Dubai verbannt Privacy-Coins: Monero und Zcash verboten

Monero Verbot

Dubai zieht eine klare Grenze bei anonymen Kryptowährungen. Die Dubai Financial Services Authority (DFSA) hat Privacy Tokens wie Monero und Zcash aus dem Dubai International Financial Centre (DIFC) verbannt. Das Verbot umfasst Handel, Werbung, Fondsaktivitäten und Derivate und tritt ab sofort in Kraft.

Anonymität als Compliance-Killer

Privacy Coins seien laut der Begründung der Regulierungsbehörde mit internationalen Geldwäschevorschriften unvereinbar. „Privacy Tokens verfügen über Funktionen, die Transaktionshistorien und Halter verschleiern“, erklärt Elizabeth Wallace, Associate Director für Politik und Recht bei der DFSA. „Es ist für Unternehmen nahezu unmöglich, die Anforderungen der Financial Action Task Force einzuhalten, wenn sie Privacy Tokens handeln oder halten.“

Die FATF verlangt von Finanzdienstleistern, sowohl Absender als auch Empfänger von Krypto-Transaktionen zu identifizieren. Genau das verhindern Privacy Coins konstruktionsbedingt. Neben den Tokens selbst verbietet die DFSA auch sämtliche Verschleierungswerkzeuge wie Mixer und Tumbler.

Timing mit Ironie

Das Verbot kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, denn Monero erreichte am Montag mit knapp 600 US-Dollar ein Allzeithoch. Innerhalb einer Woche legte der Token um rund 33 Prozent zu. Auch Zcash verzeichnete zuletzt starkes Anlegerinteresse.

Dubai steht mit seinem Vorgehen derweil nicht allein da. Die Europäische Union drängt über MiCA und ein kommendes Verbot anonymer Krypto-Aktivitäten Privacy Coins aus regulierten Märkten. Hongkong erlaubt sie theoretisch noch, macht die Listung in der Praxis durch strenge Auflagen jedoch nahezu unmöglich.

Stablecoins unter der Lupe

Das überarbeitete Regelwerk betrifft auch Stablecoins. Die DFSA verschärft ihre Definition von „Fiat Crypto-Token“: Nur noch Instrumente, die an Fiatwährungen gekoppelt und durch hochwertige, liquide Vermögenswerte gedeckt sind, dürfen diese Bezeichnung tragen.

Algorithmische Stablecoins fallen durch das Raster. „Bei algorithmischen Stablecoins ist weniger transparent, wie sie funktionieren und ob Einlösungen möglich sind“, so Wallace.

Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass Ethena, einer der am schnellsten wachsenden algorithmischen Stablecoins, im DIFC nicht als Stablecoin gilt, sondern lediglich als „Crypto Token“. Ein Verbot ist das zwar nicht, aber definitiv eine regulatorische Herabstufung.

Firmen übernehmen Verantwortung

Die vielleicht weitreichendste Änderung betrifft den Zulassungsprozess. Statt einer zentralen Whitelist genehmigter Tokens müssen lizenzierte Unternehmen künftig selbst prüfen, dokumentieren und laufend bewerten, welche Krypto-Assets sie anbieten.

„Das Feedback der Unternehmen war, dass sich der Markt weiterentwickelt hat“, erklärt Wallace. „Sie selbst sind mit der Finanzdienstleistungsregulierung vertrauter geworden und wollen diese Entscheidungen eigenständig treffen.“ Die Verantwortung für Fehlentscheidungen liegt damit künftig bei den Plattformen, nicht bei der Aufsicht.

Transparente Bitcoin-Lösungen im Aufwind

Der regulatorische Druck auf anonyme Kryptowährungen könnte Projekten zugutekommen, die auf vollständige Transparenz setzen. Ein Beispiel ist Bitcoin Hyper ($HYPER), eine Layer-2-Lösung für das Bitcoin-Netzwerk. Das Projekt adressiert Bitcoins bekannte Schwächen ohne dabei die Nachverfolgbarkeit zu opfern.

Im Gegensatz zu Privacy Coins sind alle Transaktionen auf Bitcoin Hyper vollständig transparent und FATF-konform. Das Projekt hat im laufenden Presale bereits über 29 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der aktuelle Token-Preis liegt bei etwa 0,0135 US-Dollar, Staking-Optionen bieten zusätzliche Anreize für frühe Investoren.

Zuletzt aktualisiert am 12. Januar 2026

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