Die Ethereum Foundation und SoftBank setzen vermehrt auf KI. Während Ethereum in Zukunft zu einer zentralen Infrastruktur für KI-Handel werden soll, verkauft SoftBank ihren kompletten Nvidia-Anteil – um unter anderem in OpenAI zu investieren.
Davide Crapis hat große Pläne für Ethereum
Davide Crapis, Leiter des dAI-Teams, arbeitet zusammen mit der Ethereum Foundation daran, Ethereum (ETH) bis 2026 zu einer tragenden Infrastruktur für den KI-Handel zu machen. „Autonome Agenten und Bots werden unter offenen, transparenten und überprüfbaren Regeln Transaktionen durchführen, Arbeit nachweisen und zusammenarbeiten„, zitierte Coincu die Pläne. „ERC-8004 und x402 entwickeln sich zu neutralen Standards für den Handel smarter Agenten. Zusammenarbeit ist entscheidend – ohne sie werden geschlossene Plattformen die KI-Ökonomie dominieren.“
Die Roadmap setzt stark auf die Zusammenarbeit innerhalb des Ökosystems und auf prüfbare, offene Protokolle. Das Ziel: Identitäten und Transaktionen zuverlässig absichern. Führende Stimmen der Branche, darunter auch Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin und der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao (CZ), unterstützen das Vorhaben und sehen in der Blockchain einen zentralen Bestandteil für die entstehende Maschinenökonomie.
Die neuen Standards könnten Ethereums Position deutlich stärken. Aktuell zeigt das Marktumfeld hohes Volumen und eine verhältnismäßig stabile Kursentwicklung (unter Berücksichtigung der letzten Kurskorrektur). Der Ethereum-Kurs notiert bei rund 3.500 US-Dollar, was einem Rückgang um 1,4 Prozent innerhalb von 24 Stunden entspricht. In den vergangenen sieben Tagen ist die Kryptowährung allerdings um 1,04 Prozent gewachsen. Im Monatsrückblick bleibt es hingegen bei einem Minus um 6,54 Prozent.
SoftBank verkauft Nvidia-Anteile für KI-Investment
Die Ethereum Foundation ist aber nicht das einzige Unternehmen, das sich zunehmend auf künstliche Intelligenz konzentriert. Der japanische Konzern SoftBank hat seinen gesamten Nvidia-Bestand im Wert von 5,8 Milliarden US-Dollar verkauft und angekündigt, bis zum Jahresende unter anderem 40 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren.
Unter den Verkäufen befinden sich Teilveräußerungen der T-Mobile-Beteiligung von mehr als neun Milliarden US-Dollar. Zudem nutzte SoftBank für die Finanzierung eine Mischung aus neuen Anleihen, Fremdwährungsschulden und umfangreichen Überbrückungskrediten. Den Plan, in OpenAI zu investieren, sieht das Unternehmen als strategischen Schritt für mehrere langfristige Ziele: Fortschritte in der Robotik, bei KI-Chips und datenzentrierter Infrastruktur (Quelle: Decrypt).
Für viele Marktbeobachter kam der Verkauf der Nvidia-Bestände allerdings sehr überraschend. Manche Experten sehen das als klares Indiz dafür, dass SoftBank stärker auf Software- und Datenmodelle setzt und sich von klassischer Chip-Hardware wegbewegen möchte. Marktdaten deuten außerdem auf einen leichten Rückgang im Chipsektor hin, während große Tech-Konzerne wie Meta und Microsoft weiter stark in KI investieren. Möglicherweise sieht SoftBank eine Chance, noch früh bei einem zunehmenden Trend einzusteigen.
Zuletzt aktualisiert am 11. November 2025




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