Irland verschärft Geldwäschekontrollen für Krypto und Glücksspiel

Irish casino and crypto payment network under enhanced anti-money-laundering oversight

Die irische Regierung hat ihre erste nationale Strategie zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung vorgestellt. Das Dokument sieht unter anderem strengere Regeln für Krypto-Assets und Kryptowährungstransfers vor sowie Maßnahmen für mehr Transparenz bei Unternehmenseigentum, wie aus einem am 13. August veröffentlichten Bericht der Law Society Gazette hervorgeht.

Daneben formuliert die Strategie Maßnahmen für Finanzinstitute und Bereiche, die als besonders anfällig für Geldwäsche gelten. Dazu zählt auch der Glücksspielsektor.

Was die neue AML-Strategie vorsieht

Der Tánaiste und Finanzminister Simon Harris erklärte laut Gazette, Finanzkriminalität verursache Schaden für Menschen, Familien, Unternehmen und Gemeinschaften. Kriminelle Organisationen nutzten zunehmend neue Technologien, Krypto-Assets und komplexe internationale Finanznetzwerke, um kriminelle Gewinne zu verschleiern.

Vorgesehen sind drei neue Register für wirtschaftliche Eigentümer: ein Register für Unternehmen und Genossenschaften bei der Companies Registration Office, ein zentrales Register für Trusts bei Revenue sowie ein Register für bestimmte Finanzvehikel bei der Central Bank. Das Finanzministerium will zudem eine verpflichtende Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentümer und Kontrolleure sämtlicher Kommanditgesellschaften einführen.

Die Gesetzgebung zur Umsetzung der EU-Vorschriften für Krypto-Transfers ist laut Strategie weit fortgeschritten. Die verbleibenden Elemente umfassen nach Angaben von Cointelegraph neue AML-Pflichten für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen. Dazu gehören verschärfte Prüfungen bei Überweisungen unter Beteiligung privater Krypto-Wallets sowie strengere Sorgfaltspflichten im Umgang mit ausländischen Kryptounternehmen.

Glücksspielsektor als weiterer Schwerpunkt

Die Strategie nimmt auch den Glücksspielsektor in den Blick. Casinoclubs mit maschinenbasiertem Glücksspiel sollen unter einen robusteren Regulierungsrahmen fallen, der eine strengere Durchsetzung von Lizenzbedingungen und AML-Pflichten vorsieht.

A row of modern electronic slot machines with bright displays and brown leather seats in a casino room

Ein Branchenstandard soll regeln, unter welchen Bedingungen krypto-bezogene Aktivitäten als Finanzierungsquelle für Glücksspiele akzeptiert werden können. Damit sollen angemessene Sorgfaltsprüfungen gewährleistet und die Legitimität der Gelder überprüft werden. Glücksspielanbieter sollen außerdem ein Closed-Loop-System einführen: Zahlungen an Kunden erfolgen dann über dasselbe Zahlungskonto, das für die Einzahlung verwendet wurde.

Zusammenarbeit der Behörden

Die Strategie sieht einen stärkeren Informationsaustausch zwischen Regierungsministerien, der irischen Polizei An Garda Síochána, der Steuerbehörde Revenue, der Financial Intelligence Unit Ireland, dem Criminal Assets Bureau, der Central Bank und Finanzinstitutionen vor.

Two An Garda Síochána police officers in light blue shirts and dark caps standing in front of a marked police car
Members of An Garda Síochána posing with a modern marked patrol vehicle in Ireland.

Der irische AML- und CFT-Rahmen basiert vor allem auf dem Criminal Justice Act 2010, der EU-Geldwäscherichtlinien in irisches Recht umsetzt. Die Arbeiten an den erforderlichen Umsetzungsvorschriften für die sechste EU-Geldwäscherichtlinie, die 6AMLD, laufen laut Strategie ressortübergreifend weiter. Dabei sind unter anderem Änderungen am Criminal Justice (Money Laundering and Terrorist Financing) Act 2010 vorgesehen.

Welche Punkte für Nutzer relevant sind

Für Nutzer von Kryptodiensten machen die vorgesehenen Vorgaben deutlich, dass Überweisungen mit privaten Wallets und Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Kryptounternehmen stärker in den Fokus der AML-Prüfungen rücken sollen.

Bei Glücksspielplattformen mit Krypto-Einzahlungen zielt der geplante Branchenstandard auf angemessene Sorgfaltsprüfungen und die Verifizierung der Legitimität der eingesetzten Gelder. Das vorgesehene Closed-Loop-System soll zudem sicherstellen, dass Auszahlungen über das für Einzahlungen genutzte Zahlungskonto abgewickelt werden.

Zuletzt aktualisiert am 16. August 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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