Gefahr durch Quantencomputer: Forscher schlagen Alarm! Die Superrechner können Bitcoin viel früher knacken als gedacht

Forscher schlagen Alarm: Bitcoin bleiben im schlimmsten Fall nur noch zwei Jahre Zeit, bis ihm Quantencomputer gefährlich werden – die Superrechner können Bitcoin demnach viel früher knacken als gedacht! Was sollten Anleger jetzt wissen?

Ist Bitcoin Quantencomputer sicher?

Nein. Es sei eine „Wahrheitsbombe“, die jeder ignorieren würde: Schon in nur zwei Jahren könnten bis zu 30% aller Bitcoins von Quantencomputern gestohlen werden – „und wir können absolut nichts tun, um das zu verhindern“. So die Bitcoin-Schockprognose von „Capriole Investments“-Gründer Charles Edwards. Auf X schreibt der Analyst und Branchenbeobachter:

„20 bis 30% aller Bitcoins werden innerhalb von zwei bis acht Jahren von einer Quantenmaschine übernommen werden, und wir können absolut nichts tun, um dies zu verhindern.“

Bitcoin-Anleger würden jetzt vor einer „schmerzhaften Entscheidung“ stehen – und über die müsse man sprechen. Edwards zufolge bleiben Investoren nur zwei Möglichkeiten:

„A) Die Quantenhacker [die Bitcoins] nehmen lassen und mehr als eine halbe Billion Dollar auf den Markt werfen?

B) Eine Migrationsfrist für diese Coins vereinbaren und alle ihre Vermögenswerte VERBRENNEN, wenn sie nicht rechtzeitig auf quantensichere Adressen migriert werden?“

Das, so der populäre Krypto-Unternehmer, seien die einzigen beiden Optionen. Er neige derzeit zu Option (B) – Option (A) würde „wahrscheinlich“ den Wert von Bitcoin als „hartes Geld”zerstören.

Doch warum ist ausgerechnet Bitcoin gefährdet? Hintergrund: Bitcoin nutzt sogenannte elliptische Kurven-Kryptographie (Elliptic Curve Cryptography, ECC), um Transaktionen und Wallets zu sichern. Edwards warnt nun allerdings, dass alles viel schneller gehen könnte als bisher gedacht: Zukünftige Quantenmaschinen könnten imstande sein, Bitcoins Verschlüsselung schneller zu knacken – und so an das Vermögen der Anleger zu gelangen. In seiner Rede auf der Krypto-Konferenz „TOKEN2049“ betont er: Entwickler hätten nur begrenzte Zeit, um alles entsprechend „quantensicher“ zu machen!

Kann Bitcoin das Quantencomputing überleben?

Bitter dabei: Es handelt sich nicht um Panikmache einer Einzelperson – viele andere Kryptographie- und Quantencomputer-Experten sehen es ähnlich, wenngleich das Zeitfenster variiert. Ebenfalls die Quanten-Alarmglocke schlagen etwa der berühmte Bitcoin-Entwickler Jameson Lopp, IT-Gigant Microsoft oder die Beratungsfirma McKinsey. Der Tenor: Die Bedrohung durch Quantencomputer ist real – und sie kommt womöglich viel früher als gedacht. Worst-Case-Szenarien der Forscher: Lopp zufolge könnte Bitcoin schon in vier Jahren durch Quantencomputer geknackt werden, McKinsey blickt auf frühestens 2027.

Noch kann Bitcoin der Bedrohung durch Quantencomputer gelassen entgegenblicken – doch für wie lange noch? Bild: Coinmarketcap.com

Doch was passiert, wenn Quantencomputer Bitcoin knacken können? Edwards hat es bereits angedeutet: Angreifer erhalten in dem Fall Zugriff auf das Krypto-Vermögen im Wallet – und können damit tun, was sie wollen. Edwards warnt deshalb vor einem massiven Vertrauensverlust in die Kryptowährung, sollten Nutzer ihre Coins nicht rechtzeitig in neue, quantensichere Adressen transferieren.

Sein Rat: Entwickler sollten schnellstmöglich auf quantensichere Algorithmen umstellen – etwa basierend auf Gitter-Kryptographie oder hash-basierten Signaturen. Nach der Umstellung wären Nutzer gezwungen, ihre Bestände zu migrieren – und dadurch auf der sicheren Seite.

Die Quantenbedrohung sorgt für eine Unsicherheit, die die langfristige Bitcoin Prognose dramatisch beeinflussen könnte. Bislang galt Bitcoin als die sicherste und stabilste Kryptowährung – die Fortschritte bei Quantencomputern rütteln an dieser Wahrnehmung. Für Anleger heißt das: Wer Kryptowährungen kaufen möchte, sollte das Quantenrisiko als Faktor einbeziehen. Alternativ könnten Anleger eine Diversifikation hin zu neuen Kryptowährungen mit Quantensicherheit in Betracht ziehen – oder solchen, die bereits auf entsprechende Quantencomputer-Algorithmen setzen.

Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2025

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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