Rund um XRP und Ripple herrscht oftmals Verwirrung, da die Begriffe oftmals als Synonyme verwendet werden, aber eigentlich für unterschiedliche Dinge stehen. Mit diesem Artikel wollen wir für Klarheit sorgen und die Frage, was ist XRP beantworten.
Im Artikel beschäftigen wir uns mit XRP, Ripple Labs, XRP Ledger und RippleNet, um Ihnen ein klares Bild von allen Begrifflichkeiten rund um Ripple und XRP zu verschaffen.
Das Wichtigste in Kürze
- XRP ist die Kryptowährung der XRP Ledger
- XRP und die XRP Ledger wurden vom US-Unternehmen Ripple Labs im Jahr 2012 entwickelt
- Neben der Kryptowährung und der Ledger bietet Ripple Labs mit RippleNet auch ein Zahlungsnetzwerk für Banken an, welches auch ohne XRP funktioniert
- Ziel von Ripple Labs ist es, schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Transaktionen zu ermöglichen
Was ist XRP und wie funktioniert es?
XRP ist die Kryptowährung des XRP Ledgers (XRPL), einem dezentralen Kassenbuch. Das Projekt wurde im Jahr 2012 von den US-Gründern Jed McCaleb und David Schwartz gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Lösung für schnelle und günstige grenzüberschreitende Transaktionen zu schaffen.
Aus technischer Sicht handelt es sich bei XRPL nicht um eine klassische Blockchain, sondern um eine Distributed Ledger mit einem eigenen Konsensmechanismus namens XRP Ledger Consensus Protocol. Diese unterscheidet sich von anderen Blockchain-Projekten wie Bitcoin oder Ethereum, da es hier weder ein Mining noch ein Staking gibt und zudem keine Blöcke mit Transaktionen gebildet werden. Stattdessen werden die Transaktionen einzeln und ohne Belohnung von einem Netzwerk aus etwa 150 Validatoren bestätigt, die ein Interesse am Erhalt des Netzwerks haben.
Wenn man sich mit Ripple oder XRP beschäftigt, trifft man häufig auf die Begriffe Ripple Labs und RippleNet. Bei Ripple Labs handelt es sich ganz einfach um das Unternehmen, das XRP, XRPL und RippleNet entwickelt hat.
Bei RippleNet handelt es sich hingegen um ein Zahlungsnetzwerk, mithilfe dessen Banken grenzüberschreitende Transaktionen einfacher, günstiger und schneller abwickeln können. RippleNet funktioniert grundsätzlich auch ohne XRP und wird auch von vielen Banken gänzlich ohne XRP verwendet.

Ripple vs. XRP – Wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied zwischen Ripple und XRP besteht darin, dass es sich bei Ripple um ein Unternehmen und bei XRP um eine Kryptowährung handelt. Ripple – oder besser gesagt Ripple Labs – ist ein Unternehmen, das RippleNet, XRP Ledger und XRP entwickelt hat.
Funktionen von XRP
Die Kryptowährung XRP nimmt verschiedene Funktionen in der XRP Ledger ein. Zu diesen Funktionen zählen:
- Transaktionsgebühren: Für alle Transaktionen innerhalb des XRP-Netzwerks fällt eine Gebühr an, die mit XRP bezahlt werden muss. Diese beläuft sich bei den meisten Transaktionstypen aktuell auf 0,00001 XRP. Diese Gebührenzahlungen werden direkt verbrannt und gehen somit nicht an eine Partei innerhalb des Netzwerks.
- Liquidität: XRP wird von Finanzdienstleistern genutzt, um für Liquidität zwischen verschiedenen Währungspaaren zu sorgen. Dadurch müssen sie keine großen Mengen an unterschiedlichen Fiat-Währungen vorhalten.
- Brückenwährung: XRP kann zudem als Brückenwährung bei Transaktionen zwischen verschiedenen Währungen eingesetzt werden. Gibt es beispielsweise kein direktes Handelspaar kann Währung A zunächst in XRP und XRP danach in Währung B umgetauscht werden – dies war der ursprünglich geplante Anwendungsfall von XRP.
XRP im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum
Die Kryptowährung XRP und die XRP Ledger (XRPL) weisen einige wichtige Unterschiede zu anderen Blockchain-Netzwerken wie Bitcoin und Ethereum auf. Die wichtigsten Unterschiede sind:
| Kategorie | XRP | Bitcoin | Ethereum |
| Konsensmechanismus | XRP besitzt einen eigenen Konsensmechanismus namens Ripple Protocol Consensus Algorithm. Die Transaktionen werden hierbei von einem Netzwerk aus Validatoren bestätigt, die keine Belohnungen für ihre Arbeit erhalten. Jeder Validator hat eine Liste von etwa 35 vertrauenswürdigen Nodes und benötigt die Zustimmung von 80% dieser Nodes, um eine Transaktion zu bestätigen. | Im Gegensatz dazu werden bei Bitcoin (BTC) Transaktionen blockweise von Minern bestätigt, indem sie komplexe mathematische Aufgaben lösen – hierfür erhalten sie eine Belohnung. | Bei Ethereum (ETH) werden Transaktionen auch in Blöcken bestätigt, wobei die Schaffung der Blöcke über Validatoren abläuft, die Transaktionen auf Basis ihrer gestakten ETH zusammenfassen dürfen. Auch sie erhalten Belohnungen für ihre Dienste. |
| Gebühren und Geschwindigkeit | XRP-Transaktionen kosten normalerweise 0,00001 XRP (aktuell etwa 0,00003 USD) und werden in der Regel zwischen 3 und 5 Sekunden abgewickelt. | Bitcoin-Transaktionen kosten hingegen aktuell etwa 1,18 US-Dollar und benötigen im Durchschnitt 14 Minuten. | ETH-Transaktionen benötigen normalerweise 30 Sekunden bis 5 Minuten und kosten aktuell 0,38 US-Dollar. Damit sind XRP-Transaktionen deutlich schneller und günstiger als bei anderen Netzwerken. |
| Token-Menge | XRP hat ein feste Token-Menge von 100 Mrd. XRP, die bereits alle erschaffen wurden. Bitcoin hat eine Maximalmenge von 21 Mio. | Bitcoin, die nach und nach durch das Mining freigegeben werden. | Ethereum hat keine Maximalmenge, wodurch das Angebot theoretisch ins Unendliche steigen kann. Aus praktischer Sicht gibt es jedoch Mechanismen, die dafür sorgen, dass jedes Jahr nur eine bestimmte Menge an ETH neu hinzukommen kann. |
| Dezentralisierung | XRP gilt im Krypto-Sektor als eher zentralisiert, da es nur eine begrenzte Anzahl an Validatoren gibt und Ripple Labs zudem fast die Hälfte aller XRP-Token hält. | Bitcoin ist dezentraler organisiert, da hier grundsätzlich jeder Mining oder das Staking betreiben kann, wobei auch hier keine vollständige Dezentralisierung gegeben ist, da der Aufwand für das Mining und die Validierung jeweils sehr hoch sind. | Genau wie Bitcoin ist auch Ethereum dezentraler organisiert. |
| Anwendungsfälle | XRP dient als Mittel für schnelle und günstige Transaktionen im Finanzsektor. | Bitcoin stellt eine Art digitalen Wertspeicher (digitales Gold) dar. | Ethereum wurde als Plattform für die Entwicklung und Ausführung von Smart Contracts konzipiert. |
Dezentralisierungsgrad und Kritikpunkte

Die Frage der Dezentralisierung ist einer der am häufigsten diskutierten Aspekte im Krypto-Sektor, da die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen einen Gegenentwurf zum traditionellen und zentral organisierten Finanzsystem darstellen sollen. Daher ist es verständlich, dass XRP aufgrund seiner eher zentralen Organisation kritisch beäugt wird.
Die größten Kritikpunkte in Sachen Dezentralisierung von XRP sind, dass Ripple Labs weiterhin knapp 50% aller XRP-Token hält und auch der Betrieb des Netzwerks über vorausgewählte Validatoren eher zentralisiert erfolgt. Die meisten Nodes folgen einfach den Empfehlungen von Ripple Labs und auch die Code-Basis von XRPL wird hauptsächlich von Ripple Labs weiterentwickelt, auch wenn andere Entwickler einen Beitrag leisten können.
In den vergangenen Jahren hat Ripple einige Anstrengungen unternommen, um für mehr Dezentralisierung zu sorgen, indem mehr unabhängige Validatoren wie beispielsweise Universitäten ins Boot geholt wurden. Dennoch ist der Einfluss von Ripple Labs weiterhin sehr hoch.
Die Befürworter Ripples entgegnen dieser Kritik, dass die Zahlungsabwicklung zwischen Banken ein gewisses Maß an Kontrolle und Stabilität gewährleistet werden muss und sich die Vision von Ripple und XRP nur auf diese Art und Weise verwirklichen lässt.
Wie funktioniert die Technologie hinter XRP?
In diesem Abschnitt sehen wir uns die Technologie hinter XRP genauer an. Dabei gehen wir auf verschiedene Aspekte der Funktionsweise ein und zeigen an passenden Stellen, welche Unterschiede XRP zu anderen Blockchains aufweist.
XRP-Konsensmechanismus
XRP Ledger setzt auf einen eigenen Konsensmechanismus namens Ripple Protocol Consensus Algorithm (RPCA). Im Rahmen dieses Systems werden XRP-Transaktionen von etwa 150 Validatoren bestätigt. Die Bestätigung läuft dabei so ab, dass jeder Validator eine Liste von 35 vertrauenswürdigen Nodes – die sogenannte Unique Node List (UNL) – hat. Damit eine Transaktion durch den Validator bestätigt werden kann, müssen mindestens 80% dieser Nodes ihre Zustimmung geben.
Damit gibt es bei XRP anders als bei Bitcoin oder Ethereum kein Mining bzw. Staking. Zudem erhalten die Validatoren keine Belohnung für die Bestätigung einer Transaktion, sondern übernehmen diese Rolle, weil sie am Erhalt und der Fortführung des Netzwerks interessiert sind.
XRP-Transaktionsgeschwindigkeit
Dieses System bietet den großen Vorteil, dass Transaktionen extrem schnell und günstig abgewickelt werden können. Die Bestätigung der Transaktionen dauert bei XRP in der Regel nur 3 bis 5 Sekunden und die Gebühren bewegen sich in einem Bereich von unter 1 Cent. Damit grenzt sich XRP von vielen anderen Blockchains ab, die aufgrund ihres Konsensmechanismus in den meisten Fällen länger für die Transaktionsabwicklung benötigen und zudem teurer sind.

XRP-Energieverbrauch
Aufgrund des schlanken technischen Setups und dem durchdachten Konsensmechanismus wird für XRP-Transaktionen nur wenig Energie benötigt. Laut Bitdegree benötigt man für eine XRP-Transaktion 0,0079 kWh. Eine Bitcoin-Transaktion benötigt laut Statista hingegen etwa 1.200 kWh. Dieser Vergleich zeigt, wie viel weniger energieintensiv XRP im Vergleich zu Bitcoin wirklich ist.
XRP Ledger als Open Source-Technologie
Auch wenn XRP immer wieder für seine mangelnde Dezentralisierung kritisiert wird, zeigt sich Ripple in puncto Code sehr transparent, da die XRP Ledger Open Source ist. Damit kann jeder den Code öffentlich einsehen, Vorschläge machen oder Schwachstellen identifizieren. In diesem Punkt unterscheidet sich XRP damit eindeutig von traditionellen Finanzinstitutionen, die auf geschlossene und intransparente Systeme setzen.
Welche Anwendungsfälle hat XRP in der Praxis?
XRP hat in der Praxis verschiedene Anwendungsfälle. Einige der wichtigsten Einsatzbereiche von XRP sehen wir uns in den nächsten Abschnitten an:

- Banken & Finanzdienstleister (ODL – On-Demand Liquidity): On Demand Liquidity (ODL) ist einer der wichtigsten Anwendungsfälle von XRP im Finanzbereich. Hierbei handelt es sich um ein Zahlungssystem, über das Zahlungsdienstleister und Finanzinstitutionen Zugang zu Liquidität erhalten, um grenzüberschreitende Zahlungen in Fremdwährungen abzuwickeln. Die Bereitstellung der Liquidität erfolgt über ein Netzwerk aus verschiedenen Market Makern und Krypto-Börsen. In der Praxis nutzte MoneyGram ODL für Überweisungen zwischen den USA und Mexiko. Dabei wurden in den USA beispielsweise USD in XRP umgewandelt, diese in Sekunden nach Mexiko übertragen und dort in Pesos umgewandelt. Dadurch sparte sich MoneyGram die Vorfinanzierung und konnte somit erhebliche Einsparungen realisieren.
- Brückenwährung für grenzüberschreitende Zahlungen: XRP wird als Brückenwährung für grenzüberschreitende Zahlungen eingesetzt. Gerade Währungen, die kein direktes Handelspaar haben, werden in der Praxis mit XRP als Brückenwährung gegeneinander getauscht. So setzt beispielsweise der japanische Finanzdienstleister SBI Remit auf XRP, um in Japan lebenden Thailändern einen einfachen und günstigen Weg für Geldtransfers in die Heimat zu bieten. Diese Transfers umfassen ein monatliches Volumen von umgerechnet über 500 Mio. Euro.
- Micropayments & Finanzinfrastrukturen: Aufgrund der geringen Transaktionskosten und der schnellen Abwicklung von Zahlungen ist XRP prädestiniert für Micropayments und den Aufbau von individuellen Finanzinfrastrukturen. Als Praxisbeispiele können hier Zahlungen in den Bereichen Content oder Gaming genannt werden. Hierbei ermöglicht es beispielsweise der Anbieter Bitpay, Einzelhändlern Kryptowährungen zu akzeptieren und unterstützt dabei auch XRP.
- Smart Contracts (Hooks, XRP Ledger Erweiterungen): Mit der Entwicklung von sogenannten Hooks möchte XRP seinen Leistungsumfang erweitern. Bei Hooks handelt es sich um eine Art Smart Contract, der vor oder nach Transaktionen über die XRP Ledger ausgelöst werden kann – und das ganz ohne Einfluss auf Geschwindigkeit und Kosten. Dadurch kann man beispielsweise definieren, dass ein bestimmter Betrag jeder Transaktion automatisch auf ein Sparkonto weitergeleitet wird. Die Anwendungsfälle sind extrem vielfältig und könnten XRP für viele Anwendungsfälle attraktiver machen. Aktuell befinden sich Hooks noch in der Testphase. Für das Jahr 2025 ist zudem die Entwicklung einer Ethereum-kompatiblen Sidechain geplant, über die bereits bestehende Smart Contracts ins XRP-Ökosystem übertragen werden können.
- Unterschied zu klassischen Stablecoins & CBDCs: XRP unterscheidet sich deutlich von klassischen Stablecoins und CBDCs, da Stablecoins 1:1 an den Wert einer bestimmten Fiat-Währung gekoppelt sind und CBDCs eine digitale Form einer Fiat-Währung darstellen. Im Gegensatz dazu wird der XRP-Kurs durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bestimmt und weist daher deutlichere Schwankungen als Stablecoins und CBDCs auf. Um das Problem der Preisstabilität für seine Zahlungsnetzwerke zu lösen, hat Ripple inzwischen einen eigenen Stablecoin namens RLUSD entwickelt – dieser ist an den Dollar-Wert gekoppelt und stellt somit eine Alternative zu USDT und USDC dar.
XRP: Was ist ISO 20022 ?
ISO 20022 beschreibt einen Standard bzw. ein Universalschema für die Kommunikation in der Finanzindustrie. Konkret geht es hierbei darum, ältere Standards wie SWIFT MT zu ersetzen und für Verbesserungen in den Bereichen Transparenz, Datenstruktur, Datenumfang und Compliance bzw. Betrugsprävention zu setzen.
Durch die Einführung des neuen ISO 20022 soll die gesamte Kommunikation zwischen Finanzinstituten verbessert und effizienter werden, wodurch Transaktionen schlussendlich schneller abgewickelt werden sollen.
Im Zusammenhang mit XRP stößt man immer wieder darauf, dass XRP ISO 20022-konform ist. Dies ist jedoch nicht der Fall! Denn, nicht XRP, sondern RippleNET ist ISO 20022-konform und erfüllt damit die Anforderungen des ISO-Standards. Somit können Finanzdienstleister auch in Zukunft RippleNet nutzen, ohne spezifische Änderungen vornehmen zu müssen.
XRP kaufen & aufbewahren – So geht’s
XRP kann man über verschiedene Krypto-Börsen kaufen und in unterschiedlichen Wallets aufbewahren. Der Kauf und die Verwahrung funktionieren bei Best Wallet beispielsweise folgendermaßen:
Schritt 1: Best Wallet-App herunterladen
Im ersten Schritt lädt man die Best Wallet-App im Play Store von Google oder dem App-Store kostenlos herunter.
Schritt 2: Best Wallet einrichten
Im zweiten Schritt richtet man das Best Wallet ein. Hierfür legt man die Anmeldedaten fest und richtet bestenfalls verschiedene Sicherheitsfunktionen ein.

Schritt 3: XRP kaufen
Im dritten Schritt klickt man im Best Wallet auf “Buy” bzw. “Kaufen” und kann dort XRP mit verschiedenen Zahlungsmethoden kaufen. Der Kauf erfolgt über eine Partner-Kryptobörse.

Schritt 4: XRP verwahren
Nach dem Kauf werden die XRP-Coins automatisch auf die eigene Wallet übertragen. Dort kann man die XRP jetzt beliebig verwenden. Für alle Anleger die XPR kaufen wollen, haben wir bereits einen ausführlichen Artikel vorbereitet.
Vorteile & Risiken von XRP
Die nachfolgende Tabelle stellt die wichtigsten Vorteile und Risiken von XRP gegenüber:
Vorteile
- Schnelle Transaktionen
- Niedrige Kosten
- Hohe Energieeffizienz
- Umfassende Skalierbarkeit
- Etablierte Partnerschaften
- ISO 20022-Kompatibilität von RippleNet
- Reale Anwendungsfälle (Remittance, Banken, uvm.)
- Liquiditätslösung (ODL)
Risiken
- Hohe Zentralisierung
- Regulatorische Unsicherheit
- Hohe Volatilität des XRP-Kurs
- Konkurrenz durch etablierte Systeme wie SWIFT
- Abhängigkeit von Ripple Labs
- Konkurrenz durch andere Kryptowährungen, Stablecoins und CBDCs
XRP Prognose & Ausblick 2025
Die XRP-Prognose für das Jahr 2025 fällt uneindeutig aus, da es bei XRP sowohl Argumente für Kurssteigerungen, als auch für einen Kursverfall gibt.
Zu den bullischen Aspekte

Gerade das Potenzial im globalen Zahlungsverkehr ist riesig, da Ripple eine Alternative zum SWIFT-System darstellt. Der Ripple-CEO Brad Garlinghouse sprach kürzlich davon, dass XRP bis 2030 etwa 14% des gesamten SWIFT-Volumens übernehmen könnte. Dies könnte – trotz des anhaltenden Velocity-Problems – zu einer deutlichen Nachfragesteigerung bei XRP sorgen.
Auch der verbesserte regulatorische Rahmen in den USA könnte für Wachstum bei XRP sorgen, da es gerade für Institutionen jetzt einfacher wird, mit Krypto-Projekten wie Ripple zusammenzuarbeiten.
Einige Analysten gehen daher davon aus, dass XRP bis Ende des Jahres 2025 auf Werte zwischen 7 und 15 US-Dollar steigen könnte.
Zu den bärischen Aspekten

Hinzu kommt, dass die Struktur der XRP Ledger im Zusammenspiel mit XRP ein Velocity-Problem aufweist. Damit ist gemeint, dass die Nutzung von XRP im Bereich der einzelnen grenzüberschreitenden Transaktionen zunächst für einen kurzen Nachfrageschub sorgt, dieser jedoch durch den kurz darauffolgenden Verkauf wieder neutralisiert wird. Somit ergibt sich das Wersteigerungspotenzial vor allem durch ein allgemein erhöhtes Nachfrageniveau, da Finanzinstitutionen möglicherweise einen Kapitalstock an XRP halten, um die Transaktionen jederzeit durchführen zu können.
Ein weiterer Negativfaktor sind die umfassenden XRP-Holdings von Ripple Labs, da diese knapp 50% des gesamten Angebots halten und somit jederzeit für einen Angebotsschock sorgen könnten.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Analysten XRP-Kurse von unter 1,00 US-Dollar bis Ende des Jahres 2025 prognostizieren.
Diese Betrachtungen zeigen, dass XRP sowohl Chancen als auch Risiken bietet. Sollte es XRP in Zukunft gelingen, Marktanteile im Bereich der Liquidität im internationalen Zahlungsverkehr gewinnen, könnte dies bei XRP zu signifikanten Kursanstiegen führen. Gerade die Zentralisierungsrisiken, das unsichere Marktumfeld, große Konkurrenz und die grundsätzliche Unvorhersehbarkeit des Krypto-Sektors sorgen aber auch für hohe Risiken, weshalb bei XRP in Zukunft auch starke Verluste möglich sind.
Fazit – Lohnt sich ein Investment in XRP?
In diesem Artikel haben wir gezeigt, dass XRP die Kryptowährung der XRP Ledger ist. Diese wurde im Jahr 2012 vom Unternehmen Ripple Labs gegründet und ist nicht zu verwechseln mit RippleNet – einem Messaging-System für Finanzinstitutionen. XRP zeichnet sich durch eine besondere Architektur – inklusive eines eigenen Konsensmechanismus – aus, die schnelle und extrem günstige Transaktionen bei gleichzeitig niedrigem Energiebedarf ermöglicht.
Durch diese Eigenschaften und das verbesserte regulatorische Umfeld weist XRP durchaus noch Wachstumspotenzial auf. Demgegenüber stehen aber auch große Risiken, die auf die starke Konkurrenz, die bereits hohe Bewertung und die allgemeinen Risiken im Krypto-Sektor zurückzuführen sind.
FAQ – Häufige Fragen zu XRP
Was ist XRP einfach erklärt?
Einfach erklärt, ist XRP eine Kryptowährung, die für Transaktionen auf der XRP Ledger genutzt wird.
Ist XRP das Gleiche wie Ripple?
XRP ist nicht das Gleiche wie Ripple. XRP ist die Kryptowährung der XRP Ledger, während Ripple (bzw. Ripple Labs) das Unternehmen ist, das XRP entwickelt hat. Ripple Labs hat zudem das Banken-Messaging-System RippleNet entwickelt, das aber auch ohne XRP funktioniert.
Was ist der Unterschied zwischen XRP und Bitcoin?
Der Unterschied zwischen XRP und Bitcoin ist, dass die dahinterstehenden Systeme anders funktionieren. Während Bitcoins über das Mining gewonnen werden, wurden alle XRP-Coins bereits erschaffen.
Wie sicher ist XRP?
XRP gilt aufgrund seiner Architektur und der stetigen Weiterentwicklung grundsätzlich als relativ sicher. Dennoch gilt auch für XRP, dass es keine 100%ige Sicherheit gibt und jederzeit technische Schwachstellen aufgedeckt und im schlechtesten Fall ausgenutzt werden können.
Wo kann ich XRP am besten kaufen?
XRP kann man am besten über eine Krypto-Börse kaufen. Hierfür kommen verschiedene Anbieter wie Bitpanda, eToro oder auch Best Wallet infrage.
Zuletzt aktualisiert am 15. August 2025

