Es sei „völliger Wahnsinn“ und „größer als gedacht“: Die Krypto-Community reagiert auf das neue Mega-Datenleck bei Krypto-Hardware-Wallet-Hersteller Ledger.
Ledger Leak: Wie ernst ist die Lage?
Während Bitcoin frühlich pumpt und auf dem Wochenchart +6,23 Prozent zulegt, erschüttert eine schwerwiegende Sicherheitspanne die Kryptoszene: Wie Ledger meldet, der größte und bekannteste Hersteller von Krypto-Hardware-Wallets wie dem Ledger Nano S, ist es im Ökosystem des Unternehmens zu einem empfindlichen Datenleck gekommen! Hacker sind an die persönlichen Daten zahlreicher Anleger gelangt – darunter brisante und sicherheitskritische Informationen! Der populäre Krypto-Detektiv ZachXBT kommentiert auf X:
„Warnung an die Community: Ledger hatte einen weiteren Datendiebstahl durch den Zahlungsabwickler Global-e, der die persönlichen Daten von Kunden (Name und andere Kontaktinformationen) weitergegeben hat.“
Community alert: Ledger had another data breach via payment processor Global-e leaking the personal data of customers (name & other contact information).
Earlier today customers received the email below. pic.twitter.com/RKVbv6BTGO
— ZachXBT (@zachxbt) January 5, 2026
Ein Schock für tausende Anleger, die beim Kryptowährungen kaufen auf das Unternehmen vertraut hatten, um ihre kostbaren Krypto-Bestände in Sicherheit zu bringen. Ledger warnt die betroffenen Anleger in einer Mail: Man habe „ungewöhnliche Aktivitäten in einem Teil unseres Netzwerks“ festgestellt. Es seien sofort „Maßnahmen ergriffen“ und „unabhängige Forensikexperten“ mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt worden. Das Ergebnis der Analyse: Hacker konnten unberechtigt auf „personenbezogene Daten“ einiger Anleger zugreifen – und die würde man nun „aus Gründen der Vorsicht“ benachrichtigen. Das Unternehmen:
„Wir wissen, dass Datenschutz und Informationssicherheit für Ledger-Kunden aufgrund der Art der Produkte und Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung sind. Aus diesem Grund benachrichtigen wir Sie umgehend, nachdem unsere Untersuchung den unbefugten Zugriff auf Verbraucherdaten bestätigt hat.“
Das Problem dabei: Nutzer können gar nichts tun! Die sensiblen Infos sind bereits im Netz – mit potenziell finsteren Folgen für Anleger. Global-e betont zwar, dass keine Zahlungsdaten, keine Kreditkarten- oder Bankinformationen, keine Passwörter und keine Account-Zugangsdaten kompromittiert worden seien. Ebenso seien keine besonders sensiblen Daten wie Ausweisnummern oder Geburtsdaten gespeichert oder betroffen gewesen. Dennoch bleibt bei vielen Betroffenen das ungute Gefühl, nun ins Fadenkreuz von Krypto-Betrügern zu geraten.
Krypto-Experte DefiIgnas beispielsweise kommentiert:
„Die Menschen laufen mit Millionen auf ihren „USB-Geräten“ herum, und Ledger unternimmt nicht das Notwendige, um uns zu schützen.“
Er wäre als Betroffener jetzt „äußerst besorgt“: Angriffe auf öffentlich bekannte Krypto-Anleger würden ohnehin immer häufiger. Und:
„Ich glaube, wenn die Wirtschaft und die Weltlage instabiler werden, werden diese Angriffe zu einem ernsthaften Problem für Krypto-Nutzer werden.“
Im Online-Forum Reddit würden sich Anleger bereits seit Monaten darüber beschweren, dass sie Opfer von Phishing-Angriffen geworden seien – mitunter mit massiven Verlusten.
https://twitter.com/DefiIgnas/status/2008202474801217814
Mega-Leak: „Ledger ist erledigt“
Krypto-Investorin KateXBT geht sogar noch weiter, glaubt: Ledger kann nach dem neuen Datenleck dichtmachen. Ihre Warnung:
„Ledger ist danach erledigt.
Es könnte klug sein, jemanden dafür zu bezahlen, dass man selbst aus dem Internet verschwindet. (kein Scherz)
Das ist ein größeres Problem, als die Leute denken.“
Kombiniert mit dem Ledger-Datenleck von 2020 könnten Angreifer nun KIs wie ChatGPT verwenden, um die Datensätze miteinander zu vergleichen – und daraus brisante Infos ziehen! KateXBT erläutert:
„Hey ChatGPT, sag mir, welchem der Kunden in diesen Lecks ich am nächsten stehe.
Dann finden sie dich online – stalken deine sozialen Netzwerke, die deiner Familie.
Oh, du bist 6 Jahre später immer noch in Kryptowährungen? Das bedeutet, dass du Geld verdient und etwas für schlechte Zeiten gespart haben musst.“
Das sei dann natürlich ein attraktives Ziel für Angreifer – es sei „nur eine Frage der Zeit“.
Ledger is cooked after this
it might be wise to pay someone to make yourself disappear from the internet (not kidding)
this is a bigger issue than people think
with LLMs its now trivial for ANYONE to analyze huge data sets
ledger breach in 2020 dataset
crossreferenced with… https://t.co/E9PFsV55eN pic.twitter.com/vLJtfc6gtH
— katexbt.hl (@katexbt) January 5, 2026
Bitter: Tatsächlich können betroffene Anleger nicht wirklich etwas tun, um sich und ihre Daten aus der Schusslinie zu bringen. Es sei „alles völliger Wahnsinn“, ergänzt der pseudonyme Branchenbeobachter pcaversaccio – und die einzige Option: Es künftig besser machen.
„Das ist alles völliger Wahnsinn – alles, was du online machst, wird eines Tages veröffentlicht werden, also benutze niemals deinen richtigen Namen und deine Adresse und bezahle immer mit Kryptowährung oder Bargeld.“
so Ledger’s payment processor Global-e got breached and name & contact information were leaked (none of the payment information fortunately but it doesn’t make it better). This is all fucking insane – everything you do online will be fucking leaked one day, so don’t use your real… pic.twitter.com/95QVR7zlO5
— sudo rm -rf –no-preserve-root / (@pcaversaccio) January 5, 2026
Zuletzt aktualisiert am 6. Januar 2026




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