Binance entschuldigt sich für den Oktober-Crash, hinterlegt 1 Milliarde US-Dollar in den SAFU-Fonds

Binance Kryptobörsen

Am 10. Oktober 2025 ereignete sich eine der schwersten Liquidationswellen in der Kryptogeschichte. Innerhalb weniger Stunden wurden marktweit etwa 19 Milliarden US-Dollar an leveraged Positionen zwangsliquidiert, wobei Long-Positionen den Großteil ausmachten. Bitcoin und andere Kryptowährungen erlitten starke Preisrückgänge, ausgelöst durch makroökonomische Faktoren wie Handelskriegsnachrichten, steigende Anleiherenditen und Schwäche an den Aktienmärkten.

Binance erklärt den Oktober-Crash

Binance veröffentlichte im Januar 2026 ein ausführliches Post-Mortem und wies Vorwürfe zurück, wonach technisches Versagen der Plattform den Crash verursacht habe. Stattdessen wurde der Vorfall als makrogetriebener Deleveraging-Prozess beschrieben.

Dieser Prozess wurde durch hohe Leverage, schwindende Liquidität und Netzwerküberlastungen – etwa bei Ethereum-Gasgebühren – noch verstärkt. Etwa 75 % der Liquidationen ereigneten sich vor plattformspezifischen Störungen.

Zwei begrenzte Vorfälle auf Binance wurden eingeräumt: Eine temporäre Beeinträchtigung des Asset-Transfer-Systems zwischen Spot-, Earn- und Futures-Konten führte zu falsch angezeigten Nullsalden, ohne dass Gelder verloren gingen.

Zudem traten Indexpreisabweichungen bei bestimmten Assets auf, was in dünner Liquidität zu zusätzlichen Margin Calls beitrug. Betroffene Nutzer erhielten Kompensationen in Höhe von über 328 Millionen US-Dollar.

Trotz der Betonung externer Ursachen löste der Vorfall Kritik aus, unter anderem von Branchenvertretern anderer Kryptobörsen. Der OKX-CEO etwa schob Binance eine Mitverantwortung durch Produkte und Marketing zu. Weitere Stimmen, darunter Cathie Wood, verwiesen auf deleveraging-Effekte durch Binance-Systeme.

11.900 BTC für den SAFU-Fonds

Als Reaktion kündigte Binance am 30. Januar 2026 in einem offenen Brief an die Community an, den SAFU-Fonds (Secure Asset Fund for Users) umzustrukturieren. Der Fonds, der seit 2018 Nutzer in Extremfällen schützt und bisher hauptsächlich aus Stablecoins bestand, wird innerhalb von 30 Tagen vollständig in Bitcoin umgewandelt.

Der Wert betrug etwa eine Milliarde US-Dollar (hauptsächlich in USDC), was rund 11.900 BTC bei damaligen Kursen entsprach. Täglich sollen etwa 33 Millionen US-Dollar investiert werden.

Binance verpflichtete sich zu regelmäßigem Rebalancing, um den Marktwert über einer Untergrenze von 800 Millionen US-Dollar zu halten. Fällt der Wert durch Bitcoin-Kursrückgänge darunter, erfolgt eine Auffüllung zurück auf eine Milliarde US-Dollar.

Die Maßnahme wurde als Schritt zur Stärkung der Branchenresilienz und des Vertrauens präsentiert, ohne explizite Entschuldigung. Formulierungen wie „elevated standards“, „continual improvement based on feedback“ und „step forward“ deuten jedoch auf eine implizite Anerkennung von Verantwortung hin.

Die Umwandlung in Bitcoin birgt höhere Volatilität für den Fonds, wird aber als Signal der langfristigen Ausrichtung auf Krypto-Wachstum interpretiert. Langfristig könnten auch Altcoins wie Ethereum, Ripple oder Bitcoin Hyper davon profitieren.

Der Schritt erfolgte vor dem Hintergrund anhaltender Marktschwäche seit Oktober und dient der Wiederherstellung von Vertrauen nach dem als „schlimmsten Liquidationstag“ bezeichneten Ereignis.

Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2026

Bitcoin Hyper: Innovative Layer-2-Lösung für Bitcoin

  • Extrem niedrige Gebühren – ideal für Mikrozahlungen
  • Blitzschnelle Bitcoin-Transaktionen dank Layer-2-Technologie
  • Bitcoin meets DeFi: Staking, DEX, Smart Contracts
9.7/10
Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

Weiter Lesen

Bitcoins verlassen Binance: Was steckt dahinter?
Martin Schwarz
vor 11 Stunden

Bitcoin zeigt sich am Mittwoch deutlich fester und steigt innerhalb von 24 Stunden um...

Lesen Sie Weiter
203 Mio. Dollar in 6 Tagen: Institutione...
ETH klettert auf 7-Wochen-Hoch: Reicht d...
Clarity Act beflügelt XRP: Kurs bricht ...

Fragen und Antworten

Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.

Meine Frage posten

Ihre Frage war nicht dabei?

Fragen Sie uns jetzt!

Name*

Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Ihre Frage*

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein