Metaplanet erklärt 5.014 BTC als internen Custody-Transfer

Bitcoin custody transfer between secure institutional vaults

Metaplanet, die drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Treasury-Firma weltweit und die größte in Asien, hat Spekulationen über einen möglichen Bitcoin-Verkauf zurückgewiesen. Das japanische Unternehmen bewegte 5.014 BTC im Wert von rund 322 Millionen US-Dollar zwischen Custody-Adressen. CEO Simon Gerovich erklärte, dass keine Bitcoin verkauft worden seien und die Bestände bei 43.000 BTC blieben.

Der Transfer zwischen Custody-Adressen

Die Übertragung erfolgte über einen Zeitraum von 24 Stunden, der am Mittwoch begann. Nach Angaben von Gerovich handelte es sich ausschließlich um einen routinemäßigen Custody-Vorgang zwischen entsprechenden Adressen. Die Netzwerkgebühren für die Bewegung der Bitcoin beliefen sich demnach auf rund 8 US-Dollar.

Gerovich äußerte sich dazu öffentlich auf X und stellte klar, dass der Vorgang keinen Verkauf darstellte. Die Erklärung bezog sich auf die Übertragung von 5.014 BTC und den unveränderten Bestand von 43.000 BTC.

Unrealisierter Verlust und Halbjahreszahlen

Laut Daten des Blockchain-Analysedienstes Arkham lag Metaplanet bei einem unrealisierten Verlust von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar.

Metaplanet veröffentlichte zudem seine Halbjahreszahlen. Nach einer Mitteilung erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Umsatz von 4,94 Milliarden Yen, was einem Anstieg von 134 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der operative Gewinn betrug 3,33 Milliarden Yen und lag damit 136 Prozent über dem Vorjahreswert. Zugleich meldete Metaplanet einen Nettoverlust von 182,8 Milliarden Yen, der größtenteils auf eine nicht zahlungswirksame Bewertungskorrektur des Bitcoin-Bestands zurückgeführt wurde.

Ausbau der Bitcoin-Strategie

Metaplanet hat seine Bitcoin-Strategie über die Akkumulation hinaus erweitert. Im März gründete das Unternehmen Metaplanet Ventures und sagte Investitionen von 4 Milliarden Yen, rund 25 Millionen US-Dollar, über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren für Bitcoin- und Krypto-Infrastruktur in Japan zu.

Das Unternehmen strebt an, bis Ende 2026 Bestände von 100.000 BTC und bis Ende 2027 210.000 BTC zu halten. Vor diesem Hintergrund ordnete Gerovich die jüngste Bewegung von 5.014 BTC als internen Verwahrungsvorgang ein und nicht als Veräußerung von Bitcoin.

Zuletzt aktualisiert am 13. August 2026

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Tobias FennerExperte für Kryptowährungen

Tobias Fenner beschäftigt sich seit fast einem Jahrzehnt mit der Schnittstelle zwischen digitalen Vermögenswerten und der notorisch komplexen Welt des Steuerrechts. Der in Stuttgart ansässige Experte entwickelte früh eine Leidenschaft für die regulatorische Seite von Krypto, nachdem er feststellte, dass die meisten Enthusiasten weitaus mehr auf Gewinne fokussiert waren als auf das, was passiert, wenn das Finanzamt anklopft. Seine Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wesentliche auf den Punkt bringen – mit einer praktischen, bodenständigen Perspektive, die sowohl Krypto-Neulinge als auch erfahrene Anleger anspricht, die sich mit deutschen und EU-Compliance-Vorgaben auseinandersetzen müssen.

Seine Berichterstattung auf Coincierge.de konzentriert sich auf steuerliche Meldepflichten, die Herausforderungen bei der Einstufung von DeFi, die steuerliche Behandlung von Staking-Einnahmen und die sich ständig weiterentwickelnden Richtlinien des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Tobias ist überzeugt, dass finanzielle Freiheit im Krypto-Raum nur dann sinnvoll ist, wenn die Menschen das Erreichte auch tatsächlich behalten dürfen. Das bedeutet, die Regeln im Detail zu verstehen, anstatt am Jahresende einfach auf das Beste zu hoffen.

Wenn er nicht gerade die neuesten BMF-Schreiben analysiert oder die Krypto-Meldestandards der OECD verfolgt, begeistert sich Tobias fürs Langstrecken-Radfahren und ein – vielleicht etwas übertriebenes – Interesse an Brettspielstrategien. Er schreibt für Leser, die Klarheit statt Hype suchen und die verstehen, dass die vermeintlich langweiligen Facetten von Krypto oft die wichtigsten sind.

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