Die Kursentwicklung der Kryptowährung Solana zeigt sich in der dritten Januarwoche deutlich angeschlagen. Nach einem starken Start ins Jahr musste der Altcoin innerhalb weniger Tage deutliche Verluste hinnehmen. Das Marktumfeld bleibt angespannt, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und restriktiver Tendenzen in der US-Handelspolitik. Die Folgen machen sich nun auch bei Solana bemerkbar, das zuletzt deutlich unter zentralen Unterstützungsmarken notierte.
Zweistelliger Wochenverlust und charttechnisch angeschlagene Lage
Noch vor Kurzem galt Solana ($SOL) als eine der leistungsstärksten Kryptowährungen im Markt. Nach Jahresbeginn konnte der Coin zeitweise mit den Zugewinnen von Bitcoin mithalten und erreichte in der Spitze Kurse, die an frühere Hype-Zeiten erinnerten. Mittlerweile hat sich das Bild jedoch klar gewandelt: Allein in der vergangenen Woche wurde ein Kursrückgang von mehr als 11 Prozent verzeichnet. Damit zählt Solana aktuell zu den schwächeren Large-Cap-Coins im Kryptobereich.
Der Blick auf längere Zeiträume fällt ebenfalls ernüchternd aus. Auf Monatssicht steht kaum noch ein nennenswertes Plus zu Buche. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Coin sogar fast 50 Prozent seines Werts verloren. Besonders auffällig fällt der Kursverlust im Vergleich zum Jahresanfang 2025 ins Gewicht, als Solana im Rahmen eines temporären Momentum-Schubs durch den $TRUMP-Meme-Coin deutlich über die 250-Dollar-Marke hinaus kletterte. Von diesen Höchstständen ist der aktuelle Kurs mittlerweile weit entfernt.
Auch aus charttechnischer Sicht ergeben sich zunehmend Risiken. Mit dem Rücksetzer in den letzten Handelstagen hat Solana mehrere technisch relevante Unterstützungen unterschritten. Vor allem der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA50), der zuletzt wieder überschritten wurde, wurde erneut deutlich nach unten durchbrochen. Damit ergibt sich ein charttechnisches Gesamtbild, das eher auf Vorsicht als auf kurzfristige Erholung schließen lässt.
Insbesondere die Kurszone zwischen 115 und 120 US-Dollar rückt nun in den Vordergrund. Dieser Bereich galt in der Vergangenheit als Einstiegspunkt für Käufer. Sollte er bei einem weiteren Rückgang nicht halten, rückt die nächste psychologisch wie technisch bedeutsame Unterstützung bei rund 100 US-Dollar in den Fokus. Auch wenn diese Marke derzeit noch nicht akut gefährdet scheint, könnte eine Fortsetzung der allgemeinen Marktschwäche den Abwärtsdruck weiter verschärfen.
Institutionelle Zuflüsse bieten stabilisierende Impulse
Trotz der angespannten Situation auf der kurzfristigen Zeitebene gibt es Entwicklungen, die aus Sicht langfristiger Marktbeobachter stabilisierend wirken könnten. Ein zentrales Element hierbei sind die weiterhin anhaltenden Mittelzuflüsse in Solana-ETFs. Seit der Genehmigung entsprechender Spot-Produkte fließt regelmäßig Kapital über institutionelle Finanzprodukte in das Solana-Ökosystem. Woche für Woche werden hierbei Millionenbeträge investiert.
Diese ETF-Zuflüsse spiegeln sich zwar nicht unmittelbar in der Kursentwicklung wider, tragen jedoch zur Veränderung der Angebotsstruktur bei. Ein nennenswerter Teil der Token wird mittelfristig gebunden, wodurch die Marktliquidität sinkt. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil institutioneller Investoren im Solana-Ökosystem, was in Zeiten stärkerer Markterholung zu einem beschleunigten Kursanstieg führen könnte.
Im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum bleibt Solana zudem weiterhin signifikant niedriger bewertet, was die Sensitivität gegenüber zusätzlichen Kapitalzuflüssen erhöht. Ein erneutes Erstarken von Bitcoin – beispielsweise in Richtung der runden 100.000-Dollar-Marke – könnte die Dynamik bei Solana entsprechend verstärken.
Gleichzeitig bleiben jedoch die externen Unsicherheiten ein dominanter Faktor. Die geopolitischen Spannungen und die makroökonomischen Rahmenbedingungen sorgen weiterhin für hohe Volatilität am Markt. Eine nachhaltige Erholung dürfte deshalb vorerst nicht ohne fundamentalen Impuls auskommen. Kurzfristig ist eher mit schwankenden Kursverläufen zu rechnen als mit einer klaren Richtung.
Zuletzt aktualisiert am 23. Januar 2026




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