Phong Le sieht MSTR in rollierenden Vierjahreszeiträumen vorn

Gold Bitcoin and corporate equity performance paths illustrating Strategy’s four-year outperformance comparison.

Strategy-CEO Phong Le erklärte am 3. August 2026, dass die MSTR-Aktie Bitcoin in jedem rollierenden Vierjahres-Haltezeitraum seit Einführung der Bitcoin-Strategie übertroffen habe. Das Unternehmen hielt nach seinem dritten Bitcoin-Verkauf des Jahres noch 842.138 BTC.

Der Vergleich fällt in eine Phase, in der Strategy erneut Bitcoin verkaufte, um Verpflichtungen aus Vorzugsaktien zu erfüllen. Der Ökonom Peter Schiff kritisierte diesen Schritt. Zugleich berichtete CryptoSlate, dass sich die Vorzugsaktie STRC wieder der Marke von 100 US-Dollar nähere.

Phong Les Vierjahres-Vergleich: MSTR gegen Bitcoin

Le verglich annualisierte Renditen für Investitionen zwischen August 2020 und August 2022. Demnach erzielte die Aktie in jedem rollierenden Vierjahres-Investitionsfenster höhere Renditen als Bitcoin. Rollierende Haltezeiträume vergleichen zahlreiche Startzeitpunkte, statt sich auf einen einzelnen Einstiegszeitpunkt zu stützen, und sollen damit ein breiteres Bild der langfristigen Entwicklung liefern.

Le zufolge entspricht die Outperformance dem langfristigen Ziel der Unternehmensstrategie. Seine Aussagen stehen zudem im Einklang mit der Einschätzung von Executive Chairman Michael Saylor, wonach institutionelles Kapital, börsengehandelte Fonds und die Nutzung von Bitcoin in Unternehmensbilanzen die historischen Handelsmuster von Bitcoin verändern.

Auch die institutionelle Beteiligung nahm zu: 13 der 15 größten Aktionäre von Strategy erhöhten ihre gemeinsamen Positionen im ersten Quartal laut Les Update vom 20. Mai um 27 Prozent. Zu den größten Käufern zählten Capital Group, Vanguard, BlackRock, Fidelity und State Street. Im zweiten Quartal meldete das Unternehmen zudem 843.775 BTC per 27. Juli, eine BTC-Rendite von 4,5 Prozent seit Jahresbeginn sowie 17,06 Milliarden US-Dollar, die 2026 über Kapitalprogramme eingesammelt wurden.

Bitcoin-Verkäufe befeuern Debatte um Vorzugsaktien

Nach dem Q2-Update vollzog Strategy seinen dritten Bitcoin-Verkauf des Jahres, um Verpflichtungen im Zusammenhang mit Vorzugsaktien zu erfüllen. Der Bestand sank dadurch von 843.775 auf 842.138 BTC. Die Transaktion rückte das Finanzierungsmodell des Unternehmens, das auf Vorzugsaktien, Aktienemissionen und der Kapitalallokation rund um Bitcoin beruht, erneut in den Fokus.

Peter Schiff argumentierte, dass Bitcoin-Verkäufe zur Finanzierung von Vorzugsdividenden Wert von den MSTR-Aktionären abziehen. Die Dividendenzahlungen sind nach Angaben von Strategy durch eine Reserve von 3,75 Milliarden US-Dollar gedeckt, die mehr als 2,1 Jahre an Dividenden und Zinsen abdeckt. Das Unternehmen autorisierte außerdem separate Rückkaufprogramme über jeweils 1 Milliarde US-Dollar für MSTR und seine Digital Credit Securities. Das MSTR-Programm blieb bis zum 26. Juli ungenutzt.

Portrait of Peter Schiff wearing a dark suit and patterned tie, smiling against a bright window background.
Economist and financial commentator Peter Schiff.

Was der Vergleich zeigt

Die rollierende Vierjahres-Analyse unterscheidet sich vom traditionellen Bitcoin-Vierjahresrhythmus, der häufig mit Halving-Ereignissen verbunden wird. Statt einen Zyklus anhand einzelner Zeitpunkte zu bewerten, betrachtet sie Renditen über zahlreiche Startdaten hinweg.

Die wachsenden institutionellen MSTR-Bestände tragen laut dem Bericht zugleich zu einer breiteren indirekten Bitcoin-Exponierung über Investmentfonds, Pensionspläne, Altersvorsorgekonten und ETFs bei. Strategy verweist darauf, dass seine Fähigkeit zur Emission von Aktien und Vorzugswerten, zur Kapitalaufnahme und zum Kauf zusätzlicher Bitcoin einen Wert schaffen könne, der über den Marktpreis der Bitcoin-Bestände hinausgehe.

STRC nähert sich wieder der 100-Dollar-Marke

CryptoSlate nannte einen ergänzenden Datenpunkt: Bitcoins zwischenzeitliche Erholung über 80.000 US-Dollar brachte Strategys Bestand von 840.447 BTC wieder auf mehr als 3 Milliarden US-Dollar an nicht realisierten Gewinnen. Im selben Zeitraum stieg MSTR laut dem Bericht um rund 37 Prozent, während Bitcoin etwa 22 Prozent zulegte.

Bitcoin price chart showing market cycles of accumulation, growth, bubble, and crash from 2011 to 2026.
A historical and projected analysis of Bitcoin’s price cycles and percentage gains.

STRC näherte sich dem Bericht zufolge wieder seinem Zielniveau von 100 US-Dollar. Strategy nahm 2,01 Milliarden US-Dollar auf und baute 6,69 Milliarden US-Dollar an Dollarliquidität auf. Bitcoin-Käufe hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder aufgenommen.

Nach Darstellung von CryptoSlate hängt der nächste Schritt von Strategy davon ab, ob die Kurserholung STRC wieder an sein Zielniveau von 100 US-Dollar heranführt.

Zuletzt aktualisiert am 27. August 2026

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Tobias FennerExperte für Kryptowährungen

Tobias Fenner beschäftigt sich seit fast einem Jahrzehnt mit der Schnittstelle zwischen digitalen Vermögenswerten und der notorisch komplexen Welt des Steuerrechts. Der in Stuttgart ansässige Experte entwickelte früh eine Leidenschaft für die regulatorische Seite von Krypto, nachdem er feststellte, dass die meisten Enthusiasten weitaus mehr auf Gewinne fokussiert waren als auf das, was passiert, wenn das Finanzamt anklopft. Seine Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wesentliche auf den Punkt bringen – mit einer praktischen, bodenständigen Perspektive, die sowohl Krypto-Neulinge als auch erfahrene Anleger anspricht, die sich mit deutschen und EU-Compliance-Vorgaben auseinandersetzen müssen.

Seine Berichterstattung auf Coincierge.de konzentriert sich auf steuerliche Meldepflichten, die Herausforderungen bei der Einstufung von DeFi, die steuerliche Behandlung von Staking-Einnahmen und die sich ständig weiterentwickelnden Richtlinien des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Tobias ist überzeugt, dass finanzielle Freiheit im Krypto-Raum nur dann sinnvoll ist, wenn die Menschen das Erreichte auch tatsächlich behalten dürfen. Das bedeutet, die Regeln im Detail zu verstehen, anstatt am Jahresende einfach auf das Beste zu hoffen.

Wenn er nicht gerade die neuesten BMF-Schreiben analysiert oder die Krypto-Meldestandards der OECD verfolgt, begeistert sich Tobias fürs Langstrecken-Radfahren und ein – vielleicht etwas übertriebenes – Interesse an Brettspielstrategien. Er schreibt für Leser, die Klarheit statt Hype suchen und die verstehen, dass die vermeintlich langweiligen Facetten von Krypto oft die wichtigsten sind.

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