Der bekannte Chartanalyst Peter Brandt sorgt mit einer neuen Einschätzung zum Bitcoin-Kurs für Aufmerksamkeit. In einer aktuellen Bitcoin Prognose beschreibt er den jüngsten Rückgang nicht als panikartige Abverkaufswelle von Privatanlegern, sondern als gezielte, strategische Verkaufsphase größerer Marktteilnehmer. Ein Detail ist dabei besonders brisant: Brandt nennt erstmals ein konkretes Abwärts-Preisziel – und dieses liegt deutlich unter den aktuellen Kursen.
Warnsignale verdichten sich: Warum der Abwärtsdruck zunimmt
Aus technischer Sicht verweist Brandt auf eine Serie von mittlerweile acht Tagen mit fallenden Hochs und fallenden Tiefs. Ein solches Muster gilt in der klassischen Chartanalyse als klares kurzfristig bärisches Signal. Entscheidend ist für ihn jedoch weniger die reine Abwärtsbewegung, sondern deren Struktur. Die Kursentwicklung wirke kontrolliert, beinahe „methodisch“, was eher für sogenanntes Campaign Selling spreche – also für koordiniertes Verkaufen größerer Akteure – und nicht für hektische Liquidationen im Retail-Bereich.
Im von Brandt veröffentlichten Chart lassen sich mehrere gescheiterte Erholungsversuche erkennen, die jeweils unter wichtigen gleitenden Durchschnitten endeten. Besonders die fallenden Moving Averages fungieren derzeit als dynamischer Widerstand. Jeder Anstieg wird relativ früh wieder abverkauft, was den Abwärtsdruck weiter verstärkt. Genau dieses Verhalten habe er in seiner jahrzehntelangen Karriere an den Märkten „hunderte Male“ beobachtet, wie er selbst schreibt.
Hey crypto followers $BTC
The nature of the decline in Bitcoin (now 8 days of lower lows and highs) has all the finger prints of campaign selling, not retail liquidation
Seen this before hundreds of times over the decades
Never know when of course this pattern ends
Note to trolls… pic.twitter.com/THGJpez35F— Peter Brandt (@PeterLBrandt) February 5, 2026
Brisant ist vor allem das von Brandt eingezeichnete erste Kursziel auf der Unterseite. Dieses liegt im Bereich von rund 63.800 US-Dollar. Dabei betont er ausdrücklich, dass es sich nicht um eine feste Prognose, sondern um ein mögliches technisches Ziel handelt – abgeleitet aus vorherigen Unterstützungszonen und der Höhe der jüngsten Konsolidierungsformation. Dennoch: Ein Rückgang in diesen Bereich würde einen spürbaren Abschlag bedeuten und dürfte die Marktstimmung weiter eintrüben.
Wie tief kann der Bitcoin-Kurs also tatsächlich gehen? Aus charttechnischer Sicht wäre das genannte Niveau zunächst ein logischer Test. Dort verläuft eine frühere Unterstützungszone, die nun als potenzieller Auffangbereich dienen könnte. Sollte auch dieser Bereich nachhaltig unterschritten werden, wären aus rein technischer Perspektive weitere Abgaben denkbar. Gleichzeitig gilt: Brandt weist selbst darauf hin, dass niemand exakt vorhersagen könne, wann oder wo dieses Muster endet
Kursziel bei 63.800 US-Dollar: Wie realistisch ist ein tieferer Rücksetzer?
Für Anleger bedeutet das vor allem eines: erhöhte Vorsicht. In Phasen von Campaign Selling kann der Bitcoin Kurs länger fallen, als viele Marktteilnehmer erwarten. Schnelle Gegenbewegungen sind zwar möglich, bleiben aber anfällig, solange die Struktur aus tieferen Hochs intakt ist. Langfristig orientierte Investoren könnten solche Rücksetzer zwar als Chance betrachten, kurzfristig dominieren jedoch klar die Risiken.
Unterm Strich liefert Brandts Analyse keine Panikmache, sondern eine nüchterne Einordnung der aktuellen Markttechnik. Das erste Abwärts-Preisziel ist benannt, der Trend kurzfristig abwärtsgerichtet – und die entscheidende Frage bleibt offen: Finden die Bullen rechtzeitig Halt, oder steht Bitcoin vor einer tieferen Korrektur, als viele derzeit erwarten?
Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026




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