Amazon meldet Patent an, um Bitcoin Transaktionen zu entschlüsseln und Daten an Behörden zu verkaufen

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Bitcoin: Amazon Data-Stream
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PrepayWay

Amazon Technologies , Inc. (Seattle, WA) ist eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Giganten Amazon.com. Diese hat ein Patent für einen Marktplatz erhalten, der Daten-Streams anbieten soll. Der patentierte Marktplatz beinhaltet auch Bitcoin-Transaktionen.

Patent genehmigt

Die US-Behörde „Patent und Trademark Office“ hat das Patent von Amazon Technologies genehmigt. Das Patent wurde am 29. September 2014 eingereicht und der Begriff Bitcoin wird insgesamt sechs Mal genannt.

Ein Beispiel, das im Dokument genannt wird, ist ein „Data-Stream“, der Bitcoin Transaktionen (bzw. Krypto-Transaktionen) veröffentlichen oder beinhalten soll. Im Dokument wird ausgeführt:

Die rohen Transaktionsdaten könnten für Einige vielleicht nicht viel bedeuten. Nur dann, wenn die Daten miteinander verbunden werden, wird es interessant. Zum Beispiel könnten Elektronik- oder Internethändler, die Bitcoin akzeptieren, eine Bitcoin-Adresse zur Bezahlung [an den Kunden] weitergeben. Die Händler können den zahlenden Kunden, deren IP-Adresse und die Bitcoin-Adresse zusammenfassen und diese Information nutzen. Diese kombinierten Informationen können die Händler zum Kauf oder als Abonnement anbieten, wodurch ein Data-Stream entsteht. Regierungsbehörden könnten diesen Stream z.B. nutzen, um Steuerdaten zu abonnieren […].

Aber das ist nicht die einzige Verwendung für Bitcoin Transaktionen. Das Dokument nennt weitere Möglichkeiten für Strafverfolgungsbehörden:

Zum Beispiel könnte eine Strafverfolgungsbehörde einen Stream abonnieren, welcher Bitcoin-Transaktionen, das Land, den Wohnsitz und IP Daten zusammenfasst. […] Der Daten-Marktplatz könnte die gewünschten Daten ausgeben und z.B. pro GB (Gigabyte) verrechnen und die Behörde kann mit der Analyse beginnen […].

Privatsphäre ade?

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Inwieweit dieser Marktplatz umsetzbar ist, bleibt abzuwarten – auch im Hinblick auf die bevorstehende DSGVO. Jedoch könnte die Tochtergesellschaft einige Daten von Bitcoin-Nutzern sammeln und Behörden die Verfolgung vereinfachen.

Regierungen und Regulierungen gehören zu Kryptowährungen dazu und nur so können diese von den Massen akzeptiert werden. Dennoch schreckt das Einige ab, die Angst vor der Regulierung ist groß.

Jedoch ist dieser Marktplatz und das Entschlüsseln der Bitcoin-Transaktionen kein Weltuntergang, auch nicht für die Privatsphäre eines Bitcoin-Nutzers. Zudem kann schon heute eine Verbindung zu persönlichen Daten hergestellt werden,z.B. dann, wenn eine Bitcoin-Börse genutzt wird.

Dennoch ist dieses Patent sehr merkwürdig für eine Amazon Tochtergesellschaft, v.a. da sie selbst nicht einmal Kryptowährungen akzeptieren. Eventuell besteht doch Interesse an Kryptowährungen, es dauert nur länger, bis diese implementiert werden. Das würde erklären, wieso Amazon Domainnamen kaufte, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen.

Photo by Piotr Cichosz on Unsplash, CC0

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