Ethereum erlebt derzeit einen markanten Aufschwung in der Nutzeraktivität. Laut einem aktuellen Bericht von Glassnode haben sich die monatlichen Zahlen neuer Adressen nahezu verdoppelt, von etwa vier Millionen auf acht Millionen innerhalb der letzten 30 Tage. Dies signalisiert einen starken Zustrom frischer Ethereum Wallets, die erstmals mit dem Netzwerk interagieren.
Gleichzeitig wurden tägliche Transaktionen auf ein Rekordhoch von 2,8 Millionen gesteigert, was einem Zuwachs von 125 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die aktiven Adressen haben sich mehr als verdoppelt, von rund 410.000 auf über eine Million. Diese Entwicklungen unterstreichen eine wachsende Adoption und eine Verschiebung hin zu nachhaltiger Nutzung.
Zuwachs an neuen Nutzern
Der Glassnode-Bericht hebt einen scharfen Anstieg im „New“-Kohort der monatlichen Adressen hervor, der auf eine Welle neuer Teilnehmer hinweist. Im Gegensatz zu früheren Bullenmärkten wie 2017 oder 2021, wo bestehende oder reaktivierte Nutzer dominierten, treiben nun Neulinge das Wachstum an.
Ethereum’s Month-over-Month Activity Retention shows a sharp spike in the “New” cohort, indicating a surge in first-time interacting addresses over the past 30 days.
This reflects a notable influx of new wallets engaging with the Ethereum network, rather than activity being… pic.twitter.com/h8Zw7hXOSX— glassnode (@glassnode) January 15, 2026
Die Retentionsrate für diese neuen Adressen zeigt, dass sie sich aktiver verhalten als etablierte Ethereum Wallets. Eine Grafik aus dem Bericht illustriert diesen Trend: Blaue Balken repräsentieren den Zuwachs neuer Nutzer, der seit 2016 zunimmt und kürzlich einen Peak erreicht hat, parallel zum ETH-Preisverlauf.
Dieser Zustrom deutet auf echte Netzwerkerweiterung hin, nicht nur auf spekulative Aktivitäten wie Airdrop-Farming.
Rekord bei Transaktionsvolumen
Das Ethereum-Netzwerk verzeichnete am Donnerstag 2,8 Millionen Transaktionen pro Tag, ein Allzeithoch gemäß Etherscan-Daten. Dieser Sprung um 125 % im Jahresvergleich korreliert mit dem Anstieg aktiver Adressen.
Der Fokus liegt auf stabiler Nutzung, insbesondere durch Stablecoins, die den Großteil der Aktivität ausmachen. Layer-2-Lösungen wie Arbitrum, Base und Optimism entlasten die Mainchain, indem diese Anwendungen ausführen, während Settlement und Sicherheit auf Ethereum verbleiben.
Die jüngste Fusaka-Upgrade hat die Blockgröße um etwa 33 % erweitert, was den Durchsatz steigert und Gebühren senkt.
Gründe für den Boom
Mehrere Faktoren fördern diesen Aufschwung. Sinkende Transaktionsgebühren machen das Netzwerk zugänglicher, was den Einstieg neuer Nutzer erleichtert. Der vermehrte Einsatz von Stablecoins in DeFi-Anwendungen verstärkt die Utility.
Zudem trägt die modulare Architektur von Ethereum zur Skalierbarkeit bei: Anwendungen werden auf zweite Layer verlagert, was Bandbreite freisetzt. Vitalik Buterin betont Fortschritte durch Peer-to-Peer Data Availability Sampling und Zero-Knowledge Proofs.
Stablecoin usage on Ethereum is exploding and fees are collapsing.
That’s the result of Ethereum pushing execution to L2s while keeping settlement secure on L1.
That’s what scalable financial infrastructure actually looks like.
As global payments go onchain, this is the… https://t.co/MHkdB29GW6 pic.twitter.com/HO9mfWXEAs
— Milk Road (@MilkRoad) January 15, 2026
Dadurch lässt sich das Netzwerk anhand von externen Layern besser skalieren, ohne dass die Dezentralisierung darunter leiden muss. Das Staking-Volumen nähert sich 36 Millionen ETH, was die Versorgung verknappt und fundamentale Stärke signalisiert.
Aktuelle Ethereum Prognosen werden durch eine gesündere Netzwerkdynamik begünstigt, getrieben durch echte Adoption statt Spekulation. Der ETH-Preis stabilisiert sich um 3.300 US-Dollar, nach einem Rückgang auf 2.800 US-Dollar Ende 2025.
Netzwerkeffekte könnten zu einer Neubewertung führen, wobei Utility über Supply-Dynamiken priorisiert wird. Der Zustrom neuer Nutzer könnte langfristig zu exponentiellem Wachstum führen, insbesondere durch Unternehmensintegrationen. Allerdings bleibt der Markt volatil, mit technischen Hürden und selektiven Kapitalzuflüssen.
Zuletzt aktualisiert am 16. Januar 2026




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