Die weltweit größte börsennotierte Ethereum-Treasury BitMine Immersion Technologies (BMNR) hat am Wochenende 342.560 ETH im Wert von rund 1 Milliarde Dollar in Staking-Verträge überführt. Die Blockchain-Analyseplattform Lookonchain bestätigte die Transaktion als einen der größten kurzfristigen Staking-Zuflüsse des Jahres.
Die Auswirkungen zeigten sich unmittelbar in der Validator-Warteschlange. Die Eintrittsqueue ist auf 12 Tage und 20 Stunden angewachsen. Rund 739.824 ETH warten derzeit darauf, gestakt zu werden. Demgegenüber steht eine Austrittsqueue von lediglich 6 Tagen mit etwa 349.867 ETH, die zur Auszahlung anstehen.
Damit ist die Eintrittswarteschlange erstmals seit über sechs Monaten nahezu doppelt so groß wie die Austrittsschlange. Dieses Muster deutet typischerweise auf langfristige Positionierung hin.
Angebotsverknappung am Horizont?
Das Ungleichgewicht zwischen Ein- und Austritten könnte eine sogenannte Supply Squeeze auslösen. Dabei trifft steigende Nachfrage auf ein schrumpfendes Angebot, mit potenziell erheblichen Auswirkungen auf den Preis.
Aktuell sind rund 35,8 Millionen ETH gestakt. Das entspricht etwa 28,88 Prozent des gesamten Angebots. Durch den Übergang zu Proof-of-Stake und den EIP-1559-Burn-Mechanismus hat sich die Neuausgabe von Ether bereits deutlich verlangsamt. In Phasen hoher Netzwerkaktivität fällt die Nettoemission sogar negativ aus.
Staking entzieht dem liquiden Markt also nicht nur kurzfristig ETH, sondern kann die verfügbare Menge strukturell reduzieren.
BitMine kontrolliert über 3 Prozent aller Ether
Laut aktuellem Stand hält BitMine nun 4,11 Millionen ETH im Wert von rund 12,15 Milliarden Dollar. Das entspricht etwa 3,41 Prozent des gesamten Umlaufangebots. Das Unternehmen hat öffentlich erklärt, einen Anteil von 5 Prozent anzustreben.
Allein in der vergangenen Woche kaufte BitMine weitere 44.463 ETH hinzu. Auch während der aktuellen Schwächephase (Ether notiert rund 40 Prozent unter seinem Zyklushoch bei knapp unter 3.000 Dollar) setzt das Unternehmen seine Akkumulationsstrategie fort.
„Wir sind weiterhin der größte Käufer von ETH weltweit“, erklärte BitMine-Chairman Thomas Lee. „Der Jahresendverkauf drückt aus steuerlichen Gründen derzeit auf die Kurse. Wir nutzen diese Phase bewusst.“
Eigene Validator-Infrastruktur geplant
Aktuell hat BitMine mehr als 408.000 ETH im Staking, derzeit noch über externe Anbieter. Doch das Unternehmen arbeitet bereits an einer eigenen Infrastruktur. Das Made in America Validator Network (MAVAN) soll Anfang 2026 an den Start gehen.
Bei vollständigem Staking aller Bestände rechnet Lee mit jährlichen Staking-Erträgen von rund 374 Millionen Dollar, basierend auf der aktuellen Rendite von etwa 2,81 Prozent.
Auch andere große Unternehmens-Holder setzen verstärkt auf Staking: SharpLink Gaming, der zweitgrößte Corporate-Holder, hat nach eigenen Angaben nahezu alle ETH gestakt und dabei bereits 9.701 ETH an Rewards generiert. The Ether Machine, auf Platz drei, hat seine gesamte Treasury gestakt und zählt zu den effizientesten Validatoren im Netzwerk.
Marktreaktion bleibt verhalten
Trotz der institutionellen Akkumulation zeigt sich der Markt zum Jahresende zurückhaltend. Ethereum notiert aktuell bei rund 2.950 Dollar und liegt auf Wochensicht etwa 4 Prozent im Minus. Auch die BitMine-Aktie gab zuletzt nach und verlor rund 13 Prozent auf etwa 28,50 Dollar.
Doch die On-Chain-Daten sprechen eine andere Sprache: Während sogenannte Smart-Money-Trader laut Nansen in der vergangenen Woche ETH im Wert von 4,26 Millionen Dollar verkauften, kauften Whale-Wallets im gleichen Zeitraum 11,6 Millionen Dollar nach. Auch bekannte Persönlichkeiten und neue Wallets zeigten Kaufinteresse.
Krypto-Presales: Dieser Coin könnte 2025 durchstarten
Während institutionelle Anleger wie BitMine auf Ethereum setzen, richten sich spekulative Investoren zunehmend auf vielversprechende Presale-Projekte. Ein Coin steht dabei aktuell besonders im Fokus: Bitcoin Hyper.
Das Projekt positioniert sich als schnellere und skalierbarere Alternative zu Bitcoin mit einem deflationären Tokenmodell, das langfristig für Angebotsverknappung sorgen soll. Während Bitcoin mit begrenzter Blockgröße und hohen Transaktionsgebühren kämpft, verspricht Bitcoin Hyper schnellere Abwicklungszeiten bei niedrigeren Kosten.
Das Projekt befindet sich noch in der Presale-Phase, in der Token zu vergünstigten Konditionen erhältlich sind. Erfahrungsgemäß können erfolgreiche Presales nach dem Börsenlisting deutliche Kursgewinne verzeichnen, allerdings ist das Risiko entsprechend hoch.




Fragen und Antworten
Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.