Quantencomputer vs. Bitcoin – doch keine Gefahr?

Können Quantencomputer irgendwann den Bitcoin entschlüsseln? Für die einen ist das eine reale Gefahr, für die anderen Panikmache. Was für und gegen die Prognose spricht.

Solana-Mitgründer und Profihändler sehen Risiko in Quantencomputern

Bereits im September haben wir darüber berichtet, dass der Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko die Krypto-Community vor Quantencomputern warnte und dazu aufrief, an der Bitcoin-Technologie zu arbeiten, um eine Entschlüsselung zu verhindern. Seiner Meinung nach könnte der Quanten-Durchbruch schon in fünf Jahren gelingen.

Nun sorgt Profihändler Peter Brandt für noch mehr Aufregung. Auch er alarmierte Anleger mit seiner Aussage, dass „das ultimative Risiko für Bitcoin weder Regulierung noch Konkurrenz sei – sondern der hypothetische Tag, an dem jemand Satoshi Nakamotos unberührten Bitcoin-Schatz freischaltet“ (Quelle: Coindoo).

Rund 1,1 Millionen BTC werden dem unbekannten Bitcoin-Erfinder zugeschrieben. Nach aktuellem Stand wären das rund 135,3 Milliarden US-Dollar. Die Bestände sind allerdings seit 15 Jahren unbewegt und praktisch eingefroren. Manche in der Community gehen sogar davon aus, dass diese Coins für immer verloren sind – und Satoshi möglicherweise gar nicht mehr lebt.

Quantentechnologie könnte Bestände zurückholen

Brandt und andere Analysten wie beispielsweise Capriole-Gründer Charles Edwards gehen allerdings davon aus, dass die Quantentechnologie das eines Tages verändern könnte. Sie verweisen auf Shors Algorithmus, der – mit ausreichend starker Quantenrechenleistung – theoretisch in der Lage wäre, aus öffentlichen Informationen private Schlüssel zu berechnen. Das würde ältere Wallets angreifbar machen.

Doch wie real ist diese Gefahr nun wirklich? Forscher geben Entwarnung. Sie sind sich einig: Die Technologie soll noch lange nicht auf dem Stand sein, um eine echte Bedrohung zu werden. Es gibt zwar bereits funktionierende Quantencomputer, doch keiner davon scheint auch nur ansatzweise über die benötigte Rechenleistung zu verfügen. Die SHA-256-Verschlüsselung von Bitcoin bleibe für die nächsten Jahrzehnte sicher.

„Quantencomputing ist ein theoretisches Risiko, kein praktisches“, merkte ein Forscher laut Coindoo an. „Bis es realistisch wird, wird Bitcoin wahrscheinlich längst mit quantensicherer Kryptografie weiterentwickelt worden sein.“ F2-Pool-Mitgründer Chun Wang bezeichnete die Quantenbedrohung kürzlich sogar als „Science-Fiction“ und scherzte, dass Entwickler lieber daran arbeiten sollten, den Bitcoin außerhalb der Erde einsatzfähig zu machen.

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Zuletzt aktualisiert am 8. Oktober 2025

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