BlackRock, Banken, ETFs – Experten suchen nach Schuldigen für den Bitcoin-Crash

BlackRock ETF

Der Bitcoin-Kurs erlebte am 6. Februar 2026 einen scharfen Rückgang, der den Markt in Aufruhr versetzte. Innerhalb kurzer Zeit fiel der Preis auf 60.000 US-Dollar. Das veranlasst Experten und Analysten zu Spekulationen über die Ursachen. Experten diskutierten intensiv, ob BlackRock, Banken oder ETFs die Hauptverantwortung tragen.

Hedging-Aktivitäten bei BlackRock’s IBIT als Auslöser

Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, machte Hedging-Maßnahmen im Zusammenhang mit dem iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock für den Absturz verantwortlich. Seiner Ansicht nach emittieren Banken strukturierte Produkte, die auf Spot-Bitcoin-ETFs basieren.

Bei der Unterschreitung bestimmter Preisniveaus müssen Dealer ihre Delta-Hedges anpassen. Die Folge waren der massive Abverkauf von Bitcoin oder Futures. Dies erzeugt einen negativen Gamma-Effekt: Je tiefer der Preis fällt, desto stärker wird verkauft.

Hayes schrieb auf X, der Dump sei wahrscheinlich auf Dealer-Hedging ausgehenend von IBIT-Structured-Produkten zurückzuführen.

Der IBIT-ETF von BlackRock im Fokus

Eine weitere These betrifft leveraged Positionen von Hedge-Fonds, insbesondere aus Hongkong. Darauf weist Parker White hin, Chief Operating Officer und Chief Investment Officer bei DeFi Development Corp

Fonds nutzen günstige Yen-Kredite, um Optionspositionen auf Bitcoin-ETFs wie den IBIT-ETF von BlackRock aufzubauen. Als der Bitcoin-Preis stagnierte und der Yen erstarkte, stiegen die Finanzierungskosten, Margin Calls folgten und erzwangen Liquidationen.

Dies verstärkte den Verkaufsdruck erheblich. Laut Parkers Einschätzung erfolgte ein Blow-up eines Hedge-Fonds mit nahezu 100-prozentiger IBIT-Allokation und ausgeliehenen Call-Options. Dadurch wurden massenweise Bitcoins spot verkauft und auch das Optionsvolumen nahm stark zu.

Banken und strukturierte Produkte im Fokus

Banken wie Morgan Stanley gerieten ebenfalls in die Kritik. Hayes verwies auf strukturierte Notes, die mit Bitcoin-ETFs verknüpft sind und bei Bruch von Schlüsselzonen (z. B. 78.700 US-Dollar) automatische Hedging-Verkäufe auslösen.

Experten sehen hier eine Kette systemischer Effekte: Hedge-Fonds-Liquidationen lösen Bank-Hedging aus, das wiederum Miner unter Druck setzt, die ohnehin mit hohen Produktionskosten und Druck aus der KI-Sparte zu kämpfen haben. Options-Handel auf IBIT erreichte Rekordwerte mit 2,33 Millionen Kontrakten und 900 Millionen USD Prämien, was Panik oder gezielte Risikoanpassungen widerspiegelt.

Offene Fragen und Marktreaktion

Ob es sich um einen einzelnen Auslöser oder eine Kombination handelt, bleibt umstritten. Einige sehen bloße Marktmüdigkeit nach vorherigen Höhenflügen, andere warnen vor strukturellen Risiken durch institutionelle Produkte.

Der Vorfall zeigt, dass die Wall Street nicht nur ein Segen für Bitcoin und den Krypto-Markt ist. Die Institutionellen können die Krypto-Kurse mit ihren Instrumenten schnell in verschiedene Richtungen ziehen. Alternative Kryptowährungen wie Bitcoin Hyper sind davon nicht betroffen.

Zuletzt aktualisiert am 8. Februar 2026

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