Die DZ Bank, zweitgrößte Bank Deutschlands, hat die Zulassung nach der europäischen Kryptoverordnung MiCA erhalten. Damit darf das Institut ab sofort Krypto-Assets für private Anleger handeln und verwahren. Unter der Marke „meinKrypto“ wird das Angebot in den kommenden Monaten schrittweise ausgerollt.
MiCA-Zulassung als Meilenstein
Die BaFin hat der DZ Bank die Erlaubnis als Krypto-Verwahrer und Krypto-Handelsplattform erteilt. Die Genehmigung umfasst sowohl die Verwahrung von Krypto-Assets als auch den Handel im Auftrag von Kunden.
Damit erfüllt die DZ Bank die strengen Anforderungen der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), die seit Ende 2024 schrittweise in Kraft getreten ist. Die Zulassung gilt als eine der ersten ihrer Art für ein systemrelevantes Kreditinstitut in Deutschland.
„meinKrypto“ – Das neue Angebot für Privatanleger
Das Produkt „meinKrypto“ richtet sich explizit an Privatkunden der Volks- und Raiffeisenbanken sowie weiterer Kooperationspartner der DZ Bank. Geplant ist der Handel mit den marktführenden Krypto-Assets, darunter Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).
JUST IN: 🇩🇪 Germany’s second-largest bank DZ Bank gets approval for institutional Bitcoin and crypto trading.
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— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) January 14, 2026
Weitere Coins sollen in späteren Ausbaustufen hinzukommen. Die DZ Bank betont, das Angebot vollständig in die bestehende Bankeninfrastruktur zu integrieren – Kunden können Kryptowährungen also über ihre gewohnten Online-Banking-Zugänge kaufen, verkaufen und verwahren lassen.
Strategische Neuausrichtung der DZ Bank
Die DZ Bank reagiert mit dem Schritt auf die wachsende Nachfrage privater Anleger nach regulierten Krypto-Angeboten. Bisher war der direkte Handel mit Kryptowährungen für die meisten Kunden der genossenschaftlichen Bankengruppe nur über Drittanbieter möglich.
Durch die eigene Plattform sollen Transaktionskosten gesenkt, die Abwicklung beschleunigt und die Sicherheit durch die strengen bankaufsichtlichen Standards erhöht werden.
JUST IN: $760 BILLION GERMAN FINANCIAL GIANT DZ BANK JUST GOT APPROVED TO BUY AND SELL #BITCOIN
THE 2nd LARGEST BANK IN GERMANY 🔥 pic.twitter.com/ppIzz5ww3f
— The Bitcoin Historian (@pete_rizzo_) January 13, 2026
Ein weiterer Vorteil liegt in der Kombination mit klassischen Wertpapierdepots. Künftig können Kunden Krypto-Positionen zusammen mit Aktien, ETFs und Fonds in einem einheitlichen Depot übersichtlich verwalten.
Bedeutung für den deutschen Kryptomarkt
Die Entscheidung der DZ Bank gilt als wichtiges Signal für die gesamte Finanzbranche. Als zentraler Dienstleister für rund 700 Volks- und Raiffeisenbanken erreicht die DZ Bank ein sehr breites Privatkundensegment. Experten erwarten, dass weitere große Institute den Schritt in den regulierten Krypto-Handel in naher Zukunft nachvollziehen werden.
Gleichzeitig unterstreicht die MiCA-Zulassung die wachsende Akzeptanz von Krypto-Assets im traditionellen Finanzsektor. Deutschland positioniert sich damit als einer der führenden Standorte für regulierte Krypto-Dienstleistungen in der EU.
Die DZ Bank plant, „meinKrypto“ in mehreren Phasen einzuführen. Der Start für ausgewählte Pilotkunden ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Eine flächendeckende Verfügbarkeit für alle Privatkunden der Partnerbanken wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt. Bis dahin sollen auch die technischen Anbindungen an die bestehenden Banking-Systeme sowie die notwendigen Schulungen für Berater abgeschlossen sein.
Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2026




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