Neue Umfrage: Kryptos im Urlaub immer beliebter – trotz bestehender Hürden

Digitale Assets werden auf Reisen immer attraktiver – auch wenn Akzeptanzprobleme und andere Barrieren noch bestehen.

Die Krypto-Börse Bitget hat die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von mehr als 3.000 europäischen Krypto-Nutzern veröffentlicht. Das Ergebnis: Digitale Assets werden auf Reisen immer attraktiver – auch wenn Akzeptanzprobleme und andere Barrieren noch bestehen.

Mehrheit offen für Krypto-Reisen

Laut Umfrage haben bereits 85,32 % der Befragten Kryptowährungen genutzt oder ziehen in Betracht, damit ihre Urlaubsbuchung zu bezahlen. Besonders gefragt ist der Einsatz für tägliche Ausgaben (58,86 %), Unterkünfte (58,59 %) und Transport (55,15 %) – ein Trend, der sich mit früheren Erhebungen von Bitget Wallet deckt.

Die Beweggründe sind vielfältig:

  • 51,46 % möchten Wechselkursgebühren vermeiden
  • 48,64 % schätzen schnellere Transaktionen
  • Datenschutz und Anonymität sind vor allem in Deutschland (44 %) und Polen (51 %) wichtig
  • In Italien motivieren neue Technologien 46 % der Nutzer
  • Generation Z legt mit 71,64 % besonderen Wert auf niedrige Gebühren
  • Generation X bevorzugt Treueprogramme (47,74 %) und Zahlungsoptionen in abgelegenen Regionen (46,02 %)

Hürden: Akzeptanz und Volatilität

Der größte Hemmschuh bleibt die geringe direkte Akzeptanz bei Reiseanbietern (58,30 %). Zwar ermöglichen Kooperationen mit Zahlungsdiensten wie Bitrefill oder Entravel bereits Buchungen bei Marken wie Hotels.com oder Airbnb, jedoch sind direkte Krypto-Zahlungen vor Ort noch nicht flächendeckend möglich.

Weitere Sorgenpunkte:

  • Kursschwankungen (42 %)
  • Regulatorische Unsicherheit, besonders in Frankreich (35 %)
  • Sicherheitsbedenken in Osteuropa (38 %)

Praxisbeispiele & Marktpotenzial

Dass Krypto im Tourismus nicht nur Zukunftsmusik ist, zeigen bereits erste Praxisbeispiele aus dem DACH-Raum: Die BLS Schifffahrt in der Schweiz nutzt etwa Non-Fungible Tokens (NFTs) als digitalen „Proof-of-Visit“, der besondere Urlaubserlebnisse als Krypto-Sammelobjekte festhält. Auch die Lufthansa setzt auf Blockchain-Technologie und hat im vergangenen Jahr einen DePin-Knotenpunkt gestartet – ein Zeichen für die wachsende Offenheit gegenüber digitalen Assets in der Reisebranche.

Wie groß der wirtschaftliche Hebel sein kann, verdeutlicht eine Analyse des Krypto-Reiseportals Travala: Demnach generieren Krypto-Touristen im Schnitt dreimal mehr Wertschöpfung als herkömmliche Urlauber, bleiben länger vor Ort und geben deutlich mehr aus. Dieses Potenzial hat längst auch internationale Aufmerksamkeit geweckt. So hat etwa das Tourismusministerium von Bhutan kürzlich Krypto-Zahlungen eingeführt, um gezielt Reisende anzusprechen, „die die Welt mit digitalen Währungen entdecken wollen“.

Stablecoins vorne – Bitcoin mit Potenzial

Bei den bevorzugten Zahlungsmitteln führen Stablecoins (67 %), gefolgt von Bitcoin (45 %). Letzteres unterstreicht die Relevanz von Technologien wie dem Lightning Network, um Transaktionen schneller und günstiger zu machen.

Optimistische Zukunftsaussichten

Ganze 91 % der Befragten erwarten, dass die Bezahlung von Reisen mit Kryptowährungen in den nächsten Jahren deutlich einfacher wird.
Bitget-CEO Gracy Chen betont:

„Krypto-Nutzer suchen nach echten Anwendungsmöglichkeiten. Reisen ist dabei ein universelles Szenario, in dem Kryptowährungen spürbare Vorteile bringen können. Unser Ziel ist es, diese Brücke zwischen digitalem Asset und realem Nutzen zu schlagen.“

Mit der wachsenden Integration von Krypto-Zahlungen und immer ausgereifteren Technologien rückt die Vision eines nahtlosen, kryptobasierten Reiseerlebnisses in greifbare Nähe.

Zuletzt aktualisiert am 19. August 2025

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