$ZAMA erreicht Millionen Revolut-Nutzer – das steckt dahinter

Encrypted blockchain ledger symbolizing Zama’s privacy technology and access through Revolut

Der Datenschutz-Token $ZAMA ist laut einem Beitrag im offiziellen Zama-Blog nun auch über Revolut verfügbar. Zama entwickelt ein Protokoll auf Basis von Fully Homomorphic Encryption (FHE), mit dem Smart Contracts auf verschlüsselten Daten berechnen sollen.

Zama kündigt Verfügbarkeit bei Revolut an

Im News-Feed der Zama-Website findet sich unter dem Datum 10. August 2026 ein Eintrag mit dem Titel „$ZAMA Is Now Available on Revolut“. Darin teilt das Unternehmen mit, dass Millionen Revolut-Nutzer direkt über die App auf $ZAMA zugreifen können. Weitere Details zur Verfügbarkeit nach Ländern oder zu konkreten Handelsfunktionen nennt die Quelle nicht.

Die Ankündigung folgt auf einen weiteren Blogbeitrag vom 6. August 2026. Darin meldete Zama eine Partnerschaft mit Hypernative für kontinuierliches Onchain-Monitoring. Nach Darstellung des Unternehmens benötigen Institutionen neben Vertraulichkeit auch Compliance- und operative Kontrollmöglichkeiten.

Was hinter der FHE-Technologie steckt

Zama beschreibt sein Kernprodukt als Lösung für die öffentliche Sichtbarkeit von Blockchain-Daten. Nach Darstellung des Unternehmens ermöglicht Fully Homomorphic Encryption Smart Contracts, Berechnungen direkt auf verschlüsselten Daten auszuführen. Guthaben und Transferbeträge sollen dadurch verborgen bleiben, während die Blockchain überprüfbar, vertrauensarm und dezentral funktionieren soll.

Das Protokoll soll auf Ethereum aufsetzen und künftig auch weitere EVM-Chains sowie Solana unterstützen. Zama zufolge werden vorhandene Token dabei nicht auf eine neue Chain verschoben, sondern vertraulich gemacht.

Das Unternehmen vergleicht diesen Ansatz mit dem Übergang von HTTP zu HTTPS und bezeichnet seine langfristige Vision als „HTTPZ“. Verschlüsselte Transaktionen sollen nach dieser Darstellung zum Standard für Blockchains werden.

Team, Reichweite und Protokoll-Ökosystem

Laut eigenen Angaben arbeitet Zama seit 2020 an FHE-Technologie. Das Unternehmen nennt 120 Beschäftigte, darunter 40 mit Doktortitel, sowie 77 Forschungspapiere und 30 Patente. CTO Pascal Paillier entwickelte demnach das Paillier-Kryptosystem. CEO Rand Hindi hatte zuvor ein auf Datenschutz ausgerichtetes KI-Unternehmen aufgebaut, das von Sonos übernommen wurde.

Nach eigener Darstellung nutzen neun von zehn FHE-Projekten im Kryptobereich Zamas Technologie in irgendeiner Form. Der $ZAMA-Token dient laut Protokoll-Design zur Bezahlung von Ver- und Entschlüsselung sowie zur Belohnung der Netzwerkbetreiber. Zama nennt dabei Ledger, Fireblocks, Etherscan und LayerZero und erklärt, diese Unternehmen sicherten zusammen Vermögenswerte von mehr als 100 Milliarden US-Dollar ab.

Von der Auktion zum Mainnet-Betrieb

Die öffentliche Zama-Auktion war laut einem Blogbeitrag vom 22. Januar 2026 zu diesem Zeitpunkt bereits live und sollte am 24. Januar um 20:00 Uhr UTC enden. Das Unternehmen beschrieb sie als vertrauliche versiegelte Dutch-Auktion nach einem Mechanismus, den auch Google bei seinem Börsengang verwendet hatte. Das Claiming war für den 2. Februar vorgesehen; die Token sollten beim Claiming vollständig freigeschaltet sein.

Zama erklärte zudem, das Protokoll sei bereits im Mainnet in Betrieb. Im Dezember zuvor habe das Unternehmen eine erste vertrauliche Stablecoin-Transaktion initiiert. Außerdem sei auf dem Ethereum-Mainnet eine vollständig vertrauliche Gehaltsabrechnung über das Zama-Protokoll durchgeführt worden.

Nach Angaben von Zama können Onchain-Werte wie Token, Real-World-Assets, Aktien und Stablecoins verschlüsselt werden. Die nun angekündigte Verfügbarkeit von $ZAMA über Revolut erweitert den Zugang zum Token über eine weitere App.

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.
Vorheriger ArtikelCoinbase baut mit FCA-Lizenz britische Multi-Asset-Plattform aus
Nächster ArtikelStablecoin-Boom stärkt Tron – doch TRX bleibt unter Druck

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

Tobias FennerExperte für Kryptowährungen

Tobias Fenner beschäftigt sich seit fast einem Jahrzehnt mit der Schnittstelle zwischen digitalen Vermögenswerten und der notorisch komplexen Welt des Steuerrechts. Der in Stuttgart ansässige Experte entwickelte früh eine Leidenschaft für die regulatorische Seite von Krypto, nachdem er feststellte, dass die meisten Enthusiasten weitaus mehr auf Gewinne fokussiert waren als auf das, was passiert, wenn das Finanzamt anklopft. Seine Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wesentliche auf den Punkt bringen – mit einer praktischen, bodenständigen Perspektive, die sowohl Krypto-Neulinge als auch erfahrene Anleger anspricht, die sich mit deutschen und EU-Compliance-Vorgaben auseinandersetzen müssen.

Seine Berichterstattung auf Coincierge.de konzentriert sich auf steuerliche Meldepflichten, die Herausforderungen bei der Einstufung von DeFi, die steuerliche Behandlung von Staking-Einnahmen und die sich ständig weiterentwickelnden Richtlinien des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Tobias ist überzeugt, dass finanzielle Freiheit im Krypto-Raum nur dann sinnvoll ist, wenn die Menschen das Erreichte auch tatsächlich behalten dürfen. Das bedeutet, die Regeln im Detail zu verstehen, anstatt am Jahresende einfach auf das Beste zu hoffen.

Wenn er nicht gerade die neuesten BMF-Schreiben analysiert oder die Krypto-Meldestandards der OECD verfolgt, begeistert sich Tobias fürs Langstrecken-Radfahren und ein – vielleicht etwas übertriebenes – Interesse an Brettspielstrategien. Er schreibt für Leser, die Klarheit statt Hype suchen und die verstehen, dass die vermeintlich langweiligen Facetten von Krypto oft die wichtigsten sind.

Zeige alle Posts von Tobias Fenner

Weiter Lesen

Metaplanet verkauft 10.000 BTC und kauft 11.000 zurück: Der Weg zum Credit Rating
Tobias Fenner
vor 1 Stunde

Metaplanet hat im dritten Quartal 10.000 BTC verkauft und 11.000 zurückgekauft, um Ratingagenturen die...

Lesen Sie Weiter
1.000 BTC bei Binance: On-Chain-Signal o...
Bitcoin zwischen Warnsignal und Halt bei...
Weniger Hebel, mehr Spot-Nachfrage: Bitc...

Fragen und Antworten

Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.

Meine Frage posten

Ihre Frage war nicht dabei?

Fragen Sie uns jetzt!

Name*

Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Ihre Frage*

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein