Bonk gehört trotz der aktuellen Schwäche weiterhin zu den bekanntesten Memecoins am Markt. Der Solana-basierte Token zählt immer noch zur erweiterten Spitze des Kryptomarkts und wird aktuell mit rund 370 Millionen US-Dollar bewertet.
Doch ausgerechnet bei einem der sichtbarsten Meme-Projekte zeigt sich nun, wie verwundbar Krypto-Governance sein kann. Denn ein BONK-Halter soll mit einem vergleichsweise simplen Manöver rund 20 Millionen US-Dollar aus der BonkDAO-Treasury erhalten haben. Wichtig: Nach aktuellen Angaben handelte es sich nicht um einen klassischen Hack eines Smart Contracts, sondern um eine manipulativ genutzte Governance-Abstimmung.
Eine DAO ist eine dezentrale autonome Organisation, bei der Tokenhalter über Vorschläge abstimmen können. Wer viele Governance-Token hält, besitzt oft auch mehr Stimmgewicht. Genau diese Struktur wurde bei BonkDAO offenbar zum Problem: Ein Akteur kaufte BONK, brachte einen Vorschlag ein, wartete ab – und ließ die Community letztlich selbst über den Abfluss entscheiden.
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So funktionierte der 20-Millionen-Dollar-Trick bei BonkDAO
Der Ablauf wirkt fast absurd: Ein Angreifer soll zunächst BONK im Wert von rund 4 Millionen US-Dollar gekauft haben, um ausreichend Stimmgewicht in der DAO aufzubauen. Danach wurde über die Governance-Plattform ein Vorschlag eingebracht, der laut Berichten eine Übertragung von rund 4,426 Billionen BONK aus der BonkDAO-Treasury vorsah. Der Gegenwert lag bei etwa 20 Millionen US-Dollar. Der entscheidende Punkt: Der Vorschlag war offenbar offen sichtbar, wurde aber mehrere Tage lang nicht ausreichend beachtet.
🚨BONKDAO HIT WITH $20M GOVERNANCE ATTACK, TOKENS DRAINED FROM TREASURY!
A malicious proposal drained an estimated $20 million worth of solana:DezXAZ8z7PnrnRJjz3wXBoRgixCa6xjnB7YaB1pPB263 from the BonkDAO treasury.
The team identified suspicious exchange wallets that bought… pic.twitter.com/93rHsmMSrp
— Crypto Banter (@crypto_banter) July 6, 2026
Nach Ablauf der Abstimmungsphase stimmte der Akteur mit seinen eigenen BONK-Beständen für den Antrag. Weil das Quorum erreicht wurde und kaum Gegenstimmen mobilisiert wurden, passierte der Vorschlag formal korrekt. Anschließend wurden die BONK-Token aus der Treasury übertragen.
Craziest thing I've seen in a while:
• Someone buys $4M worth of BONK
• Then posts a DAO proposal asking to transfer $20M in BONK to themselves
• Waits 7 days without anyone noticing
• Then votes "yes" with their own BONK holdings, and the proposal passes
• $20M is… https://t.co/VWVXqC3QSu pic.twitter.com/4wy7Sm0xHb
— The DeFi Investor 🔎 (@TheDeFinvestor) July 7, 2026
Damit entstand ein Schaden, ohne dass zwingend ein technischer Exploit im klassischen Sinne nötig war. Vielmehr zeigte sich eine Schwachstelle im Governance-Design: Wer kurzfristig genügend Token kauft, kann bei geringer Community-Beteiligung enorme Macht ausüben. BonkDAO sprach selbst von einem „malicious governance proposal“ und bezifferte den Abfluss auf rund 20 Millionen US-Dollar.
Kein Hack, aber ein Warnsignal für DAOs
Der Fall ist besonders brisant, weil er die Grundidee vieler DAOs infrage stellt. Eigentlich sollen dezentrale Organisationen Transparenz, Mitbestimmung und Community-Kontrolle ermöglichen. In der Praxis hängt die Sicherheit aber stark davon ab, ob Tokenhalter Vorschläge tatsächlich prüfen, ob Quoren sinnvoll gewählt sind und ob große Stimmrechte kurzfristig aufgebaut werden können. Bei BonkDAO reichte offenbar eine Kombination aus Kapital, Timing und geringer Aufmerksamkeit, um einen massiven Treasury-Abfluss durchzusetzen.
BonkDAO was the target of a malicious governance proposal resulting in an estimated $20M worth of BONK tokens being drained from the BonkDAO treasury.
During the investigation, BonkDAO identified the exchange wallets used to purchase BONK ahead of the proposal. BonkDAO is…
— BONK!!! (@bonk_inu) July 6, 2026
Das Bonk-Team erklärte inzwischen, man habe die Exchange-Wallets identifiziert, über die BONK vor dem Vorschlag gekauft wurde. Zudem arbeite BonkDAO mit Börsen, Bridges, der Solana Foundation und Strafverfolgungsbehörden zusammen, um Gelder zurückzuholen und Verantwortliche zu identifizieren.
Für BONK bleibt der Vorfall dennoch ein schwerer Reputationsschaden. Denn der Memecoin ist nicht nur vom Kursdruck betroffen, sondern auch von Zweifeln an der Governance-Sicherheit. Der Fall zeigt: Eine DAO ist nur so sicher wie ihre Regeln, ihre Überwachung und die aktive Beteiligung ihrer Community.
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Zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2026






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