder werden jedoch als Sondervermögen geführt und sind somit geschützt. Anleger sollten das ETF Factsheet lesen, bevor sie den ETF kaufen.

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ETFs kaufen – FAQ

Was sind ETFs?

Bei einem ETF handelt es sich um einen Nachbau eines Börsenindex. Die Vorteile von Aktien und Fonds werden in dem Produkt ETF vereint. Mit ETFs ist es möglich, kostengünstig in ganze Märkte zu investieren.

Wie kann man ETFs kaufen?

Zuerst wird ein Depot bei einem Online-Broker oder einer Bank benötigt. Um in einen bestimmten ETF zu investieren, muss man den Namen und die Wertpapierkennung des gewünschten ETF kennen und angeben, wie viele Stücke man davon erwerben möchte. Der gesamte Kaufprozess kann schnell und einfach online durchgeführt werden.

Was kostet ein ETF?

Die Kosten für den Kauf eines ETF sind vom Preismodell des Online Brokers abhängig. Die anfallenden Gebühren sind insgesamt gering. Inzwischen hat sich bei den meisten Anlegern herumgesprochen, dass die ETF-Strategie eine deutlich kostengünstigere Anlagemöglichkeit im Vergleich zu klassischen Fonds ist.

Welche Vorteile haben ETFs?

ETFs bieten eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Anlageformen. Die Investition in ETFS ist im Grunde einfach, kostengünstig, transparent und flexibel.

Was sind die besten ETFs?

Die besten ETFs haben niedrige Gebühren, breit gestreute Anlagen und passen zur eigenen Anlagestrategie. Die beliebtesten ETFs beziehen sich auf Indizes wie den MSCI World, MSCI All Country World oder MSCI Europe. Auch S&P 500 oder DAX ETFs sind begehrt.

Welchen ETF kaufen 2021?

Zu den besten ETFs 2021 zählen börsengehandelte Aktienfonds, die den DAX-Index nachbauen. ETF kaufen 2021 ist auch von NASDAQ- und S&P 500 ETFs geprägt, welche eine attraktive Wertentwicklung erhoffen lassen.

Zuletzt aktualisiert am 14. Juli 2021

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Julia Koch
Julia Koch

Seit meinem Studium der BWL interssiere ich mich für die Themen Digitalisierung und Investments und schreibe als freie Autorin unter anderem auf coincierge.de darüber.