Der Kryptomarkt zeigt sich zum Wochenende erneut schwächer. Bitcoin fällt in den letzten 24 Stunden auf rund 66.000 US-Dollar zurück und setzt damit seine jüngste Konsolidierung fort. Besonders zum Ende der Handelswoche kam es zu verstärkten Gewinnmitnahmen.
Hintergrund sind vor allem geopolitische Risiken: Eine Eskalation im Irankrieg wird zunehmend wahrscheinlicher, erste US-Bodentruppen wurden bereits in Richtung Naher Osten verlegt. Berichte über eine mögliche Ausweitung des Konflikts sorgen für Unsicherheit an den globalen Märkten. Risk-on-Assets geraten unter Druck, auch Bitcoin bleibt davon nicht verschont und notiert auf Wochensicht rund 4 % im Minus.
Bitcoin im Iran Krieg: Diese Strategie hätte funktioniert
Der bekannte Bitcoin-Analyst James Van Straten beschreibt ein auffälliges, sich wiederholendes Muster seit Beginn des Irankriegs. Laut seiner Analyse reagieren die Märkte zunehmend nach einem klaren Rhythmus, der sich Woche für Woche zu bestätigen scheint. Ausgangspunkt ist dabei die Unsicherheit am Wochenende.
Viele Marktteilnehmer erwarten negative Entwicklungen – Stichwort „Black Monday“. Diese Befürchtungen materialisieren sich jedoch bislang nicht. Stattdessen folgt häufig eine Gegenbewegung zum Wochenstart, bei der Bitcoin am Montag zulegen kann.
Bitcoin has followed the same pattern since the conflict began.
“Black Monday” fears never play out, from the previous weekend, leading to a Monday bounce.
Then profit taking throughout the week as Strait of Hormuz doesn't open, then de-risking going into the weekend.… pic.twitter.com/nGo1lHxrNH
— James Van Straten (@btcjvs) March 29, 2026
Im weiteren Wochenverlauf kippt die Stimmung dann wieder. Anleger beginnen, Gewinne mitzunehmen, während gleichzeitig Unsicherheit über die geopolitische Lage bestehen bleibt. Besonders relevant ist hierbei die Straße von Hormus, ein zentraler Knotenpunkt für den globalen Ölhandel. Solange es dort nicht zu einer Eskalation kommt, bleibt die Panik begrenzt – dennoch reicht die Unsicherheit aus, um Verkaufsdruck auszulösen. Dieses Verhalten zieht sich typischerweise bis zum Wochenende durch.
Vor dem Wochenende selbst ist dann ein klarer Trend zur Risikoreduzierung zu beobachten. Marktteilnehmer schließen Positionen oder sichern sich ab, um nicht von möglichen negativen Schlagzeilen überrascht zu werden. Das Resultat: erneuter Druck auf den Bitcoin-Kurs. Insgesamt ergibt sich daraus eine Art „Wochenzyklus“ – Montag Stärke, Mitte der Woche Schwäche, Wochenende De-Risking. Laut Van Straten hätte eine einfache Strategie, die genau diesen Zyklus handelt, in den vergangenen Wochen überraschend gut funktioniert. So fällt die Bitcoin Prognose kurzfristig bullisch aus.
Krypto Prognose bis 2030 – alles Wissenswerte
Bitcoin zeigt Stärke als geopolitischer Hedge
Trotz der kurzfristigen Schwäche offenbart sich ein anderes, deutlich bullischeres Bild auf mittlere Sicht. Mehrere aktuelle Analysen zeigen, dass Bitcoin seit Beginn des Irankriegs bemerkenswerte relative Stärke beweist. Während klassische sichere Häfen wie Gold zuletzt unter Druck geraten sind, stabilisiert sich Bitcoin vergleichsweise gut. Besonders auffällig: Die Liquidität im Bitcoin-Markt scheint laut aktuellen Einschätzungen inzwischen sogar höher zu sein als im Goldmarkt.
Daten zeigen, dass Gold in den vergangenen Wochen deutlich korrigierte – rund 15 % Rückgang nach vorherigen Allzeithochs. Auch Silber entwickelte sich schwach. Gleichzeitig konnte sich Bitcoin nach einem kurzen Abverkauf stabilisieren und bewegt sich aktuell in einer Range zwischen etwa 68.000 und 72.000 US-Dollar. Diese Stabilität wird unter anderem durch anhaltende Kapitalzuflüsse in Bitcoin-ETFs unterstützt, während Gold-ETFs zuletzt Abflüsse verzeichneten.
🚨 BITCOIN: BITCOIN OUTLASTS GOLD AS SAFE-HAVEN LIQUIDITY FLIPS, JPMORGAN SAYS@jpmorgan reports that gold's market liquidity has deteriorated below Bitcoin's for the first time, as ETF outflows and aggressive position unwinding accelerate across precious metals during the Iran… pic.twitter.com/jcpyrL2oLM
— BSCN (@BSCNews) March 26, 2026
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Positionierung institutioneller Investoren. Während Trendfolger ihre Engagements in Edelmetallen reduziert haben, bleibt das Interesse an Bitcoin-Futures vergleichsweise stabil. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin zunehmend als alternatives Absicherungsinstrument wahrgenommen wird.
Auch aus makroökonomischer Perspektive gewinnt dieses Narrativ an Bedeutung. Themen wie geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise, Unsicherheit im Kreditmarkt und strukturelle Veränderungen durch Künstliche Intelligenz sorgen für ein komplexes Umfeld. In genau solchen Phasen könnte Bitcoin langfristig als unabhängiger Wertspeicher profitieren. Die aktuellen Entwicklungen liefern erste Hinweise darauf, dass sich diese Wahrnehmung bereits im Markt etabliert.
CNBC Host: "We've got a war in Iran, we've got a spike in energy prices, we've got A.I. disruptions concerns, we've got cracks in private credit, and we have a weaker jobs report. How do you invest right now?"
Pompliano: "Buy #bitcoin." pic.twitter.com/9RUXXpPK61
— Trending Bitcoin (@TrendingBitcoin) March 26, 2026
Der bekannte Finanz-Analyst Anthony Pompliano hat dazu eine klare Meinung: „Bitcoin kaufen.“
Zuletzt aktualisiert am 29. März 2026




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