Der Kryptomarkt präsentiert sich aktuell von seiner schwachen Seite. Bitcoin ist in der vergangenen Woche erneut zweistellig gefallen und notiert zeitweise auf den tiefsten Niveaus seit 2024, rund 40 Prozent unter dem bisherigen Allzeithoch. Noch härter trifft es viele Altcoins, die teils mehr als 20 Prozent an Wert verlieren und damit die Risikoaversion der Anleger widerspiegeln.
In genau solchen Marktphasen rückt ein Faktor besonders in den Fokus: relative Stärke. Denn während breite Teile des Marktes unter Druck stehen, gibt es einzelne Projekte, die sich deutlich besser behaupten. Oftmals gelingt diesen auch eine Outperformace, wenn Stärke in den Markt zurückkommt.
Ein Blick auf die Performance der vergangenen Woche zeigt, dass insbesondere Hyperliquid und Stable hier herausstechen und gegen den Trend Stärke demonstrieren. Denn HYPE & STABLE sind die besten Top 100 Coins der vergangenen sieben Tage:
Hyperliquid (HYPE)
Hyperliquid zählt aktuell zu den stärksten Performern im gesamten Kryptomarkt und ist in den vergangenen sieben Tagen der zweitbeste Coin. Besonders auffällig ist die kurzfristige Dynamik. Allein in den letzten sieben Tagen legte HYPE um rund 42 Prozent zu, während der Gesamtmarkt weiter schwach tendiert und viele Assets unter Druck stehen. Diese relative Stärke spiegelt sich auch in der Bewertung wider. Hyperliquid ist inzwischen auf Marktrang 12 vorgerückt, nur noch knapp hinter den Top 10 und kommt auf eine Marktkapitalisierung von fast 10 Milliarden US-Dollar.
Auf Monatssicht steht immerhin ein Plus von rund 30 Prozent zu Buche. Trotz der starken Entwicklung liegt das Allzeithoch, das im September 2025 erreicht wurde, noch rund 50 Prozent entfernt. Allerdings ist dies auch ein Abstand, der weiteres Aufholpotenzial signalisiert.

Das aktuelle Momentum zeigt sich auch durch die stark steigende Aktivität auf der eigenen Plattform. Seit der vergangenen Woche haben die sogenannten HIP-3-Märkte neue Allzeithochs erreicht: Das Open Interest kletterte erstmals auf über 1 Milliarde US-Dollar, während das 24-Stunden-Handelsvolumen mit rund 4,8 Milliarden US-Dollar ebenfalls einen Rekord markierte. Diese Zahlen deuten auf stark wachsendes Trader-Interesse und zunehmende Liquidität hin. Mehr offene Positionen und hohes Volumen erhöhen die Attraktivität der Plattform, verstärken Netzwerkeffekte und wirken sich direkt positiv auf die Nachfrage nach dem HYPE-Token aus.
Since last week, HIP-3 markets reached new all-time highs of $1B in open interest and $4.8B in 24-hour volume. https://t.co/SdOcpcgDO2
— Hyperliquid (@HyperliquidX) February 2, 2026
Hyperliquid treibt derweil die technologische Weiterentwicklung seiner Plattform mit hoher Geschwindigkeit voran, was das aktuelle Momentum zusätzlich untermauert. Mit HIP-4 plant Hyperliquid die Einführung sogenannter „Outcomes“ auf HyperCore. Dabei handelt es sich um vollständig besicherte Kontrakte, die innerhalb eines klar definierten Wertebereichs abrechnen.
HyperCore will support outcome trading (HIP-4). Outcomes are fully collateralized contracts that settle within a fixed range. They are a general-purpose primitive that are useful for applications such as prediction markets and bounded options-like instruments. There has been…
— Hyperliquid (@HyperliquidX) February 2, 2026
Im Gegensatz zu klassischen Derivaten kommen Outcomes ohne Hebel und ohne Liquidationen aus und ermöglichen damit eine neue, risikoärmere Form des Handels. Diese Struktur eignet sich besonders für Prognosemärkte oder optionsähnliche Instrumente mit begrenztem Risiko. Gleichzeitig erhöhen Outcomes die Ausdrucksstärke von HyperCore, da sie sich mit bestehenden Bausteinen wie Portfolio Margin oder der HyperEVM kombinieren lassen. Aktuell befindet sich das Feature noch im Testnet, perspektivisch sollen objektiv abrechnende, in USDH denominierte Märkte folgen.
Stable (STABLE)
Stable zählt aktuell zu den auffälligsten Gewinnern im schwachen Marktumfeld und ist derzeit der stärkste Coin innerhalb der Top 100. Nach einem Kursanstieg von rund 45 Prozent in einer Woche gibt es allein in den vergangenen 24 Stunden über 30 Prozent Kursplus. Begleitet wird diese Bewegung von einem deutlichen Anstieg der Handelsaktivität: Das Volumen sprang laut CoinMarketCap innerhalb eines Tages um rund 115 Prozent nach oben und hat sich damit mehr als verdoppelt. Auf Monatssicht steht Stable inzwischen rund 82 Prozent im Plus und notiert nur noch etwa 30 Prozent unter dem Allzeithoch, das kurz nach dem TGE vor zwei Monaten erreicht wurde. Die vorherige Konsolidierungsphase scheint damit abgeschlossen, während sich neues Momentum aufbaut und ein erneuter Angriff auf das Rekordhoch zunehmend realistischer wirkt.

Stable liefert mit dem anstehenden Mainnet-Upgrade in dieser Woche einen potenziell wichtigen Kurstreiber. Im Zentrum steht die Entscheidung, auf der StableChain künftig USDT0 als nativen Gas-Token zu verwenden. Damit werden Transaktionsgebühren nicht mehr in einem volatilen Netzwerktoken bezahlt, sondern direkt in einer dollar-gekoppelten Einheit. Für nutzer- und zahlungsorientierte Anwendungen ist das ein klarer Paradigmenwechsel. Kosten werden planbar, kalkulierbar und lassen sich direkt mit realen Zahlungsströmen verrechnen. Dies ist nach dem Team ein entscheidender Faktor für Settlement-Anwendungen, Remittances oder automatisierte Auszahlungen.
In our upcoming Stable Mainnet upgrade, StableChain will adopt USDT0 as the native gas token, enhancing the reliability of real-world settlement flows.
In Stable Stack Part 3, we break down how this strategic shift removes the unpredictability of transaction costs. pic.twitter.com/rZqwzwzRN1
— Stable (@stable) January 30, 2026
Durch die Doppelfunktion von USDT0 als Gebühren- und Settlement-Asset entfällt zudem die Notwendigkeit von Token-Swaps oder separaten Gas-Reserven. Nutzer benötigen nur noch einen einzigen Vermögenswert, was die Bedienung deutlich vereinfacht und die Eintrittsbarrieren senkt. Gleichzeitig setzt StableChain auf ein EIP-1559-ähnliches Gebührenmodell. Diese erstattet nicht verbrauchte Gebühren automatisch zurück.
Insgesamt positioniert sich Stable damit klar als Infrastruktur für reale Zahlungsflüsse. In einem Marktumfeld, das verstärkt auf Utility und Nachhaltigkeit achtet, könnte dieses Upgrade spannend sein.
Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2026




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