
Bitcoin wird aktuell wieder um die Marke von 70.000 US-Dollar gehandelt und notiert damit immer noch deutlich unter dem Rekordhoch aus dem Herbst 2025. Gegenüber dem Allzeithoch von rund 126.080 US-Dollar liegt der Kurs zuletzt um rund 44 Prozent zurück. Nach der kräftigen Korrektur in den vergangenen Monaten hat sich damit vorerst eine Seitwärtsrange etabliert.
Für einen dynamischen Ausbruch nach oben fehlt bislang der nötige Schub. Zwar konnten die US-Spot-Bitcoin-ETFs im März wieder Kapital anziehen, doch im Treasury-Segment hat sich das Bild spürbar verändert. Die einst breitere Unternehmensnachfrage ist deutlich schmaler geworden. Immer stärker hängt die Entwicklung des Bitcoin-Treasury-Marktes inzwischen an einem einzigen Namen: Strategy. Das beeinflusst natürlich auch die Bitcoin Prognose.
CryptoQuant zeigt: Strategy dominiert den Treasury-Markt fast im Alleingang
Die aktuelle Analyse von CryptoQuant zeichnet ein bemerkenswert klares Bild. Demnach wurde die Nachfrage im Bitcoin-Treasury-Segment in den vergangenen 30 Tagen praktisch vollständig von Strategy getragen. CryptoQuant verweist darauf, dass Strategy in diesem Zeitraum rund 45.000 BTC gekauft hat, während alle übrigen Treasury-Unternehmen zusammen nur auf etwa 1.000 BTC kamen. Das entspräche einem Rückgang von rund 99 Prozent gegenüber früheren Spitzenwerten.
Bitcoin treasury demand is now entirely driven by Strategy.
45K BTC bought in 30 days vs ~1K from others (−99%), with participation collapsing.
With ~76% of holdings, the industry is highly concentrated; there is no broad corporate demand right now. pic.twitter.com/KdAigUFt12
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) March 25, 2026
Gleichzeitig ist laut CryptoQuant auch die Marktbreite eingebrochen: Die Zahl der aktiven Kaufereignisse anderer Unternehmen fiel von 54 in der Hochphase auf nur noch 13. Aus Sicht der Analysten bedeutet das, dass außerhalb von Strategy derzeit weder Kapitalbreite noch ein wirklich tragfähiger institutioneller Nachfragesog vorhanden ist. Der Markt wirkt also nicht breit abgestützt, sondern hochgradig konzentriert.
Auch der Blick auf die aktuellen Treasury-Daten zeigt, wie massiv diese Dominanz inzwischen geworden ist. Bei BitcoinTreasuries werden für Strategy 762.099 BTC ausgewiesen. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand MARA Holdings mit 53.822 BTC, Twenty One Capital mit 43.514 BTC, Metaplanet mit 35.102 BTC und die Bitcoin Standard Treasury Company mit 30.021 BTC. Addiert man allein diese ersten fünf Unternehmen, kommen sie auf 924.558 BTC. Davon entfallen rund 82 Prozent auf Strategy. Selbst bezogen auf alle dort erfassten Public Companies mit zusammen 1.175.802 BTC hält Strategy noch rund 64,8 Prozent des Gesamtbestands.

Das unterstreicht, wie stark sich das Gewicht verschoben hat: Während andere Unternehmen zwar weiter präsent sind, spielt Strategy in einer völlig anderen Liga. Die Nummer zwei hält nicht einmal ein Vierzehntel des Strategy-Bestands. Genau deshalb ist die Entwicklung des Treasury-Markts 2026 eng mit den Entscheidungen dieses einen Unternehmens verknüpft.
Neue Käufe und frisches Kapital: Warum 2026 weiter vieles an Strategy hängt
Dass Strategy diese Schlüsselrolle nicht nur historisch innehat, sondern auch aktuell aktiv untermauert, zeigte das Unternehmen erst in dieser Woche erneut. Am 23. März meldete Strategy den Zukauf von weiteren 1.031 BTC für rund 76,6 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 74.326 US-Dollar je Bitcoin.
Damit stieg der Gesamtbestand auf 762.099 BTC. Die gesamten Anschaffungskosten bezifferte das Unternehmen auf rund 57,69 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.694 US-Dollar pro Bitcoin entspricht. Auffällig ist dabei auch das Timing, immer wieder Bitcoin zu kaufen.
Strategy has acquired 1,031 BTC for ~$76.6 million at ~$74,326 per bitcoin. As of 3/22/2026, we hodl 762,099 $BTC acquired for ~$57.69 billion at ~$75,694 per bitcoin. $MSTR $STRChttps://t.co/goog7l1eaV
— Strategy (@Strategy) March 23, 2026
Obwohl Bitcoin zuletzt deutlich unter dem Allzeithoch notiert und der Markt unsicher bleibt, setzt Strategy die Akkumulation konsequent fort. Das Unternehmen sendet damit erneut das Signal, dass Kursschwäche für die Treasury-Strategie nicht als Warnung, sondern als Kaufgelegenheit interpretiert wird.
Noch wichtiger für den weiteren Jahresverlauf ist allerdings die neue Finanzierungsstruktur. Ebenfalls am 23. März gab Strategy bekannt, ein neues ATM-Programm für bis zu 21 Milliarden US-Dollar in MSTR-Stammaktien sowie ein weiteres ATM-Programm über bis zu 21 Milliarden US-Dollar in STRC-Vorzugsaktien aufzulegen.
Strategy announces new $21 Billion $STRC ATM Program and new $21 Billion $MSTR ATM Program.https://t.co/l1kyJTFtze
— Strategy (@Strategy) March 23, 2026
Das gibt Strategy maximale Flexibilität: Das Management kann je nach Marktumfeld, Handelsvolumen und Preisniveau neues Kapital aufnehmen und dieses unter anderem für weitere Bitcoin-Käufe einsetzen. Im 8-K-Filing wird zudem deutlich, dass Strategy parallel zusätzliche Verkaufsagenten eingebunden hat und die autorisierte Zahl der STRC-Aktien massiv erhöht wurde. Praktisch schafft sich das Unternehmen damit eine sehr große, laufend nutzbare Finanzierungsbasis.
Genau darin liegt der springende Punkt für Bitcoin 2026: Wenn breite Unternehmensnachfrage fehlt, kann Strategy über seine Kapitalmarktmaschine dennoch weiter als dominanter Käufer auftreten. Der Treasury-Markt ist damit nicht tot, aber er ist so konzentriert wie lange nicht.
Zuletzt aktualisiert am 26. März 2026




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