JPMorgan tätigt Milliarden-Investitionen in Bitcoin und Ethereum

JPMorgan Logo vor Chart

JPMorgan Chase verstärkt seinen Krypto-Kurs und setzt dabei vor allem auf Bitcoin. Aus einem aktuellen 13F-Filing bei der US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass die größte US-Bank ihre Beteiligung am BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT) im dritten Quartal 2025 um 64 % erhöht hat. Die neue Position umfasst nun 5,28 Millionen Anteile im Gesamtwert von etwa 333 Millionen US-Dollar. Damit gehört JPMorgan zu den größten institutionellen Investoren des weltweit führenden Bitcoin-ETFs, auch wenn Größen wie Goldman Sachs oder Millennium Management weiterhin vorn liegen.

Das Investment erfolgt in einer Marktphase mit erhöhtem Verkaufsdruck. Der Bitcoin-Kurs war zuletzt auf rund 100.000 US-Dollar gefallen, nachdem er noch im Vormonat ein Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar erreicht hatte. Trotz dieser Korrektur bekräftigen JPMorgan-Analysten ihre bullishe Haltung: In einem aktuellen Bericht wird ein Kursziel von 170.000 US-Dollar für die kommenden 6 bis 12 Monate genannt.

Indirekte Ethereum-Wette über Bitmine-Aktien

Neben Bitcoin rückt nun auch Ethereum stärker in den Fokus der Bank. JPMorgan hat über den Kauf von rund 1,97 Millionen Aktien des Unternehmens Bitmine Immersion Technologies im Wert von 102 Millionen US-Dollar erstmals eine indirekte ETH-Position aufgebaut. Bitmine war ursprünglich im Bitcoin-Mining tätig, hat sein Geschäftsmodell 2025 jedoch vollständig umgestellt. Das Unternehmen hält mittlerweile mehr als 3,4 Millionen ETH und gehört damit zu den größten Ethereum-Inhabern weltweit.

Durch diese Beteiligung erhält JPMorgan ein erhebliches Exposure gegenüber Ethereum, ohne selbst Ether-Token halten zu müssen. Die direkte ETH-Investition der Bank bleibt dagegen minimal: Lediglich 66 Anteile am iShares Ethereum Trust und ein abgesichertes Optionspaket zeigen, dass das Management trotz der strategischen Weichenstellung über Bitmine weiterhin vorsichtig agiert.

Digitale Infrastruktur: JPMorgan setzt auf Blockchain und Stablecoin

Parallel zum Ausbau der Krypto-Beteiligungen arbeitet JPMorgan an der Modernisierung seiner digitalen Infrastruktur. Das hauseigene Blockchain-Netzwerk Kinexys verarbeitet laut Bankangaben mittlerweile Transaktionen im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar täglich, Tendenz steigend. Zusätzlich steht mit dem Stablecoin JPMD ein neues Experiment an, das sich erstmals auf öffentliche Blockchains stützen soll. Anders als der interne JPM Coin könnte JPMD somit breiter eingesetzt werden, etwa im Zahlungsverkehr oder für programmierbare Finanzinstrumente.

Der strategische Kurswechsel bei JPMorgan ist Teil eines größeren Trends. Immer mehr Großbanken und Vermögensverwalter erkennen das Potenzial von Kryptowährungen als Assetklasse. Der rasante Erfolg des IBIT, der inzwischen über 80 Milliarden US-Dollar verwaltet, unterstreicht das Interesse traditioneller Investoren. Bitcoin wird zunehmend als digitales Gold wahrgenommen, Ethereum als Infrastruktur für die nächste Generation des Finanzsystems.

Selbst der langjährige Krypto-Skeptiker Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, hat seine Haltung offenbar überdacht. Laut Medienberichten reagiert er damit auf die hohe Nachfrage der eigenen Kundschaft. Und auch politisch erhält der Markt Rückenwind: US-Präsident Donald Trump sprach sich zuletzt öffentlich für eine Führungsrolle der USA im Kryptosektor aus.

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