Online Geld anlegen für Anfänger: Diese Möglichkeiten gibt es

Online Geld anlegen für Anfänger: Diese Möglichkeiten gibt es
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Wer sich mit den aktuellen Guthabenzinsen befasst, der wird relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass traditionelle Finanzprodukte, so etwa das Tages- wie auch Festgeld, das Sparbuch oder auch Kapitalversicherungen, nicht mehr zum gewünschten Ziel führen. Die Gewinne, die man hier erzielt, werden nämlich von der Inflation aufgefressen. Am Ende erlebt man einen realen Geldwertverlust.

Doch welche Alternativen stehen dem privaten Anleger sonst zur Verfügung? Kann man selbst als Anfänger die Anlegemethoden der Profis nutzen und welchen Gewinn kann dabei erwartet werden? Wir klären alle Fragen zum Thema.

Warum sollte man Geld anlegen?

Befasst man sich mit diversen Prognosen, so darf sich der Sparer auf keine rosige Zukunft freuen – noch gibt es keinerlei Hinweise, dass die Europäische Zentralbank ihren Weg verlassen und einen neuen Kurs einschlagen wird.

Will man also gewinnbringend investieren, so braucht es Alternativen. Hier stehen etwa

  • Anleihen,
  • Aktien oder auch
  • Hebelprodukte zur Verfügung.

Doch viele Menschen trauen sich einfach nicht, Geld in derartige Alternativen zu investieren. Sie haben nicht nur einen großen Respekt vor der Börse und den damit in Verbindung stehenden Anlagen, sondern auch Angst, ihr gesamtes Vermögen zu verlieren.

Doch das Geld wird nur weniger, wenn es am Tages- oder Festgeld oder gar am Sparbuch wie Girokonto geparkt wird. Befasst man sich nämlich nicht mit den durchaus attraktiven Alternativen, so lässt man sich ausgesprochen große Gewinnmöglichkeiten entgehen.

Allen voran Aktieninvestments sind – vor allem auch bei einer risikoarmen Strategie – durchaus empfehlenswert, wenn man einen Blick auf die möglichen Renditen wirft, die erzielt werden können. Man muss ja schlussendlich nicht gleich das ganze Ersparte auf eine Karte setzen und sich für hochriskante Strategien entscheiden – wer sich mit der Börse befasst, der wird schnell feststellen, dass es auch  halbwegs ungefährliche Möglichkeiten  gibt, wie man sein Geld vermehren kann.

Hinweis: Natürlich denken viele Anleger, die bislang nur mit Fest- oder Tagesgeld zu tun hatten, dass man viel Geld braucht, wenn man in Aktien oder Anleihen investieren will. Aber auch das ist nicht richtig. Selbst mit geringen Beträgen, so etwa 50 Euro/Monat, kann man bereits investieren.

Wichtig ist nur, dass man die Alternativen zum Sparbuch, Tages- und Festgeld nicht als reines Glücksspiel wahrnimmt. Jeder Anfänger sollte sich daher im Vorfeld Informationen besorgen und auch immer einen Blick hinter die Kulissen werfen – denn zu glauben, man kann nur auf sein Bauchgefühl hören, wäre fatal.

Will man also in Aktien oder auch in Anleihen investieren, so ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld ein Grundwissen aneignet und sich sodann Schritt für Schritt annähert. Zu glauben, innerhalb von Tagen reich werden zu können, ist übrigens ebenfalls keine gute Einstellung. Natürlich gibt es im Internet immer wieder Präsentationen von Strategien, mit denen am Ende nie ein Verlust verbucht werden muss – doch hier ist äußerste Vorsicht geboten.  Es gibt keine Strategie, die immer zum Erfolg führt. 

Bank oder Börse – inwiefern unterscheiden sich die Anlageprodukte?

Vereinbart man einen Termin mit seinem Bankberater, so wird dieser in erster Linie klassische Produkte präsentieren – dazu gehören das Tagesgeld wie auch das Festgeld. Derartige Produkte werden heute von fast jeder Bank angeboten. Natürlich gibt es auch noch das Sparbuch oder auch Kapitalversicherungen – aktuell werden derartige Produkte aber kaum von einem Mitarbeiter der Bank empfohlen, da hier in der Realität überhaupt keine Gewinne mehr verbucht werden können.

Doch auch Tages- wie Festgeld sollte man nicht mehr empfehlen – zumindest dann nicht, wenn es darum geht, gewinnbringend zu investieren, also Vermögen aufzubauen.

Ein Tagesgeldkonto ist dann ratsam, wenn man einen Teil des Vermögens griffbereit aufbewahren möchte. Einlagen, die auf einem Tagesgeldkonto geparkt sind, stehen jederzeit zur Verfügung – das heißt, hier sollte die sogenannte finanzielle Notreserve liegen. Kommt es also zu einer nicht vorhersehbaren Ausgabe, so etwa, wenn die Waschmaschine kaputt wird und repariert oder ersetzt werden muss, so ist es wichtig, dass man immer einen Zugriff auf einen Teil seines Vermögens hat. Würde man sich für das Festgeld entscheiden, so wäre das Vermögen „gesperrt“, weil das Geld erst nach Ablauf der im Vorfeld gewählten Laufzeit zur Verfügung steht.

  • Von Vorteil sind natürlich fehlende Kursschwankungen.
  • Weiterhin vorteilhaft ist, dass der Betrag, bis zu einer Summe in der Höhe von 100.000 Euro, abgesichert ist (europäischer Einlagensicherungsfonds). Meldet die Bank also Insolvenz an, so verliert man – bis zu einem Betrag von 100.000 Euro – keinen Cent.

Derartige Sicherheiten machen das Tagesgeld natürlich ausgesprochen attraktiv. Doch diese Sicherheiten müssen von Seiten des Kunden auch bezahlt werden – aktuell mit einem nicht vorhandenen Guthabenzins. Denn auch wenn Tagesgeld kostenlos angeboten wird, also von Seiten der Bank keine Kontoführungsgebühren verlangt werden, weil es sich hier in der Regel immer um ein Online-Angebot für Bankkunden handelt, so erlebt man tatsächlich einen  realen Geldwertverlust.  Derzeit liegen die Guthabenzinssätze zwischen 0,125 Prozent und 0,5 Prozent – die Inflation ist jedoch wesentlich höher.

Entscheidet man sich gegen die traditionellen Produkte der Bank, die natürlich sehr sicher sind, so darf man sich mitunter über höhere Zinsen sowie Renditen freuen, wenn man sein Geld in alternative Veranlagungen steckt – so etwa in Aktien investiert. Hier profitiert man durch Gewinne aus Kurssteigerungen oder auch durch die Dividenden (Gewinnausschüttungen). Jedoch darf das Risiko nicht außer Acht gelassen werden – Kursschwankungen gehören nämlich einfach dazu.

Doch es gibt sehr wohl Tipps und Tricks, wie man das Risiko, wenn man sich für alternative Finanzprodukte entscheidet, reduzieren kann.

Welche Möglichkeiten stehen den heutigen Anlegern zur Verfügung?

Befasst man sich mit der Börse, weil man zu dem Ergebnis gekommen ist, dass klassische Produkte nicht zum gewünschten Erfolg führen, so wird man relativ schnell feststellen, dass es diverse Anlageprodukte gibt. Man kann etwa in Aktien, Fonds, Anleihen, Exchange Traded Funds (kurz: ETFs) oder auch in diverse Hebelprodukte investieren.

Sicherheitsorientierte Anleger sollten in börsengehandelte Indexfonds investieren

All jene, die sich selbst als sicherheitsorientiert bezeichnen, sollten sich zu Beginn mit den ETFs, also den börsengehandelten Indexfonds, auseinandersetzen.

Dabei handelt es sich zwar um Fonds, die aber von keinem Manager verwaltet werden, sondern am Ende nur einen bestimmten Aktienindex nachbilden, wie etwa den deutschen DAX. Der Anleger profitiert hier von der positiven Gesamtentwicklung.

Es wird nämlich nicht gegen den Markt gearbeitet, wie das etwa bei einem aktiv gemanagten Fonds der Fall ist, sondern mit dem Markt kooperiert. Am Ende will man so erfolgreich wie der Markt abschneiden und nicht gegen den Markt gewinnen.

  • ETFs überzeugen auch, weil hier auf hohe Gebühren verzichtet wird. ETFs sind nämlich ausgesprochen kostengünstig. Zudem handelt es sich um eine doch recht sichere Veranlagung; das Risiko, das hier eingegangen wird, ist ausgesprochen gering.

Wer hingegen der Meinung ist, der Markt kann geschlagen werden, sollte sich für einen Fonds entscheiden, der aktiv gemanagt wird – also von einem Fondsmanager, der besser als der Markt sein möchte. In diesem Fall will man die durchschnittlichen Renditen des Marktes schlagen. Der Fondsmanager erstellt einen Korb an diversen Anlageformen, der sodann auch von ihm selbst verwaltet wird. Dabei stehen mehrere Optionen zur Auswahl:

  • Reiner Aktienfonds,
  • Mischfonds,
  • Immobilienfonds oder
  • Rohstofffonds

Welche Fonds gibt es?

Möchte man ausschließlich in Aktien investieren, so sollte man sich für den klassischen Aktienfonds entscheiden. In diesem Fall investiert der Fondsmanager sodann nur in bestimmte Aktien, die  – so der Manager – besonders chancenreich sind.

Chancenreich ist auch hier durchaus ein Schlagwort, weil ein derartiges Investment fast nur chancenorientierten Anlegern empfohlen werden kann, die zudem auch für mehrere Jahre investieren wollen. All jene, die also das Risiko nicht scheuen und zudem einen langen Anlagehorizont haben, können sich somit intensiver mit dem Thema Aktienfonds befassen.

Zu beachten ist, dass – natürlich abhängig von der gewählten Anlagedauer – Renditen zwischen 5 und 10 Prozent/Jahr möglich sind. Natürlich unterliegen Aktien etwaigen Schwankungen, sodass es auch zu Verlusten kommen kann. Man muss also sehr wohl starke Nerven wie auch die Geduld haben, um Krisen aussitzen zu können.

Anders hingegen, wenn man sich für einen sogenannten Rentenfonds entscheidet. Rentenfonds, auch Anleihefonds genannt, sind die ideale Alternative für sicherheitsorientierte Anleger, die kein hohes Risiko eingehen wollen. Der Anleger investiert hier in sogenannte festverzinste Wertpapiere, die von Unternehmen, Staaten wie Ländern ausgegeben werden. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen, damit von Seiten des Herausgebers Ausgaben bezahlt oder auch Projekte realisiert werden können.

Interessant sind auch sogenannte Mischfonds. Hier wird das investierte Geld in Aktien wie auch in Anleihen gesteckt.

Hebelprodukte können nur den Spekulanten empfohlen werden

All jene, die gerne spekulieren, also das Risiko lieben, können sehr wohl auch mit sogenannten Hebelprodukten arbeiten – dazu gehören etwa:

  • Derivate,
  • Optionen oder auch
  • Zertifikate.

An dieser Stelle muss jedoch unbedingt erwähnt werden, dass es einige Studienergebnisse gibt, die darauf hinweisen, dass  mehr als 90 Prozent der Trader ihr Vermögen vernichten  – und das innerhalb der ersten 36 Monate. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld besonders intensiv mit dieser Materie auseinandersetzt und sich auch bewusst macht, dass man hier durchaus richtig viel Geld verlieren kann.

Natürlich kann man, wenn sich der Markt in die gewünschte Richtung bewegt, richtig hohe Gewinne einfahren. Doch es geht am Ende nicht darum, dass man erfolgreich wird – vielmehr geht es darum, dass man erfolgreich bleibt. Und das ist, vor allem mit Hebelprodukten, ausgesprochen schwer.

Natürlich gibt es auch außerhalb der Börse ertragreiche Investitionsmöglichkeiten – beispielsweise Crowdinvesting in Start-ups oder auch in Immobilien. Aber natürlich sind auch derartige Anlagen nicht ganz ungefährlich.

Wie investiert man Geld?

Zu beachten ist, dass man Investmentfonds oder auch Aktien nicht einfach so bei der Börse, im Zuge eines Shopping-Nachmittags, einkaufen kann. Wer sich für diese Geldanlagen entscheidet, der muss im Vorfeld

1. ein Depot eröffnen und auch
2. einen Verwahrplatz für die erworbenen Wertpapiere haben.

Das sollte aber den zukünftigen Anleger vor keine großen Herausforderungen stellen: Einfach einen Termin mit seinem Bankmitarbeiter vereinbaren oder direkt ein Konto auf der Seite eines Online-Brokers eröffnen. Wichtig ist, dass man aber, natürlich bevor man ein Konto eröffnet, einen Vergleich durchführt.

  • An dieser Stelle kann behauptet werden, dass die Angebote der Online-Broker wesentlich günstiger als die Angebote der Filialbanken sind.

Führt man einen Vergleich durch, so ist es ratsam, aber nicht nur auf die Gebühren zu achten, sondern auch die Leistungen miteinander zu vergleichen. Im Internet gibt es diverse Plattformen, über die ein kostenloser Vergleich durchgeführt werden kann.

Wie lange kann man auf das Ersparte verzichten?

Bevor man sich für eine Investition entscheidet, muss man sich selbst ein paar Fragen beantworten. Eine – und das doch recht wichtige – Frage ist, wie lange man eigentlich auf die investierte Summe verzichten könnte. Es gibt nämlich, natürlich abhängig von Produkt wie Anlageform, unterschiedliche Laufzeiten.

Bei den Anleihen spricht man oft von einer drei- bis siebenjährigen Laufzeit.

Hinweis: An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass hier folgende Regel berücksichtigt werden sollte: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz – wer also für mehrere Jahre auf das Kapital verzichten kann, der darf sich am Ende über eine doch recht gute Rendite freuen.

Zu erwähnen ist auch, dass es bei vielen Geldanlagen aber keine maximale Laufzeit gibt. Das heißt, wer in Aktien oder auch in Fonds investiert, der bindet sich nicht, sondern kann jederzeit auf sein Geld zugreifen. Die Frage ist jedoch, ob sich das auch lohnt. Denn nur dann, wenn ein längerer Anlagehorizont verfolgt wird, kann man auch eine gute Durchschnittsrendite erwarten.

Investiert man also in Fonds oder Aktien, so ist es wichtig,  nicht nach wenigen Monaten wieder alles zu verwerfen, sondern geduldig zu bleiben.  Empfehlenswert ist eine mehrjährige Veranlagung – je länger nämlich in Aktien oder Fonds investiert wird, desto höher fällt die am Ende zu erreichende Durchschnittsrendite aus.

Welche Summe sollte man investieren?

Bei den Aktien gibt es keine Obergrenze. Wer viel Kapital zur Verfügung hat und der Meinung ist, den Großteil in Aktien zu stecken, so ist das legitim und mitunter auch erfolgversprechend, sofern sich der Markt in die richtige Richtung bewegt. Natürlich kommt es auch darauf an, wie teuer die Aktien sind – wird in eine Gesellschaft investiert, die Aktien für 2 Euro/Stück anbietet, so können mit 1.000 Euro relativ viele Anteile erworben werden. Anders hingegen, wenn man mit 1.000 Euro Aktien von Facebook oder Amazon kaufen möchte.

Zu beachten ist, dass hohe Anlagebeträge natürlich die verhältnismäßigen Kosten reduzieren.

Jeder Aktienkauf und -verkauf verursacht Ordergebühren, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen. Das heißt, bevor man in Aktien investiert, sollte im Zuge des Brokervergleichs in Erfahrung gebracht werden, welche Gebühren anfallen.

Experten empfehlen, nicht weniger als 1.000 Euro in eine Aktiengesellschaft zu investieren. Wem diese Summe zu hoch ist oder mitunter gar nicht über ein derart hohes Vermögen verfügt, der sollte sich daher nach einer Alternative umsehen.

Wichtig: Möchte man in Aktien investieren, so sollte man  nie einen Kredit aufnehmen.  Im Internet finden sich zwar immer wieder Insiderinformationen, welche Papiere demnächst in die Höhe schießen werden, doch hier muss man vorsichtig sein – der Großteil der Meldungen ist frei erfunden.

Vorsichtig sollte man auch dann sein, wenn man auf Internetseiten landet, die von erfolgversprechenden Strategien berichten. Natürlich gibt es Strategien, mit denen man durchaus hohe Gewinne erzielen kann – jedoch gibt es keine Strategie, mit der man immer Erfolge feiert.

Am Ende ist es wichtig, dass nur jener Betrag investiert wird, den man sich auch tatsächlich leisten kann. Es sollte also eine Summe sein, die zur freien Verfügung steht und die auch, so hart das jetzt auch klingen mag, verloren werden darf.

Denn natürlich kann sich der Markt in die andere Richtung bewegen, sodass man einen Verlust erleidet. Zudem ist es auch wichtig, dass nur jene Summe investiert wird, auf die in den nächsten Monaten (oder mitunter Jahren) nicht zugegriffen werden muss. So muss nicht während schlechter Börsenzeiten verkauft werden – kann man nämlich etwaige Kursabstürze abwarten, so muss man sich nicht zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt von seinen Papieren trennen.

Wie schon erwähnt: Stellt man fest, dass man für ein Investment in Aktien zu wenig Geld zur Verfügung hat, so ist es ratsam, wenn man sich mit Alternativen auseinandersetzt. Besonders empfehlenswert ist hier der sogenannte Sparplan.

Was ist ein Sparplan?
Hier kann man mit sehr geringen Beträgen, so etwa mit 10 Euro, 20 Euro oder 50 Euro/Monat, einsteigen und sich so als Privatanleger ein kleines Vermögen aufbauen. Ein weiterer Punkt, der für Sparpläne spricht, ist der Umstand, dass man nicht einmal auf den richtigen Zeitpunkt achten muss. Aufgrund der Tatsache, dass das Geld über einen sehr langen Zeitraum verteilt wird, erwirbt man die Anteile zu einem Durchschnittspreis. Man kauft immer zum selben Preis ein – einmal günstig, dann wieder teuer. Der sogenannte Cost Average-Effekt macht es möglich, dass man am Ende durchaus eine stattliche Rendite holt, die mit anderen Produkten – so etwa dem Tages- oder Festgeld – nicht möglich gewesen wäre.

Die Börse kann somit nicht nur jenen Anlegern empfohlen werden, die richtig viel Geld investieren wollen – selbst mit kleineren Beträgen kann mitgemischt werden.

Variante Nummer 1: ETF Sparpläne

Eine Möglichkeit, die nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der ETF Sparplan. In diesem Fall investiert man in Aktien – und das mit wirklich kleinen Summen. So kann man bereits mit 25 Euro/Monat den Sparplan bedienen.

Was sind ETFs?

Die Abkürzung ETF steht für „Exchange Traded Fund“ – übersetzt: börsengehandelter Indexfonds. ETFs gehören somit in die Kategorie der Fonds. Dabei investieren mehrere Anleger ihr Kapital, das in weiterer Folge in Wertpapiere gesteckt wird.

Handelt es sich um einen klassischen Fonds, der also aktiv gemanagt ist, so kümmert sich der Fondsmanager um diverse Investitionen. Der Anleger gibt sein Geld also einer Person, die sodann investiert und das Ziel verfolgt, das Geld zu vermehren. Befasst man sich mit Fonds, so wird man relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass es extrem viele unterschiedliche Arten von Fonds gibt – so etwa bezugnehmend auf

  • Branchen,
  • Regionen und/oder
  • diverse Wertpapiere.

Aufgrund der Tatsache, dass das investierte Geld jedoch breit verteilt wird, ist das Risiko des Verlusts relativ gering.

Doch entscheidet man sich für einen börsengehandelten Indexfonds, so hat dieser nur sehr wenige Gemeinsamkeiten mit dem aktiv gemanagten Investmentfonds. Ein ETF wird passiv verwaltet. Das heißt, hier gibt es keinen Fondsmanager, der gegen den Markt gewinnen will – also eine höhere Rendite als die Durchschnittsrendite anstrebt.

Beim börsengehandelten Indexfonds handelt es sich lediglich um den  Nachbau eines im Vorfeld ausgewählten Börsenindex Die Fondsgesellschaft nimmt das Geld des Anlegers und investiert es in jene Papiere, die sich im gewählten Index befinden. Wer sich etwa für den DAX entscheidet, also den deutschen Leitindex, so wird in weiterer Folge nur noch in jene 30 Aktiengesellschaften investiert, die sich auch im DAX befinden. Steigt der DAX, so klettert auch das investierte Vermögen nach oben – fällt der DAX, so kommt es zum Verlust.

Ziel: Also kann als Ziel angegeben werden, dass genau jene Rendite erreicht werden soll, die auch der Index erzielt. Es geht also nicht darum, dass man gegen den Markt gewinnen will – man will nur genauso gut sein.
  • Ein Vorteil, der hier keinesfalls außer Acht gelassen werden darf, sind die sehr geringen Gebühren.

Entscheidet man sich für die ETF-Strategie, so muss man weitaus weniger Kosten als bei einem Investment in einen klassischen Fonds bezahlen:

GebührenartPassiv gemanagte Fonds (ETFs)Aktiv gemanagte Fonds  
Laufende Kosten0,2 Prozent und 0,5 Prozent/Jahrdurchschnittlich 1,5 Prozent/Jahr
Anschaffungskosten0,25 Prozent5 Prozent
Gewinnbeteiligungkeinemaximal 20 Prozent der Jahresrendite

Der Sparplan

Hier ist der Name bereits Programm: Bei einem Sparplan handelt es sich nämlich um einen „Plan“, mit dem automatisch gespart wird – das heißt, wer sich für ein Wertpapier entscheidet, in diesem Fall für einen börsengehandelten Indexfonds, so wird Monat für Monat eingekauft.

Mit einem Dauerauftrag werden somit monatlich Anteile über die Bank oder den Broker gekauft.

Derartige Sparpläne können nicht nur mit geringen Summen bedient werden, sondern sind auch ausgesprochen flexibel und können jederzeit verändert werden.

Risiken und Chancen

Befasst man sich mit dem Risiko, so muss gesagt werden, dass sich dieses an den alltäglichen Kursschwankungen im Markt orientiert. Aufgrund der Tatsache, dass das Geld bei ETFs jedoch breiter verteilt ist, somit eine gute Streuung vorliegt, kann man eigentlich einen  Totalverlust ausschließen. 

Wer einen langen Anlagehorizont verfolgt, der kann durchaus eine attraktive Durchschnittsrendite erzielen.

Variante Nummer 2: Privatkredite vergeben

Eine interessante Variante stellen Privatkredite dar, die auch als sogenannte P2P-Kredite bezeichnet werden können.

Was sind Privatkredite?

Bei Privatkrediten wird ein ausgesprochen einfaches Prinzip verfolgt – man übernimmt die Rolle des Kreditgebers und leiht Geld einer Person, die sodann zum Kreditnehmer wird. Das geliehene Geld wird dann in Raten über einen bestimmten Zeitpunkt zurückbezahlt – inklusive Zinsen.

Im Internet gibt es heutzutage schon ein paar Plattformen, die private Kreditgeber und private Kreditnehmer miteinander verbinden. So präsentiert ein potentieller Kreditnehmer seinen Kreditwunsch und gibt an, wofür er das Geld verwenden möchte. Der private Geldgeber entscheidet dann, ob er das Projekt unterstützen möchte oder nicht.

  • Von Vorteil ist der Umstand, dass man nicht den gesamten Betrag, der von Seiten des Kreditnehmers gewünscht wird, bereitstellen muss – am Ende kann auch nur ein kleinerer Teil zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, ein Kredit kann auch von mehreren Personen gewährt werden.

Ist es zu einem Geschäftsabschluss gekommen, also hat man dem privaten Kreditnehmer die Finanzierung gewährt, so wird dieser – wie vertraglich vereinbart – den Kredit zurückbezahlen.

Risiken und Chancen

Von Vorteil ist der Umstand, dass die Plattformen, über die Kredite vergeben werden, ausgesprochen benutzerfreundlich gestaltet sind – hier werden selbst Anfänger, die noch nie etwas mit der Materie zu tun hatten, vor keine großen Schwierigkeiten gestellt.

Natürlich muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch hier – wie bei jedem anderen Investment auch – Ausfälle drohen können. Vor allem auch deshalb, weil es viele potentielle Kreditnehmer gibt, die nur deshalb auf einer derartigen Plattform unterwegs sind, weil sie von den Banken gar keine Finanzierung mehr bekommen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld gut überlegt, ob man den Kreditwunsch unterstützen will oder nicht.

Zu den bekanntesten P2P Kredit-Vermittlern gehören die Plattformen:

  • Smava,
  • auxmoney,
  • Lendico,
  • Giromatch,
  • Funding Circle oder auch
  • Crosslend.

Variante Nummer 3: Immobilien Crowdinvesting

Crowdinvesting kann durchaus mit den Privatkrediten verglichen werden. Der Unterschied? Man investiert in große Immobilienprojekte. Der Anleger verdient sodann durch die festgeschriebenen Zinsen.

Was ist Crowdinvesting?

Auch hier stehen im Internet diverse Plattformen zur Verfügung, die die Möglichkeit anbieten, in diverse Immobilien-Projekte zu investieren. In der Regel handelt es sich um recht große wie auch bekannte Projekte. Möchte man mit seinem Geld als Unterstützer tätig werden, wobei es darum geht, Zinsen aus den Erträgen zu bekommen, so ist es wichtig, sich im Vorfeld mit den diversen Projekten auseinanderzusetzen. Welche sind besonders erfolgversprechend und welche Projekte sollte man besser meiden?

Auch hier gilt, dass hohe Zinsen natürlich attraktiv sind, jedoch auch  bedeuten, dass man als Anleger ein wohl höheres Risiko eingeht.

Risiken und Chancen

Wer sich für das Crowdinvesting entscheidet, der muss natürlich wissen, dass es auch hier ein  nicht zu unterschätzendes Risiko  gibt. So kann ein Totalverlust nie komplett ausgeschlossen werden – meldet der Projektpartner etwa Insolvenz an, so ist das Geld (in fast allen Fällen) weg.

Interessant ist hingegen der Umstand, dass man auch hier mit sehr geringen Beträgen investieren kann.

Zu den bekanntesten Plattformen gehören:

  • Exporo oder auch
  • Bergfürst.

Wie man ein erfolgreicher Anleger wird – und bleibt

Werden die nachstehenden Punkte berücksichtigt, so ist man mit Sicherheit auf einem guten Weg, um ein erfolgreicher Anleger zu werden – und am Ende auch zu bleiben.

  • Man muss den Unterschied zwischen Konsumieren und Investieren verstehen.
  • Man sollte wissen, in was investiert wird – „blinde Investments“ sind gefährlich; es geht schlussendlich nicht um „Rot“ oder „Schwarz“ im Casino, sondern darum, mit der richtigen Strategie erfolgreich zu werden.
  • Wichtig ist, dass man auch in die eigene Bildung investiert – man sollte sich daher mit den diversen Weiterbildungsmöglichkeiten auseinandersetzen, die zum Teil auch auf den Plattformen der Online-Broker angeboten werden.
  • Man muss Spaß an der Sache haben – wer ständig Angst hat und verkrampft ist, wird keine Erfolge feiern können.
  • Erfahrungen sammeln – zu Beginn geht es um die Erfahrung; wer sich selbst schon als erfahrenen Anleger sieht, kann mitunter auch mehr Geld in riskantere Produkte stecken.

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About the Author:

Julia Koch

Seit meinem Studium der BWL interssiere ich mich für die Themen Digitalisierung und Investments und schreibe als freie Autorin unter anderem auf coincierge.de darüber.