
Der Kryptomarkt erlebt derzeit eine der volatilsten Phasen seit Monaten. Bitcoin ist in den vergangenen Tagen zeitweise bis in den Bereich um 60.000 US-Dollar gefallen, nachdem zuvor wichtige Unterstützungen gebrochen wurden und massive Liquidationen einsetzten. Allein innerhalb von 24 Stunden wurden Positionen in Milliardenhöhe zwangsaufgelöst, während institutionelle Kapitalabflüsse, geopolitische Unsicherheiten und schwächere Risikobereitschaft den Druck erhöhten.
Seit dem Allzeithoch im vergangenen Zyklus hat der Gesamtmarkt zudem rund zwei Billionen Dollar an Wert verloren – ein Umfeld, das zunehmend Bärenmarkt-Diskussionen auslöst. Doch was denken Experten?
Vierjahreszyklus bietet weiterhin Orientierung
Der Analyst Benjamin Cowen sieht die aktuelle Schwächephase vor allem im Kontext des klassischen Vierjahreszyklus, der historisch häufig mit Bitcoin-Tiefs korreliert. Seiner Einschätzung nach könnte der wahrscheinlichste Tiefpunkt erst im Oktober 2026 erreicht werden, wobei unter bestimmten Marktbedingungen auch ein früheres Szenario im Mai denkbar bleibt. Entscheidend sei vor allem die Struktur möglicher Zwischenrallys: Halten Erholungen nur kurz an, könnte ein schnelleres Tief entstehen; längere Gegenbewegungen würden den Zyklus eher strecken.
The most likely low for BTC is October 2026, based on the 4 year cycle.
Under some circumstances it could happen as early as May.
BTC does not have a monopoly on the four-year cycle.
You can that the S&P 500 has gone through many periods where it bottoms approximately every 4… pic.twitter.com/OG6kUaqXVb
— Benjamin Cowen (@intocryptoverse) February 6, 2026
Diese Sichtweise passt grundsätzlich zur aktuellen Marktlage. Die jüngsten Kurseinbrüche wurden unter anderem durch ETF-Abflüsse, makroökonomische Unsicherheiten und Liquidationen im Derivatehandel verstärkt. Gleichzeitig zeigen technische Indikatoren wie langfristige Durchschnittslinien oft erst spät klare Bodenbildungen. Cowens Prognose impliziert daher keine unmittelbare Trendwende, sondern eher eine längere Konsolidierungsphase mit mehreren volatilen Zwischenbewegungen.
Frühjahrsrallye für Krypto-Anleger? 200.000 als Bitcoin-Kursziel
Deutlich bullischer argumentiert der Analyst Ulun, der für 2026 einen klar strukturierten Marktzyklus skizziert. In seinem Szenario folgt auf eine kurzfristige Verkäuferfalle eine Rally im Frühjahr, anschließend eine Kapitalrotation in Altcoins und schließlich sogar ein neues Bitcoin-Allzeithoch um etwa 200.000 US-Dollar im Mai. Erst danach erwartet er eine klassische Bullenfalle mit Liquidationen im Sommer und den Übergang in einen Bärenmarkt ab August.
2026 Market Cycle Timeline:
– February: Seller trap
– March: Bitcoin rally
– April: Rotation into alts
– May: BTC ATH (~$200k)
– June: Bull trap
– July: Forced liquidations
– August: Bear marketSave this and revisit it in 6 months 🔖 pic.twitter.com/UR11vR9BEY
— Ulun (@gmulun) February 4, 2026
Diese Perspektive steht im Kontrast zur aktuell gedrückten Marktstimmung. Daten zeigen, dass institutionelle Anleger zuletzt Exposure reduziert haben und Risikoassets generell unter Druck stehen. Gleichzeitig sind kurzfristige Gegenbewegungen im Kryptomarkt historisch nicht ungewöhnlich, besonders nach starken Liquidationswellen.
Bitcoin Prognose: Tiefpunkt erst Ende 2026 möglich
Deutlich vorsichtiger und bearisher äußert sich der Analyst Satori. Er geht davon aus, dass Bitcoin erst gegen Ende 2026 einen endgültigen Boden ausbilden könnte – möglicherweise im Bereich um 30.000 US-Dollar. Erst danach erwartet er eine längere, aggressive Aufwärtsphase über mehrere Jahre. Diese Einschätzung basiert auf historischen Mustervergleichen sowie der Annahme, dass makroökonomische Belastungsfaktoren länger wirken könnten als bisher angenommen.
According to the pattern, by the end of 2026 $BTC will fully bottom at $30k.
After that, it will kick off another aggressive rally lasting 1,065 days.
This could be a once in a lifetime opportunity to leap to the next financial level#Bitcoin #BTC #Crypto pic.twitter.com/efT7zj2oDk
— Satori 🎴 💀 (@Satori_btc) February 3, 2026
Die aktuelle Marktlage liefert zumindest teilweise Argumente für ein solches Szenario. Zudem zeigt die Vergangenheit, dass ausgeprägte Bärenmärkte oft mit längeren Seitwärtsphasen beginnen, bevor ein klarer Boden entsteht. Sollte sich dieser Verlauf wiederholen, könnte der Markt zunächst volatil bleiben und und noch über 50 Prozent Downside bereithalten.
Zuletzt aktualisiert am 7. Februar 2026




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