SEC klagt gegen sieben Krypto-Plattformen wegen Anlegerbetrugs

Editorial illustration of regulators investigating alleged cryptocurrency investment fraud through fake trading platforms

Die US-Börsenaufsicht SEC hat sieben angebliche Krypto-Handelsplattformen und Investmentclubs angeklagt, weil sie mutmaßlich Privatanleger über soziale Medien und Messaging-Apps um mehr als 14 Millionen US-Dollar gebracht haben sollen. Die Behörde wirft den Organisationen vor, ein Online-Investmentbetrugssystem betrieben zu haben.

Klage in Colorado: Sieben Organisationen im Visier

Die SEC reichte die Klage am Montag beim US-Bezirksgericht in Colorado ein. Angeklagt wurden sieben Organisationen, darunter Morocoin Tech Corp., Berge Blockchain Technology Co., Ltd. und Cirkor Inc., zusammen mit AI Wealth Inc., Lane Wealth Inc., AI Investment Education Foundation Ltd. und Zenith Asset Tech Foundation.

Laura D’Allaird, Leiterin der Abteilung für Cyber- und neue Technologien der SEC, erklärte laut der Behörde, der Fall zeige eine besonders verbreitete Betrugsform mit verheerenden Folgen für US-Privatanleger. Das mutmaßliche Schema soll von Januar 2024 bis Januar 2025 gelaufen sein.

WhatsApp-Gruppen und gefälschte KI-Tipps als Köder

Laut SEC sprachen die Täter Opfer über Anzeigen in beliebten sozialen Netzwerken an und luden sie in Investmentclubs ein, die hauptsächlich über WhatsApp betrieben wurden. Dort gaben sich die mutmaßlichen Betrüger als Finanzexperten aus und nutzten Gruppenchats gezielt zum Vertrauensaufbau.

In den Chats sollen Anleger angebliche, KI-generierte Anlagetipps erhalten haben, die konstante Gewinne simulierten. Anschließend wurden die Opfer nach Angaben der SEC angewiesen, Konten bei Morocoin, Berge und Cirkor zu eröffnen. Diese Plattformen waren laut SEC vollständig gefälscht und behaupteten, staatlich lizenzierte Handelsdienste anzubieten, obwohl kein tatsächlicher Handel stattfand.

Fake-Token-Angebote und zusätzliche Gebühren

Der mutmaßliche Betrug eskalierte laut SEC durch die Bewerbung gefälschter Security-Token-Angebote, wobei sowohl die Angebote als auch die angeblichen Emittenten nicht existiert haben sollen. Bei Auszahlungsversuchen sollen die Angeklagten zusätzliche Vorausgebühren verlangt haben, was die Verluste der Opfer weiter erhöhte.

Nach Angaben der Behörde wurden mindestens 14 Millionen US-Dollar veruntreut und über ein Netzwerk aus Bankkonten und Krypto-Wallets ins Ausland transferiert.

Warnsignal für Anleger: Vertrauen als Waffe

Nach Darstellung der SEC nutzten die mutmaßlichen Täter soziale Medien und Gruppenchats, um bei den Opfern Vertrauen aufzubauen. Die Behörde betonte im Zusammenhang mit dem Fall, dass Betrüger häufig diese Kanäle einsetzen, um Anleger zu täuschen.

Was Anleger beachten sollten

Die SEC rät Anlegern, Angebote über die offizielle Plattform Investor.gov zu prüfen, bevor sie Geld in vermeintliche Handelsplattformen investieren. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anlageempfehlungen von unbekannten Kontakten über WhatsApp oder ähnliche Kanäle kommen und konstante Gewinne versprochen werden.

Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.
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Tobias FennerExperte für Kryptowährungen

Tobias Fenner beschäftigt sich seit fast einem Jahrzehnt mit der Schnittstelle zwischen digitalen Vermögenswerten und der notorisch komplexen Welt des Steuerrechts. Der in Stuttgart ansässige Experte entwickelte früh eine Leidenschaft für die regulatorische Seite von Krypto, nachdem er feststellte, dass die meisten Enthusiasten weitaus mehr auf Gewinne fokussiert waren als auf das, was passiert, wenn das Finanzamt anklopft. Seine Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wesentliche auf den Punkt bringen – mit einer praktischen, bodenständigen Perspektive, die sowohl Krypto-Neulinge als auch erfahrene Anleger anspricht, die sich mit deutschen und EU-Compliance-Vorgaben auseinandersetzen müssen.

Seine Berichterstattung auf Coincierge.de konzentriert sich auf steuerliche Meldepflichten, die Herausforderungen bei der Einstufung von DeFi, die steuerliche Behandlung von Staking-Einnahmen und die sich ständig weiterentwickelnden Richtlinien des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Tobias ist überzeugt, dass finanzielle Freiheit im Krypto-Raum nur dann sinnvoll ist, wenn die Menschen das Erreichte auch tatsächlich behalten dürfen. Das bedeutet, die Regeln im Detail zu verstehen, anstatt am Jahresende einfach auf das Beste zu hoffen.

Wenn er nicht gerade die neuesten BMF-Schreiben analysiert oder die Krypto-Meldestandards der OECD verfolgt, begeistert sich Tobias fürs Langstrecken-Radfahren und ein – vielleicht etwas übertriebenes – Interesse an Brettspielstrategien. Er schreibt für Leser, die Klarheit statt Hype suchen und die verstehen, dass die vermeintlich langweiligen Facetten von Krypto oft die wichtigsten sind.

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