Der Markt für Bitcoin zeigt Anzeichen einer signifikanten Verschiebung. Ein aktueller Bericht von CryptoQuant hebt hervor, dass die Gewinnspanne der Bitcoin-Halter erstmals seit Oktober 2023 negativ geworden ist. Dies markiert den Beginn eines Bärenmarkts, da Halter nun netto Verluste realisieren. Die Dynamik der realisierten Gewinne hat sich seit März 2024 kontinuierlich verschlechtert, mit abnehmenden Peaks in den folgenden Monaten. Diese Entwicklung spiegelt vergangene Zyklen wider und deutet auf anhaltenden Druck hin.
Analyse des CryptoQuant-Berichts
Der Bericht vom 22. Januar 2026 beschreibt einen Wechsel in den Profitdynamiken von Bitcoin. Seit dem 23. Dezember 2025 haben Halter netto Verluste in Höhe von 69.000 BTC realisiert. Die jährlichen netto realisierten Gewinne sind von 4,4 Millionen BTC im Oktober 2025 auf 2,5 Millionen BTC gesunken
Das entspricht dem Niveau vom März 2022. Damit gleicht diese Kompression den frühen Phasen eines Bärenmarkts, ähnlich dem Übergang von 2021 zu 2022, wo Gewinne nach einem Höchststand abnahmen und in Verluste übergingen.
On-Chain-Metriken unterstreichen diesen Trend. Die Nachfrage hat in den letzten 30 Tagen abgenommen, ohne signifikante Veränderungen in ETF- oder Spot-Indikatoren. Der Übergang von Gewinnnahme zu Verlustrealisierung signalisiert eine Schwächung der Preisdynamik, trotz früherer Höchststände. Historische Vergleiche zeigen, dass solche Muster typischerweise zu längeren Korrekturphasen führen.
Makroökonomische Einflüsse auf den Bärenmarkt
US-Spot-Bitcoin-ETFs haben in der vergangenen Woche netto Abflüsse von 1,33 Milliarden US-Dollar verzeichnet, die schlechteste Woche seit fast einem Jahr. Diese Abflüsse folgten auf Zuflüsse von 1,42 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche und erreichten Höchstwerte von 709 Millionen US-Dollar an einem Tag.
Seit dem Start im Januar 2024 haben diese ETFs kumulativ 56,5 Milliarden US-Dollar an Netto-Zuflüssen angesammelt, mit Gesamtvermögen von etwa 115,9 Milliarden US-Dollar. Dennoch erinnern die jüngsten Abflüsse an die Turbulenzen im Februar 2025, als Preise von über 109.000 auf unter 80.000 US-Dollar fielen.
Makroökonomische Faktoren spielen eine Rolle in der aktuellen Entwicklung. Der japanische Yen hat kürzlich den stärksten eintägigen Anstieg seit August erlebt, mit einem Zuwachs von bis zu 1,6 Prozent auf 155,90 pro US-Dollar.
Spekulationen über Interventionen japanischer Behörden, unterstützt durch Rate-Checks der Federal Reserve Bank of New York, haben dies ausgelöst. Japan intervenierte zuletzt 2024 im Devisenmarkt.
Diese Entwicklungen könnten ebenfalls Bitcoin und den Kryptomarkt beeinflussen. Eine Intervention könnte zu einer Liquiditätsinjektion durch die Fed führen, was einen Bullrun auslösen könnte, da US-Dollar verkauft werden, um Yen zu kaufen.
Allerdings birgt ein schneller Yen-Anstieg Risiken, wie der Stopp der Carry-Trades, was zu Verkaufsdruck auf Risiko-Assets wie Bitcoin führen könnte. Die Fed-Bilanz, insbesondere der Posten für fremdwährungsdenominierte Assets, wird als Indikator beobachtet.
Der Einstieg in negative Profitdynamiken bestätigt den Beginn eines Bärenmarkts für Bitcoin. Historische Muster legen nahe, dass weitere Preiskorrekturen möglich sind, solange die Nachfrage schwach bleibt. Makro-Interventionen könnten jedoch Gegenwinde erzeugen und langfristig bullische Impulse setzen. Der Markt bleibt volatil, mit potenziellen Auswirkungen auf Halter und Investoren.
Zuletzt aktualisiert am 25. Januar 2026




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