Ethereum und Bitcoin bleiben die beiden wichtigsten Kryptowährungen der Welt. Während Bitcoin zuletzt wieder etwas Stabilität zeigte und auf Wochensicht rund 6 Prozent zulegen konnte, entwickelte sich Ethereum mit etwa 10 Prozent Plus noch stärker. Damit zeigt sich zumindest kurzfristig eine relative Stärke von ETH gegenüber BTC. Genau diese Entwicklung rückt nun in den Fokus vieler Anleger.
Denn wenn Ethereum nicht nur gegen den US-Dollar steigt, sondern auch gegen Bitcoin Boden gutmacht, könnte dies auf eine veränderte Marktstruktur hindeuten. Ein Analyst sieht deshalb nun bessere Chancen bei Ethereum als bei Bitcoin – zumindest für die kommende Marktphase.
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Ethereum gegen Bitcoin: Analyst sieht möglichen Trendwechsel
Der Analyst Michaël van de Poppe bewertet Ethereum aktuell deutlich konstruktiver als Bitcoin. Seine zentrale These: ETH sei derzeit der bessere Ort, um Kapital zu parken, da Ethereum erstmals seit über einem Jahr wieder einen echten Aufwärtstrend zeige. Entscheidend ist dabei nicht nur die Entwicklung von ETH/USD, sondern vor allem das Verhältnis ETH/BTC. Denn dieses zeigt, ob Ethereum gegenüber Bitcoin relative Stärke aufbaut – oder weiterhin Kapital an den Marktführer verliert.
Im Chart ist zu erkennen, dass ETH/BTC über Monate in einem klaren Abwärtstrend lag. Seit dem Hoch im vergangenen Jahr verlor Ethereum gegenüber Bitcoin massiv an Wert. Besonders im Frühjahr setzte sich die Schwäche noch einmal fort, ehe sich im Juni eine größere Unterstützungszone ausbildete. Genau dort kam nun Kaufinteresse in den Markt. Ethereum konnte sich aus dieser Zone lösen, die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte zurückerobern und eine erste dynamische Erholung starten.
$ETH is a better place to park your money rather than $BTC going forward.
It's resilient, and it's in an uptrend for the first time in over a year.
The recent correction in $BTC hasn't brought $ETH down much.
I'm only expecting to see a correction on Ethereum take place when… pic.twitter.com/VamFfcXQ6A
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) July 8, 2026
Für van de Poppe ist besonders wichtig, dass die jüngste Bitcoin-Korrektur Ethereum nicht mehr stark nach unten gezogen hat. In früheren Phasen war ETH häufig überproportional schwach, sobald BTC unter Druck geriet. Nun zeigt sich ein anderes Verhalten: Bitcoin korrigiert, Ethereum hält sich stabiler. Das spricht für relative Stärke und möglicherweise für eine Rotation innerhalb des Kryptomarkts.
Allerdings ist der Trendwechsel noch nicht vollständig bestätigt. Im Chart wartet weiter oben eine wichtige Widerstandszone im Bereich von rund 0,032 bis 0,033 BTC. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Bild deutlich aufhellen. Kurzfristig könnte Ethereum nach dem schnellen Anstieg auch konsolidieren. Der Analyst erwartet eine stärkere ETH-Korrektur jedoch eher dann, wenn Bitcoin zuvor einen volatilen Aufwärtsmove zeigt. Bis dahin bleibt seine Botschaft klar: Der Trend hat sich zugunsten von Ethereum verschoben.
Niedrige Exchange-Bestände: Warum das für Bitcoin und Ethereum konstruktiv ist
Für Bitcoin und Ethereum sieht die aktuelle On-Chain-Lage konstruktiv aus, weil immer weniger Coins direkt auf Börsen liegen. Die Metrik „Supply on Exchanges“ zeigt, welcher Anteil des jeweiligen Angebots auf Handelsplattformen verfügbar ist. Sinkt dieser Wert, bedeutet das grundsätzlich: Weniger BTC und ETH sind kurzfristig bereit, verkauft zu werden. Genau das ist bei beiden größten Kryptowährungen der Fall. Laut Santiment liegt die Bitcoin-Börsenreserve nahe dem niedrigsten Stand seit 2017, während Ethereum sogar nahe dem niedrigsten Niveau seit 2015 notiert.
✍️ TL;DR: Bitcoin & Ethereum exchange supplies remain near historic lows
📊 Metrics Used: Supply On Exchanges
🔗 Live chart: https://t.co/ZldszwTY0k📉 Bitcoin and Ethereum are showing one of crypto’s most encouraging signals for the long term: coins are staying off exchanges.… pic.twitter.com/AJqscvsyVp
— Santiment Intelligence (@SantimentData) July 7, 2026
Das ist vor allem deshalb spannend, weil der Markt in den vergangenen Monaten stark volatil war. Trotz Kursrückgängen und Unsicherheit haben viele Anleger ihre Coins offenbar nicht auf Börsen transferiert, sondern in Self-Custody gehalten. Dies kann auf eine höhere Überzeugung langfristiger Investoren hindeuten. Wer verkaufen möchte, sendet Coins häufig zuerst an eine Börse. Bleiben diese Transfers aus, reduziert sich das Risiko eines abrupten, börsengetriebenen Abverkaufs.
Natürlich garantiert eine niedrige Exchange Supply keine steigenden Kurse. Makro-Druck, schwache Liquidität oder negative Nachrichten können weiterhin belasten. Dennoch entsteht ein gesünderes Setup: Wenn die Nachfrage wieder anzieht, trifft sie auf ein verknapptes kurzfristiges Angebot. Bei Bitcoin und Ethereum als Marktanker könnte das langfristig ein wichtiger Baustein für die nächste nachhaltige Erholungsphase sein.
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Zuletzt aktualisiert am 8. Juli 2026





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