Am 6. Februar 2026 kam es bei der südkoreanischen Börse Bithumb zu einem gravierenden Bedienfehler während einer Promotionsaktion. Statt kleiner Belohnungen in Korean Won (ca. 2.000 KRW, etwa 1,50 US-Dollar) wurden Nutzern fälschlicherweise große Mengen Bitcoin gutgeschrieben. Dies löste massiven Verkaufsdruck aus und führte zu einem isolierten Flash-Crash des BTC-Preises auf Bithumb bis etwa 55.000 US-Dollar.
Bedienfehler bei Promotionsaktion „Random Box“
Während der „Random Box“-Kampagne, bei der Gewinne in Höhe von 2.000 bis 50.000 KRW mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten verteilt werden sollten, gab ein Mitarbeiter versehentlich BTC als Einheit ein statt KRW.
Dadurch erhielten etwa 695 Teilnehmer simulierte Guthaben von jeweils rund 2.000 BTC (teilweise variierend, insgesamt ca. 620.000 BTC). Diese Guthaben existierten nur im internen Ledger der Börse, nicht on-chain.
https://twitter.com/definalist/status/2019736545755120108
Bei damaligen Kursen von etwa 98 Millionen KRW pro BTC entsprach dies pro Nutzer Werten von bis zu 196 Milliarden KRW. Die Fehlkonfiguration führte zu einer der größten bekannten operativen Panne aller Kryptobörsen.
Flash-Crash durch massiven Verkaufsdruck
Sobald die fehlerhaften Guthaben sichtbar wurden, versuchten zahlreiche Empfänger, diese sofort zu verkaufen. Der plötzliche Zufluss von Verkaufsorders überforderte das lokale Orderbuch auf Bithumb.
Der BTC/KRW-Paarpreis fiel innerhalb weniger Minuten von etwa 97 Millionen KRW (ca. 66.000 US-Dollar) auf 81,11 Millionen KRW (ca. 55.000 US-Dollar), ein Rückgang von über 10–15 %. Dies schuf eine umgekehrte „Kimchi-Premium“-Situation, bei der koreanische Preise deutlich unter globalen Niveaus lagen.
Der Vorfall blieb strikt auf Bithumb beschränkt; internationale Börsen wie Binance oder Coinbase zeigten keine Abweichungen, da kein echter BTC transferiert wurde und Arbitrage-Mechanismen nicht greifen konnten.
Reaktion der Börse und Wiederherstellung
Bithumb erkannte den Fehler schnell und sperrte Handel sowie Auszahlungen auf den betroffenen Konten innerhalb von etwa 35 Minuten. Die Börse gab an, 99,7 % der fehlerhaft gutgeschriebenen BTC (ca. 618.212 BTC) zurückgeholt zu haben; nur etwa 1.788 BTC wurden vor der Sperrung verkauft, von denen ein Großteil später ebenfalls gesichert wurde.
Ein kleiner Rest des Airdrops konnte nicht zurückgewonnen werden. Bithumb entschuldigte sich öffentlich, betonte, dass es sich um einen internen Konfigurationsfehler handelte – kein Hack oder Sicherheitsvorfall – und dass Kundengelder außerhalb der Aktion unberührt blieben. Die Preise normalisierten sich rasch, und der globale Bitcoin-Markt blieb stabil.
Der Vorfall unterstreicht Risiken zentralisierter Börsen bei operativen Kontrollen und löste Untersuchungen der südkoreanischen Financial Services Commission aus. Er zeigt, wie lokal begrenzte Liquiditätsschocks zu extremen Preisschwankungen führen können, ohne den Gesamtmarkt zu beeinträchtigen.
Solche Pannen erinnern an vergangene Vorfälle und fordern verbesserte interne Prozesse. Dennoch durften sich die Nutzer der Börse auf frische Bitcoin freuen. Wer solche Chancen verpasst hatte, für den bietet sich der neue Coin Bitcoin Hyper an.
Zuletzt aktualisiert am 7. Februar 2026




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