Binance und der US-Vermögensverwalter Franklin Templeton haben heute ein neues Programm für institutionelle Kunden vorgestellt, das einen alten Schwachpunkt im Kryptohandel adressiert: Sicherheiten mussten häufig direkt auf einer Börse liegen – mitsamt Gegenparteirisiko. Künftig können ausgewählte professionelle Trader tokenisierte Anteile eines Geldmarktfonds als „off-exchange collateral“ nutzen, also außerhalb der Börse verwahrt und dennoch für das Trading anrechenbar.
Die Ankündigung ist das erste konkrete Produkt aus einer strategischen Zusammenarbeit, die beide Unternehmen im September 2025 angekündigt hatten.
Tokenisierte Geldmarktfonds als Börsen-Sicherheit
Franklin Templeton ist ein globaler Asset Manager, der seit mehreren Jahren eine eigene Digital-Assets-Initiative betreibt und traditionelle Fondsstrukturen technisch „onchain“ abbildet. Kernstück ist die Benji Technology Platform: Darüber werden Fondsanteile als Token ausgegeben, wobei ein Token jeweils einen Fondsanteil repräsentiert – bekannt ist vor allem der Franklin OnChain U.S. Government Money Fund (FOBXX), der sich auf kurzlaufende US-Staatsanlagen und Repo-Strukturen konzentriert.
Franklin Templeton beschreibt Benji als blockchain-basiertes System für Transaktionsabwicklung und Registerführung von Fondsanteilen; die Tokenisierung soll Prozesse vereinfachen, ohne den regulierten Fondscharakter aufzugeben.
Binance and Franklin Templeton (@FTDA_US @FTI_US) are launching an institutional collateral program, enabling tokenized money market fund (MMF) shares issued via Franklin Templeton’s Benji Technology Platform to be used as collateral on Binance.
This is the first initiative… pic.twitter.com/QS1ZKbBOCC
— Binance (@binance) February 11, 2026
Im neuen Binance-Programm bleiben diese tokenisierten Geldmarktfonds-Anteile in externer Verwahrung „off-exchange“; ihr Wert wird in der Handelsumgebung von Binance gespiegelt, sodass sie als Sicherheit für Positionen dienen können, ohne dass die Assets selbst auf die Börse transferiert werden. Das soll das Gegenparteirisiko senken und gleichzeitig Kapital effizienter machen, weil die hinterlegte Sicherheit weiterhin eine geldmarktnahe Rendite erwirtschaften kann.
Tokenisierung als Test für Bitcoin-Skalierung: Macht HYPER den Unterschied?
Die Kooperation von Franklin Templeton und Binance zeigt, wie schnell sich tokenisierte Real-World-Assets vom Experiment zur Infrastruktur entwickeln: Geldmarktfonds-Anteile werden so verpackt, dass sie im Kryptohandel als Sicherheit taugen, ohne auf einer Börse liegen zu müssen. Auffällig ist dabei auch, wer bislang kaum eine Rolle spielt: Bitcoin. Die Basis-Blockchain ist für komplexe Abwicklung, schnelle Finalität und Smart-Contract-Logik nur begrenzt geeignet.
Genau hier setzen Bitcoin-Layer-2-Ansätze an und öffnen perspektivisch den Gedanken, dass auch RWA-Strukturen irgendwann auf Bitcoin „andocken“ könnten, wenn Skalierung und Programmierbarkeit ausgelagert werden.

Bitcoin Hyper positioniert sich in diesem Kontext als Layer-2-Konzept, das Bitcoins Settlement-Ebene mit einer leistungsfähigen Ausführungsumgebung kombiniert. Technisch setzt das Projekt nach eigenen Angaben auf die Solana Virtual Machine (SVM) als Execution-Layer, um hohe Transaktionsraten und geringe Latenz zu erreichen. Die Verbindung zur Bitcoin-Blockchain läuft über eine „canonical bridge“. BTC werden auf Layer 1 gesperrt und als äquivalente, „wrapped“ Darstellung auf Layer 2 nutzbar gemacht, während Transaktionen auf L2 gebündelt und komprimiert werden.
Zur Absicherung der Gültigkeit sollen Zero-Knowledge-Proofs eingesetzt werden. Zusätzlich wird der L2-Zustand regelmäßig Richtung Bitcoin zurückverankert, um die Trennung zwischen schneller Ausführung und konservativer Abrechnung nachvollziehbar zu halten.
Dass dieses Narrativ derzeit Resonanz findet, spiegelt sich in der Finanzierung. Im Presale wurden schon rund 31,4 Millionen US-Dollar. Der Presale läuft weiterhin über die Projekt-Website. Da der Preis in wenigen Stunden steigt, sind schon heute erste Buchgewinne möglich. Direkt im Anschluss ist das Staking für 38 Prozent APY möglich.
Zuletzt aktualisiert am 11. Februar 2026






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