Peter Schiff ist einer der lautstärksten Kritiker von Kryptowährungen im Finanzsektor und hat am heutigen 6. Januar 2026 auf X erneut für Furore gesorgt. Während Bitcoin in den letzten Tagen deutlich über die 94.000 US-Dollar-Marke kletterte, bezeichnete der Gold-Bulle die Rally als „Venezuela-inspiriert und nur Hype“ und riet Investoren eindringlich, ihre Bitcoin-Bestände jetzt zu liquidieren und stattdessen in Gold zu flüchten. Der Tweet hat in der Krypto-Community sofort breite Reaktionen ausgelöst – insbesondere von Marktakteuren, die einen ganz anderen Blick auf die aktuelle Rally haben. Denn Peter Schiff lag in der Vergangenheit häufig falsch.
Schiffs Warnung: Bitcoin-Rallye ist nur Hype
Peter Schiff ist seit Jahren bekannt als kompromissloser Kritiker von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Bereits zuvor bezeichnete er Bitcoin wiederholt als „Tulpenmanie 2.0“ und propagierte stattdessen traditionelle Sachwerte wie Gold. Seine heutige Botschaft auf X wiederholt diese Rhetorik: Die jüngste Preisbewegung sieht er nicht als fundamentale Verbesserung des Krypto-Marktes, sondern als spekulatives Aufbäumen – unter anderem getriggert durch geopolitische Nachrichten rund um Venezuela und Rohstoffe. Schiff fordert Anleger auf, die Rally auszunutzen, Gewinne mitzunehmen und diese in physisches Gold oder goldbezogene Assets umzuschichten, anstatt auf eine weitere Bitcoin-Hausse zu setzen.
Bitcoin has been caught up in the Venezuela-inspired rally. It’s back above $94.5K. There’s lots of BS from the pumpers spinning this news as being bullish for Bitcoin. Don’t believe the hype. Just take advantage of the rally to sell and use the proceeds to buy real gold instead.
— Peter Schiff (@PeterSchiff) January 5, 2026
Sein Standpunkt ist nicht neu: Schiff argumentiert seit Jahren, Bitcoin sei ein wertloses Asset ohne intrinsischen Nutzen, und sieht Gold als den einzig echten Schutz gegen Inflation und monetäre Risiken. Doch gerade bei einem Bitcoin-Preis über 90.000 US-Dollar sorgt diese klare Sell-Empfehlung für Diskussionen – nicht zuletzt, weil viele institutionelle und Retail-Investoren nach wie vor bullisch gestimmt sind.
Gegenstimmen: Marktprofis sehen andere Realität
Nicht alle im Krypto-Ökosystem teilen Schiffs düstere Einschätzung. Mehrere prominente Marktkommentatoren und Analysten betrachten die aktuelle Bitcoin-Rallye als Resultat tieferer makroökonomischer Faktoren, nicht nur oberflächlicher Spekulation. Einige argumentieren, dass geopolitische Entwicklungen – insbesondere in Bezug auf Ölpreise, Geldpolitik und fiskalische Risiken – tatsächlich die Attraktivität von Bitcoin als inflationsresistente Anlageunterstreichen könnten.
So weist etwa Arthur Hayes, Mitgründer der Krypto-Tradingfirma BitMEX, darauf hin, dass niedrige Energiepreise und ein expansiver fiskalischer Kurs in den USA den Druck auf traditionelle Anlageklassen mindern und Bitcoin potentiell als alternatives Währungs- und Wertaufbewahrungsmittel stärken könnten.
Die Reaktionen auf Schiffs Post variieren stark: Einige Retail-Trader feiern seine Warnung als Bestätigung ihres eigenen Gewinnmitnahme-Plans, während andere Anleger sie als konträren Indikator interpretieren – also ein Signal, weiter zu kaufen. In der Krypto-Welt hat sich ein Narrativ etabliert, wonach extreme Skepsis oft einem kurzfristigen Bull-Markt vorausgeht – und Peter Schiff lag in der Bitcoin-Historie eben häufiger falsch als richtig.
Zuletzt aktualisiert am 6. Januar 2026




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