Bitwise setzt auf Bitcoin & sieht Raum für Zcash

Krypto News Bitwise launcht breiten Krypto-ETF – kommt jetzt der „S&P 500“ für Kryptowährungen?

Zcash zeigt in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte relative Stärke. Während viele Altcoins weiterhin deutlich unter ihren Verlaufshochs notieren, konnte ZEC massiv zulegen und arbeitet sich Schritt für Schritt wieder in Richtung der zehn wertvollsten Kryptowährungen der Welt vor. Das sorgt zunehmend für Aufmerksamkeit bei Investoren und Analysten.

Besonders spannend: Immer häufiger wird Zcash im Zusammenhang mit Bitcoin diskutiert. Denn während Bitcoin als digitales Gold und wertvollste Kryptowährung der Welt gilt, positioniert sich Zcash stärker als privatsphärenorientierte Alternative. Doch ergibt dieser Vergleich überhaupt Sinn?

Genau diese Debatte gewinnt aktuell an Dynamik. Selbst große Vermögensverwalter wie Bitwise bleiben zwar klar bullish für Bitcoin, sehen zugleich aber auch einen eigenständigen Investment-Case für Zcash. Aussagen von Bitwise-CIO Matt Hougan zeigen nun, warum dieses Narrativ zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Matt Hougan sieht eigenes Narrativ für Zcash

Der bekannte Bitwise-CIO Matt Hougan macht aktuell deutlich, dass Zcash aus seiner Sicht nicht einfach nur ein weiterer Altcoin ist. In einem aktuellen Beitrag erklärt Hougan, dass die zunehmende Mainstream-Adoption von Bitcoin sogar Raum für Projekte wie Zcash schaffen könnte. Seine Argumentation: Je stärker Bitcoin und andere große Kryptowährungen reguliert, institutionalisiert und überwacht werden, desto stärker könnte gleichzeitig die Nachfrage nach Alternativen mit höherem Fokus auf Privatsphäre steigen.

Hougan reagierte damit auf die aktuelle „ZEC Thesis 2026“, die zuletzt innerhalb der Kryptoszene viral ging. Dort wird argumentiert, dass Zcash insbesondere im Zeitalter zunehmender Überwachung und transparenter Blockchains einen klaren Nutzen besitzen könnte. Während Bitcoin heute zunehmend über ETFs, Banken und institutionelle Infrastruktur in den traditionellen Finanzmarkt integriert wird, könnte genau diese Entwicklung laut einigen Analysten einen gegensätzlichen Trend auslösen: den Wunsch nach finanzieller Privatsphäre.

Dabei betont Hougan allerdings keineswegs, dass Zcash Bitcoin ersetzen könnte. Vielmehr sieht er unterschiedliche Rollen. Bitcoin bleibe für Bitwise weiterhin der dominante Wertspeicher und das zentrale institutionelle Investment im Kryptomarkt. Zcash könne jedoch ein ergänzendes Narrativ bedienen – insbesondere für Anleger, die Datenschutz und fungible Transaktionen als wichtigen Bestandteil digitaler Finanzsysteme betrachten. Genau deshalb wächst aktuell die Aufmerksamkeit rund um ZEC deutlich an.

Diese „ZEC Thesis 2026“ geht aktuell viral

Die aktuell viel diskutierte „ZEC Thesis 2026“ argumentiert, dass Zcash womöglich genau zum richtigen Zeitpunkt ein Comeback erlebt. Hintergrund ist laut der Analyse eine massive Verschiebung innerhalb des Kryptomarktes. Während Bitcoin immer stärker institutionalisiert wird, verliert die älteste Kryptowährung laut den Autoren zunehmend ihren ursprünglichen Cypherpunk-Charakter. ETFs halten mittlerweile über 1,25 Millionen BTC, Unternehmen wie Strategy besitzen hunderttausende Bitcoin und auch Staaten akkumulieren zunehmend Bestände. Genau das sei zwar ein Erfolg für Bitcoin, öffne aber gleichzeitig Raum für Alternativen mit stärkerem Fokus auf finanzielle Privatsphäre.

Die Analyse sieht genau hier die Chance für Zcash. Denn ZEC positioniert sich seit Jahren als datenschutzorientierte Kryptowährung mit besonders starker Kryptografie und sogenannten „shielded addresses“. Laut den Autoren könnte gerade die zunehmende Überwachung im digitalen Finanzsystem die Nachfrage nach Privacy-Coins langfristig antreiben.

Zusätzlich wird argumentiert, dass Zcash regulatorisch deutlich besser aufgestellt sei als Monero. Während Monero wegen vollständiger Anonymität zunehmend Delistings riskiert, verfolgt Zcash ein hybrides Modell aus transparenten und privaten Transaktionen. Dadurch könnten laut der Analyse sogar institutionelle Produkte wie ein möglicher ZEC-ETF entstehen.

Besonders spannend ist zudem das Quantum-Computing-Narrativ. Die Autoren argumentieren, dass Zcash durch seine Privacy-Technologie langfristig besser gegen potenzielle Quantencomputer-Angriffe positioniert sein könnte als Bitcoin. Genau diese Mischung aus Privacy, regulatorischer Anschlussfähigkeit und möglicher institutioneller Integration sorgt aktuell für neue Dynamik rund um ZEC.

On-Chain-Daten sprechen für Angebotsverknappung

Auch die aktuellen On-Chain-Daten liefern ein bullisches Argument für Zcash. Laut der Analyse von Jeremiah befindet sich mehr als die Hälfte des ZEC-Angebots faktisch in langfristiger Verwahrung. Konkret seien im transparenten Pool rund 30,4 Prozent der Coins seit mehr als einem Jahr nicht bewegt worden, 20 Prozent sogar seit über drei Jahren. Hinzu kommen 30,8 Prozent des Angebots, die in abgeschirmten Pools liegen. Je nach Berechnung ergibt sich damit ein Anteil von über 50 Prozent, der dem kurzfristig handelbaren Markt nur begrenzt zur Verfügung steht.

Das ist für Zcash relevant, weil starke Kursbewegungen häufig entstehen, wenn steigende Nachfrage auf ein knappes liquides Angebot trifft. Besonders bullisch ist dabei der Anstieg der Shielding-Rate: Immer mehr ZEC werden in private Pools verschoben. Das stärkt nicht nur das Privacy-Narrativ, sondern reduziert zugleich die Transparenz und kurzfristige Umlaufgeschwindigkeit. Für Anleger entsteht damit ein klassisches Knappheitsargument.

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Zuletzt aktualisiert am 10. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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