Online Trading: Wie der Online Handel funktioniert

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Online Trading: Wie der Online Handel funktioniert
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In den eigenen vier Wänden an den internationalen Finanzmärkten handeln und dabei noch viel Geld verdienen? Ja, das ist durchaus möglich. Doch ist „Trader“ tatsächlich ein Traumjob? Fakt ist: Man kann sehr wohl viel Geld verdienen, muss sich aber Tag für Tag bewusst machen, dass man zwar relativ schnell erfolgreich sein kann, aber es besonders schwer ist, erfolgreich zu bleiben.

Hier kommen die wichtigsten Fakten rund um das Thema Online Trading, die jeder zukünftige Händler wissen sollte.

Was bedeutet „Trading“?

Heute kann man als privater Trader eine extrem große Auswahl an diversen Finanzinstrumenten mit einem Klick kaufen oder auch verkaufen. Am Ende braucht man nur einen Computer und einen Internetzugang – somit gibt es in Wahrheit auch keine Hürden mehr, die man überwinden muss, wenn man vom Sofa aus online Geld verdienen möchte.

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„Trading“ steht für den „Handel“. Hier differenziert man in der englischen Sprache aber nicht zwischen Transaktionen in einer Großmarkthalle, auf einem Markt für bestimmte Raritäten oder auch an der vollelektronischen Wertpapierbörse. Blickt man jedoch auf den deutschsprachigen Raum, so bedeutet „Trading“ tatsächlich, dass man an den Finanzmärkten handelt – der „Trader“ handelt also mit:
  • Aktien,
  • Terminkontrakten,
  • Devisen,
  • Anleihen oder auch
  • ETFs.
Dabei werden hier Handelsansätze gemeint, die nur einen  recht kurzen Zeithorizont  haben.
Das bedeutet, der Trader stößt die Aktien, Devisen oder auch Anleihen relativ bald wieder ab – so etwa noch am selben Tag, in der Woche des Investments oder nach spätestens ein paar Monaten. Hier wird kein langfristiger Anlagehorizont verfolgt.

Die Dividendenstrategie etwa, die eine klassische langfristige Strategie ist, kann in die Kategorie „Kapitalanlage“ eingeordnet werden. Das heißt, beim „Trading“ geht es in erster Linie darum, dass innerhalb kürzester Zeit Kursgewinne erzielt werden, weil man eben kurz- wie mittelfristige Marktschwankungen ausnutzt. Das bedeutet, dass  die langfristige realwirtschaftliche Entwicklung kaum eine Rolle spielt  – es geht hier vielmehr um die Marktpsychologie sowie auch Technik.

Wer mit Aktien handeln mag, der investiert Geld, sodass Anteile einer bestimmten Aktiengesellschaft erworben werden können. Steigt in weiterer Folge der Wert dieser erworbenen Anteile, so können diese dann wieder verkauft werden – man erzielt somit einen Gewinn. Auch das kann durchaus eine Definition von „Trading“ sein.

Wird nämlich ein Instrument zu einem bestimmten Kurs (Preis) gekauft und sodann zu einem anderen Preis verkauft, so macht man, sofern der Verkaufskurs höher als der damalige Kaufkurs ausfällt, einen Gewinn. Die Differenz der beiden Kurse ist sodann die Rendite. Ist der Verkaufskurs jedoch niedriger als der Kaufkurs, so beschreibt die Differenz den Verlust.

Handelt es sich etwa um das „Online Trading“, so werden Transaktionen ausschließlich über das Internet abgewickelt. Hier nutzt der Privatanleger einen Online-Broker. Der Vorteil derartiger Online-Broker?

  • Die Gebühren sind ausgesprochen gering.

Aus diesem Grund ist es auch ratsam, dass man, sofern man sich wirklich mit dem Online Trading auseinandersetzen möchte, im Vorfeld einen Vergleich durchführt, sodass man in Erfahrung bringt, wie die jeweiligen Gebührenmodelle aussehen. Denn hohe Gebühren nagen natürlich an den Gewinnen – und genau das muss unbedingt vermieden werden.

Welche Assetklassen gibt es?

Am Kapitalmarkt findet sich eine kaum noch zu überschaubare Zahl an Wertpapieren. Die Einteilung findet in Assetklassen – also in Anlageklassen – statt, sodass Instrumente, die ähnliche finanzwirtschaftliche Eigenschaften haben, in einer Gruppe zusammengefasst werden können. Zu den wichtigsten Assetklassen gehören unter anderem Aktien, Rohstoffe, Devisen sowie auch Anleihen.

Aktien

Bei einer Aktie handelt es sich um einen verbrieften Teil eines an der Börse notierten Unternehmens. Kauft man ein derartiges Wertpapier, so ist man automatisch ein Anteilseigner des Unternehmens.

Das bedeutet, man hat nicht nur einen Anspruch auf eine Gewinnausschüttung (Dividende), sondern besitzt zudem auch ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.

Jedoch geht es den Privatanlegern nicht unbedingt um das Stimmrecht, sondern um Dividendenausschüttungen sowie auch um steigende Aktienkurse.

Der Trader interessiert sich hingegen nur für steigende Kurse; aufgrund der Tatsache, dass er die Aktien relativ schnell wieder verkauft, nachdem ein Kursanstieg verzeichnet wurde, spekuliert er gar nicht mit etwaigen Dividenden.

Aktienindizes

Wer unsicher ist, in welche Aktien investiert werden soll, der kann auch auf Aktienindizes setzen. Dabei handelt es sich um den sogenannten ETF-Handel – man investiert also in einen  börsengehandelten Fonds  („Exchange Traded Funds“). Ein ETF beinhaltet diverse Aktien eines Index in entsprechender Gewichtung – so wie sich dann der Index entwickelt, so entwickelt sich auch der ETF.

Das heißt, man gibt sich mit der Entwicklung des Marktes zufrieden.
  • Aufgrund der Tatsache, dass es sich hier um einen passiven Fonds handelt, gibt es keinen Fondsmanager. Das bedeutet, hier spart man durchaus Kosten.
  • Entscheidet man sich hingegen für einen aktiv gemanagten Fonds, so versucht der Fondsmanager immer besser als der Markt zu sein; seine Dienste sind zudem kostenpflichtig.

Wer in börsengehandelte Fonds investiert, der sollte auch einen langfristigen Anlagehorizont verfolgen.

Anders hingegen, wenn man sich für den CFD Handel interessiert – Differenzkontrakte sind nämlich vor allem für Daytrader eine durchaus interessante Möglichkeit, um relativ schnell hohe Gewinne verzeichnen zu können.

Anleihen

Anleihen sind Schuldverschreibungen.

Erwirbt man ein derartiges Wertpapier, so erhält der Verkäufer durch den Käufer einen Kredit, der die Höhe des Nominalbetrages beträgt. Der Käufer der Anleihe erhält in weiterer Folge regelmäßige Zinszahlungen, die auch als Kupon bezeichnet werden.

Herausgeber sind Unternehmen wie auch Staaten, sodass bestimmte Aktivitäten finanziert werden können. Der Grad der Kreditwürdigkeit, den der Staat oder auch das Unternehmen aufweist, somit der Emittent, bestimmt am Ende auch die Höhe des Kupons.

Forex

Fremdwährungen, also „Foreign Exchange”, sind eine ausgesprochen beliebte Assetklasse. Dies deshalb, da mit Währungen fast 24 Stunden/Tag gehandelt werden kann.

Beim Währungshandel wird immer eine Währung eingekauft und eine andere Währung verkauft, sodass auf die relative Wertentwicklung zueinander gesetzt wird.

Warum der Forex-Markt so populär unter den Tradern ist?  Der Markt ist ausgesprochen liquide Tag für Tag werden Billionen US Dollar umgesetzt – das heißt, es kommt zu engen Spreads, also kleinen Spannen zwischen den An- wie Verkaufskursen.

Aufgrund der Tatsache, dass Wechselkurse nur selten hohe Schwankungen aufweisen, arbeitet man im Devisenhandel fast immer mit einem Hebel. Der Vorteil, wenn man mit einem Hebelprodukt arbeitet?

  • Die Gewinne, die man hier erzielen kann, können durchaus hoch ausfallen.

Entscheidet man sich für einen Hebel mit dem Faktor 10, so steigt der Kurs um das Zehnfache. Entwickelt sich der Markt aber nicht wie gewünscht, so steigt der Verlust um das Zehnfache.

Hebelprodukte sind zwar verlockend, aber durchaus gefährlich. Anfänger sollten daher ganz besonders vorsichtig sein. Der Verlust, der hier entstehen kann, darf keinesfalls unterschätzt werden.

Kryptowährungen

Seit dem Jahr 2009 gibt es den Bitcoin, die Mutter aller Kryptowährungen. Der Bitcoin, der zum Teil als Ergänzung und zum Teil als Alternative zum klassischen Geldsystem verstanden wird, sorgte im Jahr 2017 für Aufsehen, als er von 1.000 US Dollar (Januar) auf knapp 20.000 US Dollar (Dezember) kletterte. 2018 kam der Absturz – der Bitcoin musste einen Wertverlust im Bereich der 80 Prozent verbuchen.

Wer in Kryptowährungen investiert, der muss besonders vorsichtig sein. Der Markt ist volatil – Schwankungen, die mitunter sogar bei 20 Prozent/Tag liegen können, gehören zum Alltag. Ob Bitcoin, Ripple, Ethereum oder Monero – wer sein Geld in digitale Währungen investiert, der braucht extrem gute Nerven.

Rohstoffe

Die Rohstoffe sind die Grundlage des verarbeitenden Gewerbes. Dabei richten sich die Preise derartiger Güter, wie auch bei allen anderen Handelsobjekten auch, nach dem Angebot und der Nachfrage. Die Lagerhaltung wie auch die Fördermenge der Rohstoffe bestimmen immer das Angebot, während die Nachfrage hingegen auf die Industrieunternehmen zurückgeht.

Das heißt, dass eine dynamische Weltkonjunktur fast immer dazu führt, dass die Rohstoffpreise steigen.

Jedoch gilt das fast nur für Industrierohstoffe; für Edelmetalle, so etwa für Gold, gilt das nämlich nur bedingt. Wurden die Produktionskapazitäten zuvor ausgeweitet, so können sinkende Preise auch bei einer Hochkonjunktur beobachtet werden.

Nur wer über ein solides Wissen verfügt und der Meinung ist, gut informiert zu sein, sollte sein Geld in Rohstoffe stecken.

Wodurch werden die Kurse beeinflusst?

Befasst man sich mit dem Trading, so will man natürlich immer richtig liegen. Doch das ist unmöglich.  Verluste gehören einfach dazu.  Auch wenn man im Internet immer wieder auf Seiten stößt, die über Strategien berichten, mit denen man nie verlieren kann, so ist es am Ende einfach nicht möglich, immer auf der Gewinnerseite zu bleiben. Es geht am Ende darum, den Verlust zu reduzieren – und damit das gelingt, muss man im Vorfeld ein paar Tipps und Tricks beachten.

Vor allem geht es auch darum, dass man in Erfahrung bringt, von welchen Faktoren sich die Kurse überhaupt beeinflussen lassen.

Aktienkurse

Um die Marktkapitalisierung eines Unternehmens in Erfahrung zu bringen, muss der Aktienwert der Gesellschaft mit der Zahl der bereits ausgegebenen Aktien multipliziert werden.

Dabei repräsentiert die Marktkapitalisierung den Wert des Eigenkapitals. Sind die Aussichten positiv, so steigt natürlich die Nachfrage an den Aktien des Unternehmens – und genau diese Nachfrage sorgt dafür, dass der Kurs nach oben klettert. Zu beachten ist, dass sich die Nachfrage ebenfalls nach diversen Faktoren richtet:

  • So geht es um das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Bei einer niedrigen Arbeitslosenrate und einer hohen Konsumlaune fällt es dem Unternehmen in der Regel leichter, Gewinne zu verbuchen. Das Gegenteil kann in einer Rezession beobachtet werden. Das heißt, der Gewinn des Unternehmens sinkt.
  • Zudem sind auch unternehmensspezifische Aspekte zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem die Wettbewerbersituation, die Zukunftsaussichten, die finanzielle Lage und auch das Alleinstellungsmerkmal.
  • Aber auch politische Ereignisse oder auch Naturkatastrophen können nicht zu unterschätzende Auswirkungen haben.

Anleihen-Kurs

Das Rating des Emittenten gehört zu den wichtigsten Kennzahlen. Schlussendlich ist das Rating auch gleich der Indikator für das Ausfallrisiko.

Ist das Rating schlecht, also ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Emittent die Anleihe gar nicht zurückbezahlen kann, so darf man sich über einen hohen Zinssatz freuen. Wer jedoch sicherheitsorientiert ist, der sollte darauf achten, dass das Rating gut ist – das heißt aber auch, dass man einen niedrigeren Zinssatz gewährt bekommt.

Das Zinsniveau spielt aber ebenfalls eine Rolle. Steigt das Zinsniveau, so sinkt der Wert der Anleihe. Doch das heißt aber auch, dass die Zinserträge auf anfallende Kupons steigen. Welchen Effekt am Ende eine Senkung oder ein Anstieg des Leitzinssatzes auf die Anleihe hat, kann nur durch Verwendung der

  • Kennzahlen,
  • Elastizität sowie
  • Duration abgeschätzt werden.

Devisenkurse

Die Kurse der Währungspaare hängen in der Regel vom Verhältnis des Preisniveaus in den Ländern ab, die vom Währungspaar gebildet werden. Wie niedrig oder wie hoch das Preisniveau des Landes ist oder wie stark es sich verändert hat, hängt dabei immer von folgenden Faktoren ab:

  • Der Kauflaune der Verbraucher.
  • Der Knappheit im Produktionsprozess.
  • Der Beeinflussung durch die Notenbanken.

Rohstoffkurse

Der Preis der Rohstoffe richtet sich in erster Linie nach dem Vorhandensein von  Überkapazitäten oder auch an Angebotsengpässen.  Natürlich spielt auch die Höhe der Nachfrage eine wesentliche Rolle.

Aber nicht nur fundamentale Faktoren haben einen Einfluss – auch Naturkatastrophen wie politische Ereignisse können richtige Preistreiber werden. Vermutet der Anleger etwa, dass sich durch Unglücke wie Unruhen Engpässe ergeben oder bricht mitunter sogar die Nachfrage ein, so sind Preisbewegungen vorprogrammiert.

Worauf der Trader Rücksicht nehmen sollte

Aber wie kann man mit kurzfristigen Kursschwankungen überhaupt Gewinne verbuchen? Damit man weiß, wann es zu einer Schwankung kommt, muss man sich zunächst mit der Funktionsweise der Wertpapierbörse befassen.

Bei Börsen handelt es sich um zentrale Handelsplätze, auf denen das Angebot wie die Nachfrage nach Wertpapieren aufeinandertreffen.

Der Börsenteilnehmer ist der Vermittler

Als Privatanleger kann man keine Order in das Handelssystem der Börse einstellen. Das funktioniert nur über Börsenteilnehmer – das sind Broker wie auch Banken.

Diese stellen ihren Kunden sodann Ordermasken zur Verfügung und nehmen in weiterer Folge über das Internet die Aufträge entgegen. Handelt es sich um einen Kaufauftrag, so prüft der Börsenteilnehmer auch gleich, ob auf dem Depotkonto überhaupt genug Geld vorhanden ist, um die Transaktion auch tatsächlich durchführen zu können.

Der Handelsplatz Xetra

Hat man bei dem Broker eine Order erteilt, so wird diese dann an den Börsenplatz, der im Vorfeld ausgewählt wurde, weitergeleitet.

Xetra, eine elektronische Handelsplattform, ist der wohl wichtigste Handelsplatz, sofern es um den Handel mit deutschen Aktien geht. Xetra wird durch die Frankfurter Wertpapierbörse betrieben. Die eingehenden Orders werden nach bestimmten Regeln ausgeführt; Limits werden ebenfalls berücksichtigt.

Wie hoch sind die Transaktionskosten?

Der Broker wird in weiterer Folge über die Orderausführung informiert und schreibt sodann dem Verrechnungskonto den  Verkaufserlös abzüglich der Transaktionskosten  gut, sofern es sich um eine Verkaufsorder gehandelt hat.

Handelt es sich um eine Kauforder, so wird das Konto mit dem Kaufpreis belastet – inklusive der Ordergebühr. Die erworbenen Papiere werden sodann in das Depot eingebucht.

Es gibt kaum noch Hürden

Der Privatanleger kann pro Tag mehrere Orders aufgeben – hier scheint es keine Grenzen zu geben. Selbst der Kauf wie auch Verkauf des Wertpapiers ist, und das innerhalb von Stunden, problemlos möglich – in diesem Fall wird das sogenannte Daytrading oder auch Intraday Trading betrieben.

Jedoch ist das nur möglich, wenn es von Seiten des Brokers nicht im Vorfeld ausgeschlossen wird. Wer also als Daytrader aktiv sein möchte, der muss im Vorfeld überprüfen, ob der Broker überhaupt zustimmt.

Tipp: Wichtig ist daher immer, dass man im Vorfeld einen Brokervergleich durchführt, bei dem es nicht nur darum geht, wie das Gebührenmodell aussieht – es geht auch um etwaige Funktionen oder auch Einschränkungen.

Ab wann lohnt sich das Online Trading?

Geld verdient man dann, wenn ein großer Teil der Transaktionen zum Gewinn führt. Doch an dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass ein Teil des Gewinnes natürlich für die Gebühren verwendet werden muss – so etwa für Transaktions- oder auch mögliche Depotführungskosten. Nur dann, wenn nach Abzug der Gebühren ein Gewinn bleibt, kann gesagt werden, dass man nun Geld verdient hat.

Erfolgreich durch die richtige Strategie

Egal an welcer Art von online Investment man interessiert ist, man sollte sich vorab immer eine passende Strategie auswählen und verfolgen. Befasst man sich mit der sogenannten Ausbruchsstrategie, so ist zu Beginn ein Screening erforderlich, das sich auf einen oder mehrere Märkte bezieht. Märkte sind bereits dann schon relevant, wenn es mehrere Hinweise gibt, dass ein Ausbruch kurz bevor steht. So etwa, wenn sich der Markt in die Richtung eines Widerstands bewegt.

In weiterer Folge greift dann die Strategie: Hier wird dann festgelegt,  unter welchen Umständen überhaupt die Position eröffnet werden soll  – so etwa, wenn der Tagesschlusskurs 1,0 Prozent über dem Widerstand notiert. Eine Festlegung, die aber viel mehr als nur ein Detail ist, da die exakte Definition dann über die „Trefferquote“ entscheidet. Eröffnet man die Position zu früh nach dem vermeintlichen Durchbruch, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es am Ende nur ein „Fehlalarm“ war. Ist man hingegen zu spät eingestiegen, so schmälert das den Gewinn. Es ist also sehr wohl ein schmaler Grat, auf dem sich ein Trader bewegen muss.

Die Optimierung der Parameter erfolgt übrigens immer auf Grundlage empirischer Erkenntnisse.

Das heißt, es folgt die detaillierte Umsetzung der Strategie anhand der historischen Kursverläufe. Anhand von marginalen Veränderungen an den Parametern kann sodann eine Vorgehensweise ermittelt werden, welche Einstellungen notwendig gewesen wären, um in der Vergangenheit noch höhere Gewinne erzielen zu können. Somit können konkrete Rückschlüsse für zukünftige Anwendungen gezogen werden.

Durch Festlegung der Verlustbegrenzung ergibt sich bei der Positionseröffnung ein initialer Exit-Kurs: In der Regel wird der maximale Verlust immer durch Stop Loss begrenzt – stürzt der Kurs ab und erreicht ein im Vorfeld definiertes Niveau, so wird die Position automatisch geschlossen. Wer etwa eine Aktie um 105,50 Euro/Stück (Briefkurs) kauft und ein Stop Loss bei 95,50 Euro (Geldkurs) setzt, so wird dann automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst, wenn der Wert von 95,50 Euro unterschritten wird. Wichtig ist, dass das Stop Loss-Niveau immer angepasst wird. Würde der Kurs von 105,50 Euro auf 120,50 Euro steigen, so ist es ratsam, dass man Stop Loss bei etwa 110 Euro setzt.

Es gibt sehr wohl Strategien, die durchaus erfolgversprechend sind. Interessant sind hier etwa auch die Trendfolge- oder auch die Trendumkehrstrategie. In diesem Fall geht es um das Erkennen eines Trends oder auch um das Ende eines Trends – wer hier zum richtigen Zeitpunkt auf den Zug aufspringt, kann ebenfalls hohe Gewinne verbuchen.

Jedoch darf man nicht glauben, dass es Strategien gibt, mit denen man nie verlieren kann. Es gibt keine Strategie, die immer zum Erfolg führt.

Das Social Trading

Das Social Trading gehört aktuell zu den neuesten Trends. In diesem Fall sind die Trader auf einer Plattform zugleich auch die Nutzer einer Community.

Die Trades der Nutzer werden dann – anonym oder auch mit Nicknamen versehen – veröffentlicht und können von anderen Mitgliedern eingesehen werden.

Somit kann man die Trades der anderen Nutzer kopieren und so –  auch ohne Kenntnis – Gewinne einfahren. 

Auch wenn das Social Trading durchaus interessant ist, da man hier auch den Profis folgen kann, so darf man nicht vergessen, dass auch der erfahrene Trader einmal auf das falsche Pferd setzen kann.

Online Trading ist kein Glücksspiel

Natürlich wird der aktive Handel immer wieder kritisiert. So wird immer wieder behauptet, dass die Kursentwicklungen entweder auf komplizierten und nicht nachvollziehbaren wie unberechenbaren Mechanismen unterliegen oder einfach nur per Zufall entstehen. Am Ende, hier sind die Kritiker überzeugt, ist es somit fast unmöglich, mit Kursschwankungen Geld zu verdienen – vor allem auch auf lange Sicht gesehen.

Das ist jedoch nicht richtig. Wäre das tatsächlich der Fall, so könnte das Online Trading nicht als ein von Brokern geschaffenes Geschäftsmodell verkauft werden, sondern wäre nichts anderes als ein Glücksspiel. Dass es sich hier aber um kein Glücksspiel handelt, ist nicht neu – es wird sogar schon seit mehreren Jahren bewiesen. Sehr wohl besteht die Möglichkeit, dass man gezielt mit Kursveränderungen spekuliert, um dauerhaft sowie auch systematisch Gewinne verbuchen zu können.

  • Es geht um aussagekräftige Konstellationen, die am Ende dazu führen, dass man in Erfahrung bringen kann, ob der Kurs nun kräftig steigt oder doch abstürzt.
  • Es geht auch nicht um einen „sechsten Sinn“ oder um Glück – am Ende ist es das analytische Denken, das über Sieg oder Niederlage entscheidet.
Doch keine Sorge: Wer glaubt, nun das Rad neu erfinden zu müssen, der irrt – mit der technischen Marktanalyse kann relativ schnell in Erfahrung gebracht werden, ob der Kurs einer bestimmten Aktiengesellschaft nun nach oben klettern oder doch in den Keller stürzen wird.

Geld erzielt man nämlich immer nur dann, wenn man:

  • Handelsstrategien konsequent umsetzt,
  • sich mit dem Weltgeschehen befasst und
  • die technische Analyse berücksichtigt.

Natürlich braucht man etwas Erfahrung und auch Geduld, doch am Ende ist es auch harte Arbeit, die zum Erfolg führt.

Es geht immer um den Kapitalerhalt

Wann von einem erfolgreichen Trader gesprochen werden kann? Wenn eine hohe Rendite erzielt wird. Das ist aber nur zum Teil richtig.

Anfänger meinen zwar, man könne den Erfolg nur anhand der Gewinne sehen, doch es geht auch darum, dass man das Kapital erhält. Ein guter Trader gewinnt nicht nur, sondern hat auch Vorkehrungen getroffen, wenn er einmal daneben liegt – geht es einmal nach unten, so ist es wichtig, dass der Aufprall gedämpft wird.

Für den Anfang ist außerdem wichtig, dass man sich in Ruhe mit der gewünschten Handelsplattform vertraut macht und seine beabsichtigten Strategien erst einmal im Demomodus testet.

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About the Author:

Martin Schwarz

MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.