Der Bitcoin-Kurs stagniert und die Mining-Industrie kämpft mit einbrechenden Margen. Nun reagiert der weltgrößte Hersteller von Mining-Hardware mit drastischen Preissenkungen.
Bitmain, der weltweit führende Hersteller von ASIC-Minern, hat die Preise für mehrere Generationen seiner Mining-Hardware deutlich gesenkt. Betroffen sind sowohl ältere Modelle der Antminer-S19-Serie als auch neuere Flaggschiff-Geräte wie die flüssigkeitsgekühlten S21-Modelle.
Laut Branchenberichten bietet das Unternehmen die Geräte mit klassischen Rabatten an, aber auch über Paketdeals und Auktionsmodelle, bei denen Miner ihre Wunschpreise selbst nennen können.
Hashprice auf Mehrjahrestief
Die Preisoffensive fällt in eine Phase extremer wirtschaftlicher Anspannung für die gesamte Mining-Branche. Der sogenannte Hashprice, eine zentrale Kennzahl für die erwarteten täglichen Einnahmen pro Terahash Rechenleistung, ist auf etwa 35 US-Dollar pro TH/s und Tag gefallen. Damit liegt er deutlich unter der Gewinnschwelle von rund 40 US-Dollar, die allgemein als Break-even-Punkt für Miner gilt. Viele Betreiber stehen vor der Entscheidung, ihre Anlagen vorübergehend stillzulegen, bis sich die wirtschaftlichen Bedingungen verbessern.
Die angespannte Lage ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Nach dem Halving im April 2024 wurde die Blockbelohnung auf 3,125 BTC halbiert. Üblicherweise wird dieser Einnahmerückgang durch steigende Bitcoin-Kurse ausgeglichen. Doch 2025 entwickelte sich anders als erhofft: Der Kurs fiel von einem Hoch von über 126.000 US-Dollar im Oktober auf rund 80.000 US-Dollar im November. Aktuell notiert Bitcoin etwa sieben Prozent unter dem Jahresanfangswert und rund 20 Prozent unter dem Allzeithoch von über 109.000 US-Dollar, das am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump am 20. Januar verzeichnet wurde.
Bitmain setzt auf aggressive Verkaufsstrategie
Interne Preisliste zeigen das Ausmaß der Rabatte: S19e-XP-Hydro-Modelle werden für nur drei US-Dollar pro Terahash angeboten, S19-XP+-Hydro-Geräte für vier US-Dollar. Selbst die neueren S21-Immersion-Miner kosten inzwischen nur noch rund sieben US-Dollar pro TH/s. Parallel dazu vermarktet Bitmain Hosting-Optionen mit Strompreisen zwischen 5,5 und 7 Cent pro Kilowattstunde an Standorten in den USA, Kasachstan, Brasilien, Paraguay und Äthiopien.
Die Branche steht vor einer Konsolidierung. Steigende Energiekosten, regulatorische Unsicherheiten und Lieferkettenrisiken verschärfen den Wettbewerb zusätzlich. Viele Mining-Unternehmen setzen verstärkt auf erneuerbare Energien, um ihre variablen Kosten zu senken. Die Preissenkungen von Bitmain deuten darauf hin, dass der Hersteller prioritär Lagerbestände abbauen will, solange die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angespannt bleiben.
Für Anleger könnte der Hashrate-Rückgang jedoch ein interessantes Signal sein. Historische Daten von VanEck zeigen, dass Bitcoin seit 2014 häufiger positive Kursentwicklungen verzeichnete, wenn die Netzwerk-Rechenleistung zurückging.
Meme-Coin-Markt bleibt trotz Krise aktiv
Abseits der Mining-Industrie zeigt sich ein anderes Bild: Der Markt für Meme-Coins bleibt auch in schwierigen Zeiten lebendig. Aktuell sorgt etwa Snorter (SNOR) für Aufmerksamkeit.
Hinter dem Projekt mit dem Erdferkel-Maskottchen steckt ein Telegram-Trading-Bot, der Tradern helfen soll, vielversprechende Meme-Coins frühzeitig zu identifizieren. Der sogenannte „Fast Sniper“ reagiert in Millisekunden auf neue Token-Listings und soll durch MEV-Schutz sowie eine 85-prozentige Rug-Pull-Erkennung für mehr Sicherheit sorgen. SNORT-Holder profitieren von niedrigen Trading-Gebühren von nur 0,85 Prozent sowie Staking-Rewards. Der Token ist sowohl auf Solana als auch auf Ethereum verfügbar.




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