
Präsident Donald Trump hat am 19. August Führungskräfte der Kryptobranche, Vertreter traditioneller Finanzinstitute und Bundesaufsichtsbehörden ins Weiße Haus eingeladen. Im Mittelpunkt standen Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten, Kapitalbildung, Tokenisierung sowie die Frage, ob die US-Regierung künftig weitere Bitcoin-Bestände aufbauen soll.
Trump erklärte laut dem vollständigen Video des Treffens, seine Regierung habe den Krieg gegen Kryptowährungen ein für alle Mal beendet und verwies dabei auf den politischen Kurswechsel gegenüber der Biden-Ära.
Krypto-Gipfel im Weißen Haus: CEOs von Coinbase, Ripple und Co. am Tisch
An dem Treffen nahmen laut der Primärquelle unter anderem Führungskräfte von Coinbase, Ripple, Robinhood, Kraken, Nasdaq, Intercontinental Exchange und Chainlink teil. Trump warf der Biden-Regierung vor, Kryptounternehmen durch Regulierung, Beschränkungen und Durchsetzungsmaßnahmen ins Ausland vertrieben zu haben.

Er verwies zudem auf eine Durchführungsverordnung, die Bundesbehörden die Einführung oder Förderung einer digitalen Zentralbankwährung untersagt, sowie auf die bestehende strategische Bitcoin-Reserve und den US-Vorrat an digitalen Vermögenswerten. Auch die „Project Crypto“-Initiative der SEC wurde als Beleg für den neuen Kurs genannt.
Bitcoin-Käufe der USA bleiben in der Prüfung
Auf die Frage, ob die Regierung erhebliche Mengen an Bitcoin oder anderen Kryptowährungen erwerben könnte, antwortete Trump ausweichend: Das Thema werde besprochen, letztlich verlasse er sich dabei auf SEC-Chef Paul Atkins und dessen Team, die eine Entscheidung treffen und ihn informieren würden. Einen konkreten Kaufplan oder Zeitrahmen nannte er nicht.
Zur Rolle von Kryptowährungen für den Dollar äußerte sich Trump zustimmend, ohne den zugrunde liegenden wirtschaftlichen Mechanismus näher zu erläutern.
Regulierungsagenda: CLARITY Act und neue SEC-Regeln im Fokus
CFTC-Chef Mike Selig positionierte den Regierungsansatz als Abkehr von reiner Durchsetzungsregulierung und betonte, klare Regeln schafften Vertrauen, das wiederum Investitionen und Arbeitsplätze anziehe. SEC-Chef Paul Atkins stellte am 18. August den Vorschlag der „Crypto Assets Rule“ vor, der laut der Mitteilung der SEC Emissionen von bis zu 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre oder 75 Millionen US-Dollar pro Zwölfmonatszeitraum ermöglichen soll.
Coinbase-Chef Brian Armstrong drängte die Senatoren, den Digital Asset Market Clarity Act voranzutreiben, und bezeichnete die für den 15. September angesetzte Verfahrensabstimmung als nächste große Bewährungsprobe. Das Repräsentantenhaus hatte den Entwurf bereits am 17. Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet, der Senat hat die Beratung jedoch noch nicht abgeschlossen.

Weiterhin ungeklärt sind ethische Fragen rund um Trumps eigene Krypto-Aktivitäten: Demokratische Senatsmitarbeiter hatten zuvor fünf mutmaßliche Schlupflöcher identifiziert, während Republikaner von strengen bundesweiten Beschränkungen sprechen. Ein Gegenangebot der Verhandlungsführer würde Generalstaatsanwälten erlauben, Verstöße künftig selbst zu verfolgen.
Was Anleger jetzt im Blick behalten sollten
Trump nannte weder einen Kaufplan noch einen Zeitrahmen für zusätzliche staatliche Bitcoin-Bestände. Seine Aussagen machen deutlich, dass weitere Käufe innerhalb der Regierung erörtert werden.
Die geplante „Crypto Assets Rule“ der SEC betrifft Ausnahmeregelungen für die Kapitalbeschaffung bei qualifizierten Transaktionen mit Krypto-Vermögenswerten. Der Vorschlag sieht laut SEC Emissionen von bis zu 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre oder 75 Millionen US-Dollar je Zwölfmonatszeitraum vor.
Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026




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