
Spannende Nachrichten von einem der bekanntesten Unicorns Europas. Bitpanda könnte in den kommenden Monaten den Börsengang in Frankfurt am Main wagen. Dies zeigen diverse Berichte, die auf ein sich verdichtendes Listing-Vorhaben hindeuten. Ein IPO würde nicht nur Bitpandas Wachstumsgeschichte krönen, sondern auch den europäischen FinTech-Sektor weiter beleben.
Bitpanda plant IPO in Frankfurt
Der europäische Kryptomarkt könnte 2026 ein historisches Börsendebüt erleben: Die in Wien ansässige Handelsplattform Bitpanda bereitet sich laut übereinstimmenden Medienberichten auf einen möglichen Börsengang in Frankfurt vor. Damit würde erstmals ein großes europäisches Krypto-Unternehmen den Schritt an einen regulierten Aktienmarkt wagen. Als möglicher Zeitraum gilt das erste Halbjahr 2026, wobei eine Platzierung bereits im ersten Quartal nicht ausgeschlossen wird, so ein Bericht von Bloomberg.
Frankfurt gilt derzeit als Favorit, nachdem die Wiener Börse für ein Unternehmen dieser Größenordnung zu klein sein dürfte. Auch eine frühere Prüfung eines Listings in London wurde verworfen, unter anderem wegen der vergleichsweise schwachen Liquidität.
Unternehmensmitgründer Eric Demuth hatte bereits zuvor erklärt, dass für Bitpanda letztlich nur New York oder Frankfurt infrage kämen. Nun scheint die Wahl auf den deutschen Finanzstandort zu fallen.
Bitpanda, a cryptocurrency trading platform backed by billionaire Peter Thiel, is gearing up for a Frankfurt initial public offering as soon as the first half of this year, sources say https://t.co/nmS6yVJKVY
— Bloomberg (@business) January 13, 2026
Insidern zufolge strebt Bitpanda eine Bewertung zwischen vier und fünf Milliarden Euro an. Mit der Vorbereitung des Börsengangs sollen Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank beauftragt worden sein. Offizielle Bestätigungen zu Details gibt es bislang nicht. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte lediglich, ein IPO sei eine von mehreren strategischen Optionen für die Weiterentwicklung von Bitpanda.
Ein Börsengang dieser Größenordnung könnte auch über das Unternehmen hinaus Signalwirkung entfalten. Europas Kapitalmärkte hatten sich zuletzt schwergetan, große, von Risikokapital finanzierte Tech- und Krypto-Firmen erfolgreich an die Börse zu bringen. Ein erfolgreicher Bitpanda-IPO würde dem Markt neues Vertrauen verschaffen.
📈 Bitpanda IPO watch@Bloomberg reports @Bitpanda is preparing for a Frankfurt IPO in H1 2026, targeting a €4B–€5B valuation. Goldman Sachs, Citi and Deutsche Bank are said to advise.#IPO #Crypto #Fintech pic.twitter.com/vPQ7WVSM62
— 99Bitcoins (@99BitcoinsHQ) January 14, 2026
Bitpanda mit Rekordjahr 2024 und steigender Profitabilität
Bitpanda wurde 2014 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der bekanntesten Krypto-Plattformen Europas entwickelt. Das Unternehmen ist heute in zahlreichen Ländern aktiv, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien, und hat zuletzt auch in Großbritannien expandiert. Der Berliner Standort spielt dabei eine zentrale Rolle für einen großen Teil der mittlerweile rund 30 Millionen Kunden.
Bitpanda hat derweil im Geschäftsjahr 2024 das stärkste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt und damit seine Reife als europäische Krypto-Plattform eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Betriebseinnahmen stiegen auf 393 Millionen Euro und lagen damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Besonders positiv war hier die Entwicklung der Profitabilität: Das bereinigte EBITDA verfünffachte sich, die Marge kletterte auf über 30 Prozent.
Getragen wurde das Wachstum vor allem durch die Expansion in zentrale europäische Märkte sowie den starken Ausbau des B2B-Geschäfts. Kooperationen mit Instituten wie Deutscher Bank, LBBW, Raiffeisen oder N26 unterstreichen die wachsende institutionelle Nachfrage. Gleichzeitig investierte das Unternehmen weiter in den Ausbau der Produktpalette, in Benutzerfreundlichkeit sowie in hohe Sicherheits- und Regulierungsstandards.
Bitpanda wird erwachsen und dominiert den Heimatmarkt
Eine Umfrage von EY Österreich unterstreicht derweil die dominante Marktstellung von Bitpanda im heimischen Kryptomarkt eindrucksvoll. Mit einem Nutzungsanteil von 59,6 Prozent liegt die Plattform klar vor internationalen Wettbewerbern wie Binance und Kraken. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich die Wahl der Anbieter zunehmend an Kriterien wie Regulierung, Steuer-Reporting und rechtlicher Sicherheit orientiert. Für eine große Mehrheit der Befragten ist eine EU-Regulierung sowie eine Zulassung in Österreich entscheidend.
Genau in diesem Umfeld spielt Bitpanda seine Stärken aus: Als in Europa stark regulierter Anbieter mit Sitz in Wien erfüllt das Unternehmen zentrale Erwartungen der Nutzer und profitiert sichtbar vom wachsenden Wunsch nach Sicherheit und Vertrauen.
Auch intern entwickelt sich das Unternehmen weiter. Der Führungswechsel bei Bitpanda markierte einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt in der Unternehmensgeschichte. Mitgründer Eric Demuth wechselt nach mehr als zehn Jahren als Co-CEO in die Rolle des Executive Chairman und Präsidenten des Verwaltungsrats der Bitpanda Group AG. Künftig wird er sich vor allem auf die langfristige strategische Ausrichtung, die internationale Expansion und das nachhaltige Wachstum des Unternehmens konzentrieren.
Die operative Führung liegt künftig vollständig bei Lukas Enzersdorfer-Konrad, der als alleiniger CEO die Geschäfte verantwortet. Die neue Struktur stärkt die Governance und spiegelt den Wandel von einem Startup zu einer etablierten, paneuropäischen Investmentplattform wider.
A new chapter with the same mission.
After 11 incredible years as Founder & CEO, I’m stepping into my new role today as Executive Chairman & President of Bitpanda Group AG.When you build something from scratch, it stops being just a company. It becomes part of who you are.… pic.twitter.com/39poNmITOB
— Eric Demuth (@eric_demuth) November 3, 2025
Damit schafft Bitpanda klare Verantwortlichkeiten und stellt die Weichen für die nächste Phase der globalen Skalierung – ein Teil davon könnte bald der Börsengang in Frankfurt am Main sein.
Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2026




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